Richtig duschen und baden
Es ist erstaunlich, was die Haut alles mitmacht und aushält. Darüber wird leicht vergessen, dass sie ein ausgesprochen zartes Organ ist. Hautpflege ist daher äußerst wichtig. Die äußere Hülle der menschlichen Haut ist eine Mischung aus Fetten und Wasser, die man Säureschutzmantel nennt. Dieser Mantel schützt vor Infektionen, und man kann ihn mit dem pH-Wert chemisch messen. Wird der Haut nun zuviel zugemutet, zum Beispiel durch zuviel Baden, Duschen, Seifen oder durch die Überbenutzung von Pflegemitteln, wie Faltencreme oder
Anti Aging Creme, gerät das natürliche Schutzsystem der Haut aus dem Takt.
Natürlich möchte man gepflegt und sauber sein, doch man kann des Guten auch zuviel tun. Seife oder Duschmittel sollten nur dort eingesetzt werden, wo es nötig ist, also an den Stellen, an denen der Mensch schwitzt. Für den Rest des Körpers reicht oft Wasser pur. Das reinigt und macht natürlich schön.
Einmal täglich duschen reicht. Ideal ist es, erst warm und zum Schluss kurz kaltes Wasser zu benutzen. 3 Minuten reichen völlig aus. Auch fürs richtige Baden gelten Zeit- und Temperaturgrenzen. 10 Minuten tun gut bei einer Wassertemperatur von ca. 37 Grad. Alles andere laugt die Haut nur aus.
Und sogar das Abtrocknen ist wichtig. Denn nach dem Duschen oder Baden ist die Haut aufgequollen, und dadurch öffnen sich die Poren. Trocknet man sich gleich ab, schließen sich die Poren sofort wieder, und halten die kostbare körpereigene Feuchtigkeit. Um die Haut zu schützen, werden gute Bade- und Duschpräparate mit einem pH-Wert hergestellt, der dem Wert einer gesunden Haut entspricht, damit der Säuremantel nicht angegriffen wird.
Zudem soll die Haut dadurch widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse sein. Wo viel Schaum ist, da ist nicht unbedingt auch besonders viel schonende Pflege. Hautfreundlich sind die weißen Kronen auf dem Badewasser nicht. Immer mehr Badezusätze werden ohne Farbstoffe und ohne, oder mit nur sehr wenigen Konservierungsstoffen hergestellt. Das ist für die Haut verträglicher.
Menschen mit trockener Haut und diejenigen, die kein Öl verwenden möchten, sollten zu einem Cremebad als Zusatz greifen. Angenehm sind Duschzusätze, die der Haut auch gleich einen Cremeschutz mitliefern. Dieses automatische Cremen reicht jedoch nur der normalen Haut. Wer trockene Haut hat, sollte mit einer passenden Creme nach cremen. Bei der Auswahl der Körperreinigungsmittel, irritiert oft die Vielfalt und die Anzahl der Produkte. Eine gute Orientierungshilfe bietet Stiftung Warentest oder auch der Ökotest. Die testen und bewerten die im Handel üblichen Produkte nach den unterschiedlichsten Kriterien, wie zum Beispiel Haut- und Umweltverträglichkeit.