Edelmetalllegierungen für die Zahnmedizin
Edelmetalle sind Metalle, die eine besondere Korrosionsbeständigkeit aufweisen. So manches
Edelmetall wird bereits seit dem Altertum verwendet, um Schmuck oder auch Münzen daraus zu fertigen. Dazu zählen mitunter Gold oder Silber, die neben den Platinmetallen zu den klassischen Edelmetallen gezählt werden.
Edelmetalle zeichnen sich weiters dadurch aus, dass zahlreiche ihrer Verbindungen thermisch unstabil sind. Im physikalischen Sinne werden nur Silber, Gold und Kupfer als
Edelmetall angesehen.
Edelmetalle werden sehr vielfältig eingesetzt, so auch bei der Fertigung von Zahnersatz-Varianten. Ob Krone oder Teilprothese: Gold und Silber gehören neben zahlreichen anderen Metallen zu den Werkstoffen, die vom Zahntechniker eingesetzt werden.
Es gibt die unterschiedlichsten Methoden, um fehlende Zähne zu ersetzen. Wenn noch eigene Zähne zur Verfügung stehen, werden oft festsitzende Konstruktionen eingesetzt. Diese werden an den vorhandenen Zähnen befestigt. Besonders bewährt haben sich Implantate. Die Werkstoffe, die für die Herstellung derselben verwendet werden, müssen diverse Anforderungen absolut erfüllen. Sie müssen eine gute Bioverträglichkeit besitzen und auch die mechanische Festigkeit muss den Anforderungen gewachsen sein.
Zahntechniker bzw. Zahnlabore arbeiten in dieser Hinsicht mit Anbietern für Edelmetalllegierungen für die Zahnmedizin zusammen. Zurzeit werden hochgoldhaltige Edelmetalllegierungen als die beste Möglichkeit angesehen, um hochwertige zahnmedizinische Rekonstruktionen von natürlichen Zähnen herzustellen. Edelmetalllegierungen lassen sich besonders gut bearbeiten, weisen eine einwandfreie Bioverträglichkeit auf und verfügen über hervorragende mechanische Charakteristika. Des Weiteren sind sie gut verblendbar und auch der ästhetische Wert kann keineswegs geleugnet werden.
Es gibt diverse dentale Edelmetalllegierungen. Dazu zählen beispielsweise hochgoldhaltige Legierungen, welche derzeiten den höchsten Marktanteil haben. Hochgoldhaltige Legierungen setzen sich aus 70-80 % Gold und jeweils bis 10 % aus Silber und Platin zusammen. Der Rest besteht z.B. aus Kupfer oder Palladium. Goldreduzierte Legierungen, auch als Spangold bezeichnet, kommen in punkto Eigenschaften den hochgoldhaltigen Legierungen sehr nahe. Sie setzen sich aus 50-60 % Gold, bis 30 % Palladium und bis 30 % Silber zusammen. Der Rest kann z.B. aus Kupfer oder auch aus Nichtedelmetallen bestehen.