Ein Jahr ist es her, dass der Lehrer,
Pflegevater und Autor Ralph Gehrke ein
Weblog einrichtete. Darin verarbeitet er seine Erfahrungen, die er mit
Pflegekindern, leiblichen Eltern und dem Jugendamt gemacht hat. Dabei handelt es sich um eine Geschichte, die zwar nicht authentisch ist, aber in realistischer Weise zeigt, was Pflegeeltern in einem
Pflegeverhältnis passieren kann und wie sie damit umgehen. Die Personen in dieser Geschichte und die Handlung sind frei erfunden, aber so realitätsnah geschildert, wie sie sie hätte passieren können. Bisher wurden die Inhalte schon über 5000 Mal aufgerufen.
Nicht lange nach der Aufnahme des Geschwister stellt die
Pflegefamilie fest, dass beide Kinder stark
traumatisiert sind. Die Symptome äußern sich in Aggressivität, Diebstahl und
Flashbacks, in denen die Kinder die Situationen wieder erleben, die sie krank gemacht haben. Sie übertragen die Erfahrungen mit ihren leiblichen Eltern auf ihre Pflegeeltern. Die Pflegeeltern organisieren Therapien und schließen sich
Pflegeelternvereinen an. Aber die eigentliche Hilfe, eine spezielle
Traumatherapie, bleibt den Kindern verwehrt.
Schließlich werden die Symptome so übermächtig, dass die Familie droht, auseinander zu brechen. Es gibt nur die Möglichkeit, sich von einem der Kinder, das am stärksten betroffen ist, zu trennen. Mit dieser Situation, dem
Wendepunkt, beginnt die Geschichte. Sie setzt sich fort mit der Entwicklung nach der Trennung und beschreibt auch, wie es zu dieser Situation kam.
Der Autor schreibt die Geschichte sukzessive, so dass jeder ihr Entstehen mit verfolgen kann. Auch
Gedichte und
Analysen gehören zum Inhalt. Eine Vielzahl von Links zu anderen Webinhalten, die die Geschichte fachlich untersetzen, aber auch zu anderen
Veröffentlichungen von Pflegeeltern.
Ralph Gehrke