RMS-Scriptorin: ET Note
Während sich mein UrUrGroßvater Henry Lambertz in Huy zum Pâtissier ausbilden lässt, wächst in Sinaai Edgar Tinel, mein Cousin 5 Grades heran.
Petrus Josephus Edgardis Tinel wird Montag, den 27. März 1854 in Sinaai-Waas geboren. Sinaai gehört zu Flandern-Orientale und liegt 55 km nord-westlich von Brüssel und ist nach dem Berg Sinai benannt. Er verstirbt im Alter von 58 Jahren am Montag, den 28. Oktober 1912 in Brüssel. Edgar Tinel ist ein Spätromantiker. Die spätromantische Musik lässt sich klar abgrenzen von 1860 bis 1910. Ihre Charakteristiken sind: ein sehr großes Orchester, Tinel setzt einen sehr großen Chor ein (s. Godelieve fünf Chöre), Konzertmusik statt Kammermusik, Drama, Verismus, verstärkter Einsatz der Harmonik und des Kontrapunktes. Edgar Tinel ist ein Belgischer Komponist, Musik Professor, Pianist und Directeur Conservatoire Royal Bruxelles.
Vita
Die Tinel-Linie stammt von dem in der Gegend um Pavia geborenen Carolus Antonius Tinel ab. Er kommt um 1700 in das flämische Städtchen Geraardsbergen (frz. Grammont). Am Mittwoch, den 24. April 1743 verstirbt er im Alter von über 100 Jahren. Carolus Antonius ist vermutlich ein reisender Fachmann. Seine Nachkommen sind Maurer, Schreiner und Kleinbauern. Der Vater von Edgar Tinel ist Petrus Franciscus (*20.März 1824/25 Elene-29.7.1876 Saint Gilles). Er wird in der Mundart der Gegend wahrscheinlich Peersies genannt. Er ist das Nesthäkchen der elf Kinder von Petrus Joannes (1778-1828) Tinel und Berlindis de Mangeleir (1779-1863). Wegen seiner Klugheit wird der junge Kuhhirte zur Schule geschickt und zum Lehrer ausgebildet. 1854 kommt Edgar Tinel in dem Sinaaischen Schulhaus als zweites von elf Kindern zur Welt. Seine Mutter ist Catherine Wagemans (1823-1881). Sein Vater legt großen Wert auf die musikalische Erziehung all seiner Kinder. Nachdem die drei Ältesten Oscar, Edgar und Edmond in fast unmenschlichen Umständen am Konservatorium studiert haben, gibt er seine Stelle im Dorf Sinaai seinem ältesten Sohn Oscar. Er gründet in Brüssel ein Geschäft, damit seine jüngeren Kinder leichter das Konservatorium absolvieren können. Sein Sohn Rufin (1863-1900) wird Journalist bei „Le Petit Bleu" in Paris. D'Haese.
Ein Tinel ist ein Pionier der Montgolfier. Er ist Ballonfahrer. In Sint Niclaas findet jährlich ein Ballonfestival statt. Ein paar Jahre später verstirbt Edgars Vater.
Ausbildung
Seine ersten Musikstunden erteilt dem Siebenjährigen 1861 sein Vater und Ferdinand van Durme. Komponist Durme lebt sechs Kilometer westlich von Sinaai in Eksaarde. Petrus Tinel ist ein energischer Mensch. Er schickt seinen Sohn weg von Sinaai nach Brüssel. Edgar kommt in eine Art Pensionat auf dem Boulevard Waterloo. Dort erhält er seine ersten Instruktionen. Mit Neun Jahren stellt sein Vater ihn 1863 Direktor Fétis am „établissement de musique in der rue de la Régence" vor. Dies ist ein denkwürdiger Augenblick. Da das Klavier zu hoch ist, legt Fétis zwei dicke Bücher auf den Klavierhocker. Edgar spielt leicht und gewandt. Fétis ist hoch erfreut und nimmt ihn als Schüler auf. Im folgenden Monat Oktober belegt er auf dem Conservatoire Royal de Musique de Bruxelles die Kurse Piano, Violine und Gesangsunterricht. Zu seinen Lehrern zählen: Adolphe Samuel, Joseph Dupont für Harmonie, François-Joseph Fétis und Hubert-Ferdinand Kufferath für Kontrapunkt, Alphonse Mailly für Orgel. Der Direktor François-Auguste Gevaert lehrt ihn Komposition. Auf dem Brüsseler Konservatorium für Musik erteilt Louis Brassin ihm Klavierstunden. In dem Pensionat kommt Edgar fasst um vor Hunger. Aus demselben Grund muss er noch öfters die Unterkunft wechseln. Als er 14 Jahre alt ist, erkrankt sein Vater. Edgar verdient sich mit Klavier Unterricht und Klavierspiel zu Tanz und Zauberkunstvorstellungen zwei Franc die Woche. Auf dem Konservatorium erhält er den ersten Preis in Musiklehre und theoretischer Musik. Der Unterricht bei Brassin ist mit Erfolg gekrönt. 1873 wird Edgar Tinel mit dem ersten Preis für sein Klavierspiel ausgezeichnet.
