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Du und Ich - Gedichte von Rainer Sauer

Autor: revhoros | Erstellt am: 11.08.2010 | Gelesen: 2760
Kategorie: Geschichten & Anekdoten | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Gedichte die vom Herzen erzählt sind/Du und Ich, Heiliger Kral Gefäß der Liebe, Das Leben stillt mich mit süßer nahrhaft Liebesmilch, usw

1.
Du und ich
Wir zwei
In unserem Innern eins
Niemals getrennt
In Ewigkeit verbunden
Du und ich
Ein Pulsschlag
Vereint in unseren Herzen
Eine Seele
Liebende für immer
Du und ich.

2.
Ich betrete ein Haus
Es ist leer
Ich schreite durch die Flure
Schaue in die Räume
Leere, nichts als Leere
Wo bin ich?
Ich gehe weiter, höre ein Rufen
Es ruft mich herbei, wie mir scheint vom Fundament
Es kommt erschallend aus der Tiefe
Ein auffordernd', ein singend' Signal von unten
Ich gehe hin
Öffne den Raum
Finde mich auf
Ich erkenne mich
Es ist da, was lange Zeit vermißt
Süße Traurigkeit brüllt in mir nach Vereinigung
Unsagbare Wellen der Freude
Machen meinen Herzschlag zu lautem Dröhnen
Ich gebe mich der Sehnsucht hin
Ich umarme mich, von Liebe erfüllt
Schwimmend im Liebes-Quell
erkenne ich mich und dich
Endlich, ich bin daheim.

3.
So nah wie du ist mir kein anderer
So unbedingt und ewiglich du in mir ruhst
Mehr ich du bist als ich selbst es bin
Es gibt kein Leugnen, du bist ich, ich bin du
Kein Ding an deiner Seite steht
Denn alles in deinem Raume wohnt
Jedes wir, aus einem einzig' Ich geboren
Hat Ursprung und ewig' Zuhause in dir.

4.
Wahrhaftigkeit, Tür des Himmels
Dein Schlüssel ist das pure Sein
Öffne dich und laß mich spüren
Den Wind des Lebens
Des Paradieses süßer Schein
Hier und jetzt ist das wahre Leben
Hier berührt mich die Milde des Friedens
Der Liebe wahre Gesichter sind erbeten
Breite aus der Liebe Landschaft!
Und ich tauche ein.

5.
Daß ich mich wohlfühl
Ist mein Verlangen
Als Lehrling des Lebens
Ich selbst mein Wohle erlange
Meisterlich kann ich dieses sein
Wenn wohle ich bin im Unwohlesein
Den Ist-Zustand angenommen
Kann ich im Jetzt verweilen
Nichts ändern müssen
Entsag ich mich dem Eilen
Als Meister erwarte ich in Ruh'
Geduldig immerzu
Das Unangenehme, das Unerfreuliche
Weil es sich mir als Bote des Glücks
Wohlgesinnt zu erkennen gibt.

6.
Das Leben stillt mich mit süßer nahrhaft Liebesmilch
Was macht sie nur säuerlich?
Was macht sie bloß bitter?
Was ist dies, was es mir so schwer macht,
mich an dieser Liebes-Brust zu laben?
Was hält mich zurück, die Süße des Lebens zu kosten?
Bin ich es?
Köstlich Leben verzeih meine ständig Klage
Gänzlich falsch gerichtet an dich
Ich war es immer, bei letzter Befragung
der sich deiner Liebe Zuneigung entzog.

7.
Das Männlich' weiß allzu oft und allzu gut
Genauestens, was es will
Muß oft nach peinlich' Suchen
Finden, daß auch dies, gesucht, gefunden
Ein Relatives ist
Das Weibliche möcht' im Gegenteil nicht selten
Nicht wissen, was des weiblich Wissen ist
Und muß vom Leben aufgeklärt sich eingestehen
Daß da vieles Wissen schon vorhanden ist
Männlich' Sicherheit gelockt vom Stolz
Landet leichtfüßig im Unterholz
Auf des Geistes Lichtung findet es sich dann
Wenn Weibliches ihm erklang
Wenn Männliches empfänglich wird, losgelöst vom Drang
Wird Männliches stark und meisterlich
Angewendet auf jeglichen Belang

8.
Auch das Weibliche, dem Wissen gegenüber scheu
Kann Männliches, bejahend gebraucht
Selbst werden, auf weiblich Arte neu
In der Lage wissend schaffend, sich verstehend
Kann es dann willentlich mit Gewissen gehen
In sich die weiblich eigene Wahrheit Pracht
Sich schnell zum Führer und Berater macht
Wenn männlich weiblich stärkt
Weiblich männlich fruchtet
Ist des Menschen göttlich Macht entlockt
Vereinigung der Kräfte gefunden
Einheit, die er suchte
Ist der Stolz zu Wissen gebändigt
Die Furcht zu Wissen beendigt
Kann in Demut und mit gebürtigem Recht
Des Schöpfers Kraft genutzt
Sinnvoll, liebend, echt
Wahre Kraft entsteht eben nur, das will ich meinen
Wenn scheinbar Gegenkräfte sich vereinen.

9.
Heiliger Gral, Gefäß der Liebe
Mutter, die ihr Kind trägt
Göttin, die Erde gebiert
Heiliger Gral, des Menschen Körper
Beinhalter des Bewußtseins
Heiligen Geist du ausschüttest
Wo immer du bist.
 
 
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