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Ein Museum zum Anfassen und Mitmachen

Autor: S-Kubiak | Erstellt am: 21.07.2008 | Gelesen: 1969
Kategorie: Kunst - Kultur & Religion | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Das Archäologische Zentrum Hitzacker macht die Bronzezeit erlebar

Einen Museumsbesuch finden Kinder oder Jugendliche langweilig, sagt man. Vergessen Sie's! Im Archäologischen Zentrum Hitzacker ist das ganz anders. Hier wurde auf einem Gelände, das seit 3000 Jahren v.Chr. besiedelt ist, ein Dorf aus der Bronzezeit nachgebaut. Alles kann angefasst und begutachtet werden. Im Langhaus darf man sogar über eine einfache Baumleiter unter das Dach steigen. Steine zum Abschlagen von Pfeilspitzen oder Steinmesser liegen bereit. Schutzbrillen hängen zur freien Verfügung an einem Pfahl. Im Opferteich tummeln sich Frösche und blühen Seerosen. Ein vielfältiges Aktionsprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene wird angeboten: Bogenbauen und Einbaumfahren, Korbflechten, Kochen mit Wildkräutern, Schönes aus Wolle machen, Töpfern in frühgeschichtlicher Weise,an Grabungen selbst mitwirken und vieles mehr.

Nur die ausführlichen Beschreibungen auf Tafeln am Weg erinnern einen daran, dass man in einem Museum ist. Ins Innern der Langhäuser, erbaut aus unbehauenen Bäumen, zusammengehalten mit Seilen, das Dach mit Ried gedeckt, die Luft erfüllt vom Geruch einer erkalteten Feuerstelle, kommt das Licht nur aus einigen wenigen Dachöffnungen. Im Halbdunkel fühlt man sich in die damalige Zeit zurückversetzt. Ganz nebenbei erfährt man viel über das Handwerk und das Leben der Menschen in der damaligen Zeit. Wie der Feldbrand funktionierte, das ist rechts vom Weg nachgestellt worden. Auf der linken Seite ging man kurz zuvor an einer Kult-Stele vorbei. Holzkohlemeiler und Rennöfen zur Eisengewinnung sind genauso nachgebaut worden, wie Backöfen und Herdstellen. An alles kann man herangehen, es anfassen und von allen Seiten betrachten.

Im Langhaus I werden Fundstücke aus den Ausgrabungen gezeigt. Die Exponate stammen nicht aus Königsgräbern, sondern aus dem Alltag der Menschen, die hier einst gelebt haben. Es sind Gebrauchsgegenstände, einfache Tongefäße, Fibeln und wenig Schmuck. Auch das macht den besonderen Reiz dieses Museums aus, das einem einen anschaulichen Einblick in das Leben der einfachen Menschen vermittelt, nicht in das der Könige und Fürsten. (Siegfried Kubiak)

tongefaesse
Tongefäß mit Rädchen-Muster

Weitere Fotos: http://picasaweb.google.de/KubiakSiegfried/ArchOlogischesMuseumHitzacker
 
 
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