Komponist oder Virtuose?
Nach seiner Zeit auf dem Konservatorium begibt sich Edgar Tinel auf Konzerttournee nach Brüssel, Antwerpen und Gand. Er tritt auch in Deutschland u.a. in Aachen, Aix-la-Chapelle, als Klaviervirtuose auf. Er schreibt Klavierstücke und Lieder von bleibendem Wert. Vor allem aber studiert er fleißig die großen Deutschen Meister. Eine schillernde Laufbahn als Virtuose liegt vor ihm. Die Deutschen Romantiker Beethoven, Mendelssohn, Liszt und vor allem Schuman prägen ihn. Sein Interesse gilt mehr dem Komponieren als einer Solistenkarriere. Seit 1874 beginnt Edgar Tinel intensiv zu komponieren. Zuerst Klavierstücke zu Niederländischen, Französischen und Deutschen Texten. Mit 22 Jahren ist er 1876 in London. Er wohnt, wo Charles Dickens seine letzten Werke schrieb. Zurück in Belgien widmet er sich der Komposition. Seine Stücke „Quatre Nocturnes pour chant" und „quatre mélodies" erscheinen. 14 Minnelieder und das Gondellied gehören zu seinem Repertoire. Edgar Tinel heiratet mit 23 Jahren die Dichterin Emma Coeckelbergh. Ihre Hochzeit findet am Samstag, den 1. September 1877 in seinem Geburtsort Sinaai statt. Aus der Ehe gehen sechs Kinder hervor: 1. Joseph/Jef (1878 Malines/Mecheln-1913); 2. Jan/Jean (1880 Ixelles-1942 Geel; Médecin); 3. Frans (1882 Malines-?); 4. Guido (1885 Malines-1957 Bruxelles); 5. Antoine (1890-1920); 6. Paul Tinel (1892 Malines–13.09.1974 Bruxelles; Critique musical). Demnach ist das Ehepaar Tinel 1878, 1882, 1885, 1892 in Malines (frz.Name für Mecheln/Mechelen) und 1880 in Ixelles.
1877 wird Edgar Tinels Kantate Klokke Roeland mit dem belgischen Prix de Rome ausgezeichnet. Der Preis nimmt seine letzten Zweifel ob er Virtuose oder Komponist wird. Das Werk wird ein Erfolg. Tinel erzielt internationales Renommee.
Op.2 Trois morceaux de fantasie1. Le Papillon.
2. Le soir.
3. Adieu.
Dies sind drei leicht beschwingte Klavierstücke mit teilweisem Anklang von Schwere. Auch das Fröhliche hat Tiefe bei ihm.
Charakteristisch für Tinel ist die Ausführung des Textes in flämischer Sprache, seiner Muttersprache, wie beispielsweise bei seinem Choralwerk „Heer, mijn hart is boos".
