Sarah Maurer
Lange Beine, wohlgeformte Körper, ein Leben mit der neusten Mode und eine Zusammenarbeit mit den vielleicht aufregendsten Menschen, die es gibt. Mailand, Paris und New York stehen ganz oben auf den Listen der verschiedenen Modelagenturen, welche ihre hübschen Models auf die Laufstege schicken, welche die Welt bedeuten. Doch wie wird man eigentlich Topmodel? Hat sich das mal einer gefragt? Man hat vielleicht einfach Glück und wird entdeckt so wie Topmodel Julia Stegner auf dem Münchner Oktoberfest oder man bewirbt sich und wartet ab. Letzteres hat Sarah Maurer aus Unterbalbach getan.
Alles fing so harmlos an. Eines Tages blätterte Sarah in dem neuen Neckermann-Katalog und entdeckte die Bewerberkarte für den Elite Modelwettbewerb 2007. Da das Mindestalter 14 Jahre betrug und sie sich nichts dabei dachte, bewarb sie sich bei dem Wettbewerb in der Überzeugung, dass „sich alles im Sand verlaufen wird".
Doch so kam es dann nicht! Sie selbst sagt, dass sie vor dem Wettbewerb noch nie einen Gedanken daran verschwendet hätte zu modeln. Nur ein paar Leute hätten sie auf Grund ihrer Größe darauf angesprochen - Doch was musste eigentlich in die Bewerbung? Schließlich ist eine Bewerbung der erste Eindruck, der vermittelt wird und dieser Eindruck ist überall wichtig: Bei einer Bewerbung für eine Ausbildungstelle sowie für ein Modelwettbewerb. In der Bewerbung musste Sarah verschiedene Fragen beantworten wie zum Beispiel „Was findest du an deinem Körper schön?". Dann müssen natürlich bei einem Modelwettbewerb auch die Maße bekannt sein. Besonders wichtig sind hierbei Brust, Taille und Hüfte. Doch das war noch nicht alles. Außerdem musste sie ihrer Bewerbung ein Ganzkörperfoto im Bikini sowie ein Protraitfoto zufügen.
Na und dann ab zur Post!
Doch wie es meistens so ist dauerte es erstmal eine ganze Weile bis die Agentur Model Management und neckermann.de sich bei Sarah meldeten.
Sarah war schon davon überzeugt gar nicht angenommen worden zu sein, denn in der Anzeige stand auch, dass die Bewerbungsunterlagen nicht zurückgesendet werden können. Doch dann kam die große Überraschung.
Zwei Wochen nach Fristende kam dann plötzlich ein Anruf der Modelagentur und dann ging, wie Sarah sagt, alles sehr schnell. Die Agentur wollte, dass Sarah am nächsten Tag nach Hamburg zu einem Vorcasting kommen sollte. Natürlich machte sie sich am nächsten Tag auf den Weg dorthin und dann wurde die Überraschung perfekt. Unvorstellbar, doch am gleichen Tag war Sarah schon im Finale, welches zwei Tage später in Frankfurt stattgefunden hat.
Natürlich werden bei solchen Castings Vergleiche mit anderen großen Castingsshows laut. „Deutschland sucht den Superstar" oder auch „Popstars" haben es vorgemacht wie schnell man von einem Hartz IV Empfänger zum Superstar oder von einer Jeansverkäuferin zum „No Angel" werden kann. Sarah ist dennoch davon überzeugt, dass man DSDS nicht mit dem Modelcontest vergleichen kann. Zwar war auch eine Jury da und auch das Fernsehen war vertreten, dennoch war es ganz anders. Im Finale waren es 10 Finalisten von ca. 4000 Bewerberinnen aus ganz Deutschland. In den Neckermannstudios, wo das Finale stattgefunden hat, wurde dann eine nach der anderen gestylt. In Jeans, Top von Elite und Highheels wurden dann Fotos von jeder Bewerberin gemacht. Danach zog sich dann die Jury zur Beratung zurück, um die Gewinnerin für Deutschland zu ermitteln.
Bei jeder Bewerbung, egal ob es für ein Modelwettbewerb oder für eine Ausbildugsstelle ist, schwingt natürlich immer auch ein Stück Hoffnung mit genommen zu werden. Bei Sarah auch? Wann merkt man, dass man vielleicht Chancen hat das „Ding" zu holen? Natürlich merkt man das bei einem Wettbewerb schnell, wenn die Jury einen nochmal sehen will. So war es bei Sarah auch. Sie musste noch während der Beratungsphase vor die Jury treten, weil diese sie nochmal ganz genau „beäugen" wollte. Doch so richtig konnte und wollte sie auch noch nicht an den Sieg glauben. Es kam dann aber dennoch so. Sarah Maurer gewann die den Elite Modelwettbewerb in Deutschland. Natürlich freute sie sich rießig und auch die Anerkennung ihrer Familie und Freunde war groß. Selbst die örtliche Presse berichtete über das Ereignis.
Eigentlich könnte man meine, dass der Wettbewerb und der Gewinn in und für Deutschland schon aufregend und genug der Sache war, doch nein, Sarah durfte beim internationalen Elite Modelwettbewerb antreten. Natürlich kann man soetwas als eine große Ehre ansehen, schließlich vertrat Sarah Maurer Deutschland.