Erfolg ist lernbar
Disziplin
(von lateinisch disciplina ‚Lehre', ‚Zucht', ‚Schule') bezeichnet Wir sprechen in unserer heutigen Welt viel von „Spaßgesellschaft". Gerade die Jugend will „Spaß haben". Sie wollen Partys feiern,ausgehen, shoppen und wenn man sie auf dem Begriff „Disziplin" anspricht, kommen Antworten wie, „Das sind doch olle Kamellen ", oder sie stempeln es als „altbacken", „unmodern" ab. Für viele ist "Disziplin" nicht gerade etwas Positives. Ihnen kommen Assoziationen wie
- Militärdrill,
- Kadaver gehorsam,
- Anstrengung,
- kein Spaß,
- Strenge,
- Härte,
- Strafen
- usw. in den Sinn
Aber ist Disziplin wirklich so etwas?
Hat Disziplin nicht auch was mit Fairness, Anständigkeit und Moral zu tun?
Ich meine jetzt nicht die Disziplin, wie sie zB beim Militär herrscht. Wo Befehle ausgeführt werden müssen.. Ob sie einem nun passen oder nicht.
Ich meine die „Selbstdisziplin"
„Selbstdisziplin oder Selbstbeherrschung bezeichnet ein stetiges und eigen kontrolliertes Verhalten, das einen Ordnungszustand aufrechterhält oder schafft, indem es Anstrengungen aufwendet, die den vorherrschenden individuellen oder äußeren Ablenkungen von einer einzuhaltenden Zielvorgabe entgegenwirken". Soweit Wikepedia.
Sich selbst überwinden, um etwas zu tun, was einem unangenehm ist. Das hat auch was mit Psychologie zu tun. Seine Schularbeiten machen zB. Bevor man zum spielen geht. Eine bestimmte Arbeit zu verrichten und sie nicht auf die lange Bank schieben. „Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute", hat meine Mutter immer gesagt, wenn es etwas zu tun gab. Und genau das trifft den Nagel auf den Kopf.
Wer kennt es nicht? Da geht man mit Feuereifer an eine Sache heran. Nach den ersten Start, lässt kurze Zeit später der Elan nach und man schiebt alle noch anstehenden Aufgaben vor sich her und werden nur noch halbherzig erledigt. Disziplin ist also nichts, was allumfassend sein muss, sondern wir können punktgenau diszipliniert sein, wenn wir z.B. ein Ziel erreichen oder ein Projekt beenden wollen.
Das Elternhaus hat auch viel mit Disziplin zu tun. Wenn man zB. in seiner Kindheit erlebt hat, was es heißt „undiszipliniert" zu sein, der kann als Erwachsener Schwierigkeiten mit Disziplin haben und will sich von keinem mehr etwas sagen lassen. Wer einen Chef hat, der sehr pingelig ist und Wert auf Disziplin legt, der kann das Wort bald nicht mehr hören. Selbstdisziplin hat etwas mit Macht zu tun. Mit der Macht über seinen eigenen Willen.
Was macht es uns so schwer, diszipliniert zu sein?
Eigentlich alles kann uns von einer Aufgabe abhalten, sie sofort und ohne zögern auszuführen. Ach, die Blumen müssen ja noch gegossen werden. Ich wollte ja noch einkaufen gehen. Nach den eMails muss ich sehen usw. usw. In früheren Zeiten wurde Disziplin als Mittel der Erziehung, von Kindheit an gelehrt.
Natürlich murrte ich, wenn Mutter oder Vater rief und ich etwas tun sollte. Ich wäre viel lieber spielen gegangen. Doch es gab keine Wieder rede. Die Arbeit wurde verrichtet und dann kam das spielen. „Erst die Pflicht, dann das Vergnügen" hieß es. Eigentlich bin ich nicht streng erzogen worden. Doch es war selbstverständlich zu helfen, wenn es was zu tun gab. Pünktlichkeit gehört auch zur Disziplin. Wenn es hieß, um 20 Uhr zuhause zu sein, hatte man zu der Zeit zu erscheinen. Auch in der Schule wurde in gewisser Weise auf Disziplin geachtet. Die Lehrer waren Respektspersonen. Man achtete sie, auch wenn man manchen für ein A....hielt.
Später in der Lehre ging ich an die Arbeit. Ob ich mich schlecht fühlte oder nicht. Als ich anfing, mit ca. 18 Jahren auf die Rolle zu gehen, (Ich weiß, heute fängt man mit 13-14 J an), wurde auch mal bis in die Nacht durch getanzt oder man saß mit Kumpels beisammen und das letzte Bier war schlecht. Den anderen Morgen einfach liegen bleiben und auszuschlafen war nicht.
„Wer saufen kann, kann auch arbeiten", grinste mein Vater nur. Und ich zwang mich an die Arbeit zu gehen und meinen Job so gut es ging zu erledigen. Man dachte auch nicht darüber nach. Es war halt so. Fing ich etwas an, führte ich es auch zu Ende. So schwer es mir manchmal auch fiel und ich mich „am Riemen reißen musste"
Doch das alles wurde eben zur Normalität.
Ein Versprechen zu halten, war auch Teil der Disziplin. Gab ich ein Versprechen, wurde es auch eingehalten. Es sei denn, etwas Schwerwiegendes kam dazwischen. Ich konnte es nie leiden, wenn einer etwas versprach und es nicht einhielt. Der war für mich unzuverlässig. Und so zog sich Disziplin durch mein ganzes Leben. Ich war immer stolz darauf, etwas durchgestanden zu haben. Auch wenn es unangenehme Dinge waren. Ich konnte in den Spiegel schauen und sagen. „Jaa, ich habs wieder geschafft"
Für mich ist Selbstdisziplin kein MUSS. Es gehört zum Leben dazu.
Und ich bin der festen Überzeugung, das man mit Selbstdisziplin im Leben viel weiter kommt, als sich treiben zu lassen und Dinge die wichtig sind, vor sich her zu schieben. „get nicht, gibt's nicht," ist einer meiner Wahlsprüche. Und das hilft mir auch heute noch. Bei meinem Internet Geschäft zB. Wo es auch um Selbstdisziplin geht. Wer gleich am Anfang die Flinte ins Korn wirft, keine Ausdauer und Durchhaltevermögen besitzt, der wird es sehr schwer haben.Oder es zu gar nichts schaffen. Fleiß Zielstrebigkeit, Ausdauer und Selbstdisziplin werden sich immer lohnen. Egal welchen Job man tut. Auch wenn man mal Niederlagen erleiden muss. Man hat aber sein bestes gegeben. Und dann hat man auch Erfolg.
Ralph Pape