Espresso
Eine
Espressobohne ist keine spezielle Kaffeesorte, wie manch einer vielleicht glauben mag. Vielmehr handelt es sich um die Auswahl für einen Espresso geeigneter Kaffeebohnen, die in der Regel einer im Verhältnis zum normalen Kaffee längeren Röstdauer unterzogen werden. Die Espressobohne oder den Espressogeschmack wird es bestimmt nicht geben. Hier sind die unterschiedlichen Geschmäcker so breit, wie bei anderen Dingen in unserem Leben auch. Manch Espressotrinker schwört auf eine sortenreine Arabicabohne, ein anderer auf eine lupenreine Robustabohne. Viele Espressomischungen sind aus einer Auswahl von hochwertigen Arabica- und Robustabohnen zusammengestellt.
Der Begriff
Espresso stammt eigentlich aus dem Französischem. Der in Frankreich sogenannten l'esprés war ein kleiner, besonders starker Kaffee, den man in Frankreich liebte. Die Italiener, denen man den die Erfindung des Espresso im eigentlichen zuschreibt, haben diese Wortschöpfung übernommen und mit der Weiterentwicklung der dafür notwendigen
Kaffeemaschinenkultur ihren Espresso erfunden. Einen Espresso als Getränk als solches heute zu erklären, ist natürlich überflüssig, da dieses Getränk absoluten Weltruhm erlangt hat.
Der Begriff Espresso wurde weder von den Franzosen noch von den Italienern geschützt. so bedient man sich dieses Begriffes heute auch für die Benennung von kleinen, schwarzen, starken
Kaffeegetränken, die mit haushaltsüblichen Kaffeevollautomaten zubereitet werden.
Für die Zubereitung eines echten itialienischen Espresso verwendet man in etwa 7 Gramm bis 9 Gramm fein gemahlenes Kaffeepulver. Wird der Espresso mit einer ordentlichen Siebträgermaschine zubereitet, füllt man das Espressopulver in den Siebträger und drückt das Espressopulver mit 8 bis 16 Kilopond an. Eine anständige Espressomaschine drückt das Wasser mit 9 bar Druck durch das Kaffeepulver im Siebträger. Das Ergebnis sollte eine cremig ausfließende Flüssigkeit sein, im Fluß im Öl. Bei 90 bis 95 Grad hat der Espresso seine optimale Temperatur.
In den vorgewärmten Espressotassen sollte sich nun ein Kaffeegetränk auf ca. 3 cl Wasserflüssigkeit befinden, mit einer hell-/dunkelbraun marmorierten Crema. Die Standfestigkeit der Crema wird mit dem Zuckertest geprüft. Bleibt ein leicht gehäufter Löffel Zucker auf der Crema liegen, genügt der
Espresso zumindest den optischen Ansprüchen eines Kenners. Wenn dann auch noch der Gaumen seine befriedigende Hochfreude entwickelt, gibt es an Ratschlägen für die Zubereitung nichts hinzuzufügen.
Oliver Hübner