Mecheln-Brahms-Franziskus-Godelieve
1881 wird Edgar Tinel Direktor in Mecheln. Das Musik Institut wird 1879 von Jacques-Nicolas Lemmens gegründet. Es trägt heute den Namen seines Urhebers: Das Lemmens-Institut. Edgar Tinel ist sein Nachfolger. Die Mechelner Einrichtung ist der Kirche unterstellt. Anfangs wird ausschließlich Orgelmusik, später 'allgemeine' Kirchenmusik gelehrt. Um 1960 wird das Lemmensinstitut in Löwen als allgemeine Musikakademie Teil der Hochschule für Wissenschaft und Kunst mit Bachelor und Master-Abschluss in den Fachgebieten Musik und Drama. Seit 2002 von der Associatie K.U. Leuven geleitet.
Nach seiner Anstellung in Mecheln richtet er sein Augenmerk auf religiöse Musik. Als Resultat entsteht u.a. die ‚Missa in Honorem Beatae Virginis de Lourdes', op. 41, für einen Fünfstimmigen a Capellachor.
Im Mai 1883 ist Tinel beim Musik Festival in Köln. Über sein Treffen mit dem 50 jährigen Johann Brahms (1833 Hamburg–1897 Wien) ist der 29 Jährige außer sich vor Freude. Edgar Tinel hängt sich eine Photographie des Künstlers in sein Arbeitszimmer.
In den Jahren 1886-88 komponiert er sein Oratorium Franciscus. Während dieser Zeit hat er zwei gefährliche Operationen. Er unternimmt eine Wallfahrt nach Lourdes. Edgar Tinel vertont Marienlieder. 1888 erlangt er mit Franciscus Weltruhm. Dieses Oratorium wird über 1.000 Mal weltweit gespielt. Die Orte der Aufführungen sind London, Berlin, von Prag bis Mailand, Budapest, Straßburg, Leipzig, Kopenhagen, New York, Boston, Montreal usw. 1889 wird Tinel Inspektor für alle Musikschulen in Belgien. 1894 folgt sein Musikdrama Godelieve. Tinel bezeichnet Godelieve als sein bestes Werk. Die Uraufführung findet 1897 in Brüssel zur Weltausstellung statt. In Godelieve gibt er das Leben von der populären Flämischen Heiligen Godelieve van Gistel wieder. Der niederländische Text wird von Hilda Ram geschrieben. Dieses Musikdrama wird im In- und Ausland vorgestellt. Da es sich um eine Lokalheilige handelt, erzielt dieses Musikdrama nicht die gleiche Resonanz wie Franciscus. Im November 2009 wird Godelieve im Zusammenhang mit dem Tinelprojekt zum 100. Todestag von Edgar Tinel in Sinaai aufgeführt.
Conservatoire Royal de Bruxelles
Edgar Tinel unterrichtet am Conservatoire Royal de Bruxelles Kontrapunkt und Fugenlehre. 1896 wird er nach dem Tod von Gevaert dortiger Direktor. Nun leitet er das höchste musikalische Amt in Belgien. 1902 erfolgt seine Aufnahme an die Königliche Akademie der Künste in Brüssel. Zum 75 jährigen Jubiläum des Königreichs von Belgien komponiert er 1905 ein Te Deum. Dieses Opus demonstriert die passende Anwendung von Orchester und Kirchenmusik. 1910 erfolgt seine Ernennung zum Königlichen Kapellmeister von König Albert II. Edgar Tinel erhält den Ehrentitel Hofkapellmeister und den Ehrendoktor der Universität Löwen.
Tod und Resümee
Edgar J.P. Tinel verstirbt am Montag, den 28. Oktober 1912 im Alter von 58 Jahren in Brüssel. 1912 wird Edgar Tinel in dem Familiengrab in Sinaai beigesetzt. Sein Nachruf erscheint am Sonntag, den 1. Dezember 1912 in „The Musical Times".
