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Dornröschen von der Mosel

Autor: findur | Erstellt am: 02.06.2010 | Gelesen: 644
Kategorie: Reisen - Urlaub & Tourismus | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - An der Mosel gibt es viele malerische alte Burgen

Dornröschen der Mosel
Dornröschen der Mosel
Die Winneburg hatte nicht so viel Glück wie die Reichsburg Cochem. Auch sie wurde von den Franzosen zerstört. Heute kann man nur die Ruine der Burg besuchen. Sie liegt ein wenig einsam auf einer Anhöhe. Von hier aus kann man die stolze Reichsburg gut sehen. Ein schönes Erlebnis ist auch die Fahrt mit der Sesselbahn. Sie trägt die Besucher bequem hinauf zum Pinner Kreuz. Außerdem bietet sich wieder eine Schifffahrt an. Diesmal soll es nach Beilstein gehen. Unterwegs hat man wieder die Gelegenheit, eine Schleusendurchfahrt zu erleben. Das Örtchen nennt sich gerne „Dornröschen der Mosel".

Es ist ein wirklich malerisches Örtchen und mit dem historischen Ortszentrum aus hübschen Fachwerkhäuschen und gepflasterten Plätzen erinnert es ein wenig an Rotenburg. In der Klosterkirche St. Joseph beherbergt die Schwarze Madonna, die eine wahre Odyssee hinter sich hat und ursprünglich aus Spanien stammt. Auf einem steilen Berg über Beilstein steht die Burgruine Metternich. Auch hier ist es den französischen Truppen zuzuschreiben, dass nur noch Überreste erhalten sind. Wer Glück hat, besucht die Burgruine gerade dann, wenn eines der Burgfeste stattfindet. Die Stadt hat einige weitere Baudenkmäler, die man bei einem Rundgang bestaunen kann. Beispiele sind das Zehnthaus am Marktplatz, der einstige Metternichhof, das Karmeliterkloster oder der Stadtmauerbogen. Von Beilstein aus kann man weiterwandern über den Moselhöhenweg nach Treis-Karden. Hier lernt man im Stiftsmuseum viel über die 2000 Jahre alte Geschichte des Ortes.

Neben Fundstücken aus der keltischen und der römischen Zeitgeschichte befinden sich auch fränkische Exponate in den Ausstellungsräumen. Hinauf auf den Martberg, der ein antikes Zentrum altertümlicher Religion war, fährt ein Pendelbus. Die Treverer, ein Stamm der Kelten, siedelten sich auf dem Berg bereits 100 Jahre vor unserer Zeitrechnung an. Die Römer machten daraus einen Tempelberg. Im Archäologie-Park auf dem Martberg kann man sich auf die Spuren dieser Völker begeben. In Moselkern bei Treis-Karden steht das historische Rathaus. In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde es als Gemeindehaus mit einer stattlichen Höhe von 14 m errichtet. Bis heute wieder der Bürgermeister seine Amtsstube dort einrichten konnte, diente es vielerlei Zwecken. Notkirche, Armenhaus und Schule sind nur einige Beispiele. Im Urlaub in einer Ferienwohnung an der Mosel kann man nach einer Führung durch das Haus fragen.

Andreas Mettler
 
 
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