Ein Prosit auf 25 Jahre Dampfe! Martin Grahl und Karin Prengel haben im Jubiläumsjahr gut Lachen.
„Glück auf" und „herzlich willkommen" heißt es in der Dampfe. Schon an dieser Begrüßung zeigt sich, wie eng die Dampfe mit der Ruhrgebietstradition verbunden ist. In diesem Jahr feiert der Gastronomiebetrieb 25-jähriges Jubiläum. Im Juni vor zehn Jahren übernahm Martin Grahl die Leitung der Dampfe und freut sich nun über den Doppelgeburtstag.
Die Wurzeln der „Dampfe" reichen bis 1895 zurück. Ende des 18. Jahrhunderts wurde in der Brauerei an der Heinrich-Brauns-Straße die erste Dampfmaschine aufgestellt. Eine Revolution in der Brautechnik. Mit Hilfe der Dampfmaschine war es möglich, die Temperatur unter der Würzpfanne präzise zu regeln und somit eine konstante Qualität des Bieres zu ermöglichen. Stolz nahm man die damals hochmoderne Brauweise auch in den Namenszug auf und nannte sich „Stern und- Dampfbierbrauerei". Als 1984 der Gastronomiebetrieb der Hausbrauerei eröffnete, setzte man die Tradition auch namentlich fort. In der „Dampfe" lebt ein Stück Ruhrgebietskultur weiter – allerdings mit einem zeitgemäßen Gastronomiekonzept. Das führte der Hotelwirt und gelernte Koch Martin Grahl vor zehn Jahren ein und entwickelte es kontinuierlich weiter.
„Wir haben immer wieder flexibel auf die sich verändernden Ansprüche unserer Gäste reagiert. Auf diese Weise gelingt uns der Spagat zwischen Tradition und moderner Gastronomie", erklärt Martin Grahl. Ein Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit: Um auch beim jungen Publikum mit einem zeitgemäßen Ambiente zu punkten, investierte man in ein komplettes Facelifting des Restaurants inklusive eines neuen Mobiliars. Die ehemalige Fassabfüllung wich einem weiteren Gesellschaftsraum. „Wir haben die Dampfe für das Jubiläum richtig rausgeputzt. Das ist unser Geburtstagsgeschenk für unsere Gäste", erklärt Martin Grahl. Auf die guten alten und die erfolgreichen neuen Zeiten wird mit einem Jubiläumsbier angestoßen.
Die Dampfe ist eng mit der Geschichte der Region verwoben. So ist es nicht verwunderlich, dass sie zum touristischen Ausflugsprogramm der „Tour de Ruhr" gehört, das von Krupp über die Kohle zum Bier in der Dampfe führt. Von Krupp zur Dampfe hat auch Karin Prengel ihren Weg gefunden. Sie gehört in der Dampfe zur Mitarbeiterin der ersten Stunde und war davor Sekretärin bei Krupp. Stahl, Kohle und Bier liegen hier im Revier eben ganz eng beieinander.
Autor: Jens Ole Wilberg, PR:Event:WilbergEckdaten der Borbecker Braugeschichte:- 1895/1896: Gründung der Schlossbrauerei Marx & Co. Errichtung des alten Sudhauses, der Lagerhalle und des Malzturms. Aufstellung der ersten Dampfmaschine. Diese Gebäude entlang der Heinrich-Brauns-Straße in Essen-Borbeck werden heute als Maschinenhaus genutzt.
- 1905: Errichtung des neuen Sudhauses sowie der neuen Kellergebäude. Einbau einer größeren, leistungsfähigeren Dampfmaschine.
- 1908: Fertigstellung der Dampf-Bierbrauerei als „Rheinisch-Westfälische Brauerei Aktiengesellschaft Essen"
- 1928: Fusion der „Essener Bürger-Bräu Aktiengesellschaft" mit der „Kronen-Brauerei H. Elshorst" zur „Kronen-Brauerei AG Essen Borbeck"
- Ab 1982: behutsame Renovierung nach den alten Plänen. Instandsetzung der alten Sudwerke. Einbau der Gastronomie in die alten Lagerkeller.
- Ab 1983: Errichtung von Gartenwirtschaft und Bierhalle. Erster Sud nach den alten Rezepten. Richtfestfeier im Herbst.
- 1984: Eröffnung des Gesamtkomplexes.
- 1992: Einbau der Braustube der Stern-Brauerei in Borbeck.
- 2003: Neurenovierung des Festsaales.
- 2009: Jubiläum – 25 Jahre Dampfe
Zahlen und Fakten:Gastronomie 1200qm
Festsaal 600 qm für bis zu 750 Personen
Terrasse 400 Plätze
Biergarten 800 Plätze
57 Mitarbeiter
Dampfe, Heinrich-Brauns-Str. 9-15
45355 Essen, Tel.: 0201/63007-0
info@dampfe.de,
www.dampfe.de