Edgar Tinel ist ein Spätromantiker. Seine Vorliebe für Bach entspricht dem Zeitstil. Laut Tinel ist Bach kein Musiker, Bach ist die Musik selbst. Seit 1810 gilt das Interesse der Romantischen Komponisten wie Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 Hamburg–1847 Leipzig) und Robert Schumann(1810 Zwickau–1856 Endenich/Bonn) ihrem Vorbild dem Barockmusiker Johann Sebastian Bach (1685-1750). Tinels Te Deum, Oratorium und Drama zeugen von diesem Künstler. Die Streicher verleihen der Inszenierung ihren romantischen Effekt. Bei seiner musikalischen Untermalung zur Liturgie findet sich der Palestrina-Stil. Schumann, Mendelssohn und Brahms inspirieren seine Kompositionen für Klavier und Gesang. Edgar Tinels Werk umfasst 71 Kompositionen, wovon 47 mit einer Opus Nummer versehen sind. Es gliedert sich in Vokalmusik, Bühnenwerke (Godelieve, Katharina) und Instrumentalmusik. „Orchestergesänge; Kantaten; Motetten; Lieder; Kammermusik; Klavier – und Orgelstücke."
Zu Lebzeiten ist Edgar Tinel wahrscheinlich der international berühmteste belgische Komponist. Seine Werke werden überall in der Welt aufgeführt. In Belgien selbst erhält er die höchsten Auszeichnungen.
Der Musikkritiker Paul Tinel berichtet 1923 über seinen Vater: „Le Récit de sa Vie et l'Exégèse de ses Oeuvres." 1901 beschreibt A. van der Elst Edgar Tinel. 1910 erscheint "Edgar Tinel. Essai Biographique" von J.L.G bei H.Dessain, Malines. 1911 veröffentlicht E. van Bergen eine Kurzbiograph des Künstlers. Luc Leytens schreibt einen Artikel über Edgar Tinel im „Kaderblad Jeugd en Muziek Vlaanderen, december 1987" für das Studiecentrum voor Vlaamse Muziek. In der Woche vom Montag, den 29. Juli 1968 erscheint in der Zeitung 'La Libre Belgique' eine Zeichenserie über Edgar Tinel als ‚Geschichte der Woche.' Eine frühe Variante des Zeichentrickfilms über Wolfgang Amadeus Mozart. Die Physiognomie von Edgar Tinel ist treffend wieder gegeben. An sechs folgenden Tagen werden einzelne Episoden seines Lebens geschildert. Elternhaus - Komponist – Es lebe Brahms! - Professor - Das Konservatorium in Brüssel und In Sinaai. Pro Tag erscheinen Zeichnungen mit kurzem Begleittext.
TitelMaitre de chapelle de S.M. le roi des Belges
DIRECTEUR DU CONSERVATOIRE ROYAL DE MUSIQUE DE BRUXELLES
MEMBRE DE L'ACADÉMIE ROYALE DE BELGIQUE
DOCTEUR EN PHILOSOPHIE ET LETTRES HONORIS CAUSA A L'UNIVERSITÉ DE LOUVAIN
MEMBRE DU TIERS-ORDRE DE SAINT PRANCOIS
COMMANDEUR DE L'ORDRE DE LÉOPOLD
COMANDEUR AVEC PLAQUE DE L'ORDRE DE SAINT-GREGOIRE-LE-GRAND
COMMANDEUR DE L'ORDRE DE LA LÉGION D'HONNEUR
COMMANDEUR DE L'ORDRE D'ORANGE-NASSAU ETC.
100ter Todestag
Am Freitag, den 6. Dezember 1912, dem Sterbejahr von Edgar Tinel, gründet sich in Sinaai ein Tinel-Komitee. Arsène Matton (1873-1953) entwirft eine Büste des Musikers. 1931 wird sein Grabmonument enthüllt. 1937 findet die Einweihung des Tinel –Museums statt. 2008 startet das Tinel Projekt zum Gedenken seines 100. Todestages. Bis zum Jahre 2012 finden Aufführungen seiner Meisterwerke statt. 2009 Godelieve, 2010 Katharina und 2012 Franciscus. 20 andere Tinel Stücke stehen auf dem Programm. Im November 2009 wird Godelieve inszeniert. Unter Leitung von Paul van Gulick, einem niederländischen Komponisten und Dirigent, wird Tinels Musikdrama nun aufs Neue aufgeführt. Chöre aus den Niederlanden (Breda der ‚Princenhage's Mannenchor' und der ‚Toonkunstchor', Den Haag ‚Residentiekoor' und ‚Bon Ton' und s'Hertogenbosch ‚Jeroenboschkoor'), sieben Solisten und das Tilburgische Begleitorchester wirken dabei mit.
Opus„Op. 1 Quatre nocturnes:
1. Qu'ils sont tristes ces jours d'automne.
2. Voici bien la funèbre enceinte.
3. Oiseau charmant.
4. Du jour meurent les bruits.
Op. 2 Trois morceaux de fantaisie:
1. Le Papillon.
2. Le soir.
3. Adieu.
Op. 3 Scherzo.
Op. 4 Drie Liederen:
1. Het Lied van Maagdelijn.
2. Visschersliedeken.
3. Lamento.
Op. 5 Quatres Mélodies:
N.1. L'Automne.
N.2. Charmante Rose.
N.3. Bel Enfant, siuris-moi.
N.4. L'Oracle en défaut.
Op. 6 Deux Mélodies:
1. L'Angélus.
2. Pourquoi.
Op. 7 Für Klavier:
N.1. Impromptu-Valse.
N.2. Chanson.
Op. 8 Sechs Lieder und Gesänge:
1. Manche kleine Liebeslieder (Menig liefdeliedje teder).
2. Wie dem Vogel sein Gefieder (Als de vogel zijne pluimkens).
3. Veilchen (Veilken).
4. Frühlingsfeier (Lentefeest).
5. Ich hör ein Vöglein (Ik hoor een vogel).
6. Beharre (Betrachten).
Op. 9 - 1875 Klaviersonate.
Aufgeführt 1875/76, Brs. 1877.
Op. 10 Schilflieder. Dtsch.Text von Nicolas Lenau:
1 a. Drüben geht die Sonne scheiden (Ginder gaat de zonne henen).
1 b. Trübe wird's (Droevig is't).
2. Auf geheimen Waldespfade (Door geheime woudstruweelen).
3. Sonnenunteraang (Zonenondergang).
4. Auf dem Teich (Op het Meir).
Op. 11 Fünf Gesänge aus N. Lenau's „Lieder der Sehnsucht":
1. Nach Süden (Naar't Zuiden).
2. Bitte (Bede).
3. Das Mondlicht (Het Maanlicht).
4. Winternacht (Winternacht).
5. Stumme Liebe (Stomme liefde).
Op. 12 – 1875 Loverkens. Een krans van veertien oud vlaamsche minneliederen van Hoffmann von Fallersleben, flämisch romantische Liedkunst. Zyklus von Minnelieder:
1. Inleiding. Toewijding. Hoe lustig is den somer.
2. Ghele bloemkens spruiten aen der heiden.
3. Stil ende vriedsaem ist gehucht.
4. Hoe schone staat die linde.
5. O soeten tijt.
6. Dat ik u moet begheven.
7. Been over been geslagen.
8. Daer staet een bloemken.
9. Als alle die loverkens risen.
10. Die zon is nu verdwenen.
11. Die Totelduve hor ic claghen.
12. Ik stont op caluwen doenen.
13. Hoe is den winter so cout, soo lanc?
14. Tussenspel. Heden en immer. (Kenspruek des Dichters).
Op. 12 - 1879: Grafgezangen. Text: Pol de Mont.
Op. 13 – 1875 Vier oude vlaamsche drinkliederen. n.Text: Hoffman von Fallersleben:
1. Drine! sprac den herfst.
2. Het reghende veer.
3. Tis noch niet laet.
4. Neen, noch hebbic ghene noot.
Op. 14 Au printemps, 5 morceaux de fantaisie piano:
1. Hymne.
2. Joie.
3. Petites Fleurs.
4. Ave Maria.
5. Danse des Paysans.
Op. 15 - 1876 Sonate, für vier Hände.
Op. 16 Drei Lieder:
1. Kroezlende golfjes (Gondellied: „Spielet ihr Wellen").
2. Trahit sua: Schipper, die met vlugge zeilen (Schiffer im eilenden Kahne).
3. Tranen: ‚t Is geen dauw (Tränen: „Nicht der Tau").
Op. 17 – 1877 De Klokke Roeland, cantate. Text: Julius Sabbe. Belg. Prix de Rome.
Weverslied (Weberlied).
Op. 18 Kantate für die Enthüllung der Statue von Vater De Smet.
Aufführung in Dendermonde am 23.September 1878. Den Niederländischen
Text übersetzt Frau Tinel-Coeckelberg.
Op. 19 Drei Reiter: „Drei Reiter zogen kampfgewandt" (Drie Ridders). Frische Ballade.
Op. 20 – 1879 Die Mohnblumen /Kollebloemen, lyrische Dichtung. Pittoresk.
Farbenfroh, Kantate.
neuinstrumentiert 1889/90, aufgeführt Lpz. 1891/92.
Op. 21- 1878-1881 Drei symphonische Tongemälde, für Orchester. Tragödie „Polyeuct": Nach dem Drama Polyeucte 1642 v. Pierre Corneille (1606-1684, Jura studiert), Dichter, Gründer der frz. Tragödie. Es schildert das Leben des Märtyrers Polyeucte de Mélitène gest. 259.
Nr. 1. Ouvertüre.
Nr. 2. Paulinens Traumgesicht.
Nr. 3. Feier im Tempel Jupiters.
Aufgeführt 1889, Lpz. 1891/92.
Op. 22 Grabgesänge, ein Zyklus von sieben Liedern:
1. Grafbloeme: Daar bloeit op het graf een vergeetmijniet (Grabesblume: „Da blüht auf dem Grab ein Vergißmeinnicht").
2. Raven: Gij zijt gestorven (Raben: „Du bist gestorben").
3. Avond: Wij zaten, 'thert, vol wonne (Dämmerung: „Wir saßen voller Wonne").
4. Begrafenis: In eenen donkeren zomernacht (Leichenfeier: „In einer dunkelen Sommernacht").
5. Schoonslaapsterken: En'k heb U in een droom gezien (Schönschläferin: „Ich hab' dich jüngst im Traum geseh'n").
6. Dooden-Verloving: Hou op, hou op met slapen (Brautfahrt: „Erwach', erwach', du Holde").
7. Die Toten reiten schnell: „Wer sprenget so spät" (Wie draaft daar zoo laat).
Op. 23 Alleluia: Inveni David servum, Graduel du Comun d'un Martyr Pontife.
Op. 23 Sonate.
Op. 24 Cantique de Première Communion (Eerste Comunielied).
Op. 25 – 1883 Vlaamsche Stemme: Vlaamsche Stemme laat met helderheid en klemme.
Aufgeführt 1882, Lpz. 1884-88.
Op. 26 Te Deum laudamus, Dankeshymne,
Op. 27 Der 6. Psalm: „Heere, straf' nicht ohn'Erbarmen!"
Op. 28 Wehmut:
1. Le Vase brisé: Le vase où meurt cette verveine (Gebrochenes Blumenglas : „Im Blumenglase welkt die Rose").
2. Réponse : Oui ! Sous le choc que nulle trace (Antwort: „Ja! von dem Sprunge den noch heute").
Op. 29 Sonate.
Op. 30 Hochzeitsmarsch.
Op. 31 Drei Motetten zu Ehren der heilige Jungfrau:
1. Ave Maria.
2. Regina coeli.
3. Ave Regina coelorum.
Op. 32 – 1885 Bunte Blätter, 6 Klavierstücke:
1. Marsch.
2. Scherzino.
3. Allegretto.
4. Menuett.
5. Apprassionate.
6. Adagio.
Aufgeführt Lpz. 1885.
Op. 33 Sechs geistliche Gesänge (Geestelijke Gezangen)
1. Jesu, wijs en wonder machtig (Jesu mild und wundermächtig).
2. Klaar bloed en loater wonden (voll Blut und lauter Wunden).
3. ‚k Lagter aarden en'k aanbad und dich anbetend lag im Staub ich.
4. 't Pardoent, en op de klokke slaat (Wach auf! denn bei der Glocke spricht).
5. Heer, mijn hert is boosen schuldig (Herr, ich bin ein arger Sünder).
6. Caecilia, weledel maagd (Cäcilia, du Jungfrau mild).
Op. 34 Sechs Marienlieder für Haus und Konzert:
1. Beevaertlied: Maria, milde en mach