Artikel-Recherche: Titel Beschreibung   Erweiterte Suche

Diskriminierung: Legasthenie und Dyskalkulie als Beleidigung!

Autor: PR4YOU | Erstellt am: 28.07.2011 | Gelesen: 647
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: Unbewertet
PDF Erstellen PDF Erstellen | Drucken Drucken | An Freund Senden Versenden

(Online-Artikel.de) - Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) bedauert, dass zur Verunglimpfung von Politik und Politikern die Presse Legasthenie und Dyskalkulie als Synonyme für Inkompetenz benutzt.

"Eigentlich sollte man Beiträge, in denen Legasthenie und Dyskalkulie als Beleidigung genutzt werden, unbeachtet beiseite legen. Es ist aber sehr bedauerlich festzustellen, dass die Presse der Politik bzw. den Politikern immer eine Legasthenie oder Dyskalkulie bescheinigt, wenn es um Themen geht, bei denen Fachkompetenzen angezweifelt werden", kritisiert Christine Sczygiel, Bundesvorsitzende des BVL.

"Wir erhalten nach aktuellen Pressebeiträgen, die zur allgemeinen Belustigung - wie jetzt zur Plakataktion der CDU mit "C wie Zukunft" - eine Vielzahl von Anrufen von Betroffenen, die diese Diskriminierung bzw. Verspottung einfach nicht mehr ertragen können und den BVL bitten, etwas dagegen zu unternehmen", sagt Sczygiel.

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) engagiert sich seit 1974 dafür, dass Menschen mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie mehr Akzeptanz und Toleranz in unserer Gesellschaft erfahren. In Deutschland sind ca. 8 Millionen Menschen von Legasthenie oder Dyskalkulie betroffen. Beide Teilleistungsstörungen haben keinen Einfluss auf die allgemeine Begabung der Betroffenen, auch hochbegabte Menschen können betroffen sein. Werden die Belange der Betroffenen in Schule, Ausbildung und Beruf beachtet, gibt es keinerlei Beeinträchtigung in der Fachkompetenz. Bis heute ist es allerdings immer noch eine große Herausforderung für diese Menschen, einen begabungsgerechten Bildungsabschluss zu erreichen, da auch in den Schulen häufig noch die Meinung vorherrscht, wer nicht richtig lesen, schreiben oder rechnen kann, der kann auch kein Abiturzeugnis erhalten. Der psychische Druck, der auf den Betroffenen lastet, weil ihr Handicap in den Vordergrund gestellt wird, zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben. Dass eine fachkompetente Förderung fehlt, hat zur Folge, dass es oftmals große Misserfolge gibt.

"Im Grundgesetz steht, dass Menschen nicht diskriminiert werden dürfen. Nun muss es uns nur noch gelingen, es in den Köpfen der Menschen zu verankern. Leider erfahren wir täglich in unserer Beratungsarbeit, wie weit wir davon noch entfernt sind. Anstatt dafür zu sorgen, dass aus jungen Menschen starke Persönlichkeiten werden, die qualifizierte Berufe erlernen können, machen wir sie psychisch kaputt, weil wir uns über ihr Handicap auch noch lustig machen und daran hat die Presse leider einen großen Anteil", bedauert Sczygiel.

Weitere Informationen zum Thema und zum Bundesverband Legasthenie und
Dyskalkulie e.V. sind im Internet unter www.bvl-legasthenie.de abrufbar.

Weiteres Pressematerial zu dieser Pressemitteilung:
Sie können im Online-Pressefach schnell und einfach weiteres Bild- und Textmaterial zur kostenfreien Verwendung downloaden:
www.pr4you.de/pressefaecher/bvl

Firmenbeschreibung
Über den Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V.: Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. besteht seit über 30 Jahren und ist eine Interessenvertretung von Betroffenen und deren Eltern sowie von Fachleuten (Pädagogen, Psychologen, Ärzten, Wissenschaftlern und im sozialen Bereich Tätigen), die sich in Theorie und Praxis mit der Legasthenie und Dyskalkulie auseinandersetzen. Er trägt dazu bei, dass gesetzliche Grundlagen und wissenschaftliche sowie praktische Möglichkeiten der Hilfe in allen Bundesländern geschaffen und verbessert werden. Durch persönliche Beratung, Informationsschriften und Hinweise auf geeignete Literatur sollen die Eltern die Schwierigkeiten ihrer betroffenen Kinder besser verstehen lernen. Der BVL fördert durch wissenschaftliche Kongresse und Veröffentlichungen die Forschung und den wissenschaftlichen Dialog unter Fachleuten aller beteiligten Disziplinen. Durch Informationen und Zusammenarbeit mit den Medien macht der BVL die Probleme der Legastheniker und Dyskalkuliker bekannt. Weitere Informationen zum Thema Legasthenie und über den Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. sind im Internet unter http://www.bvl-legasthenie.de abrufbar.

Firmenkontakt:
Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V.
Annette Höinghaus
Postfach 201338
53143 Bonn

Tel: +49 (0) 4193 96 56 04
E-Mail: presse@bvl-legasthenie.de
Web: www.bvl-legasthenie.de
PR-Kontakt:
PR-Agentur PR4YOU
Holger Ballwanz
Schonensche Straße 43
13189 Berlin

Tel: +49 (0) 30 43 73 43 43
E-Mail: h.ballwanz@pr4you.de
Web: www.pr-agentur-gesundheitswesen.de

 
 
Geno Sponsoring
Social Bookmark

Artikel Bewerten:  Schlecht Artikel ist Schlecht 1 2 3 4 5 Artikel ist Sehr Gut Sehr Gut  
Zuletzt gelesene Artikel in der Kategorie Gesundheit - Medizin & Chirurgie:
Eigencoaching in 21 Tagen!
Lachgassedierung zur Patientenberuhigung
High Heels fördern Krampfadern
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM): Erfolg durch neutralen DIN-Standard
Leibesübungen für Stress-Management: Ein wichtiger Ingrediant in einem Wellness
Schonende Einzelhaartransplantation
Deutschland ist Hochrisikoland für Diabetes
Platzwunde - die wichtigsten Tipps bei Platzwunden

comment Kommentare von Besucher !

Gepostet von Franz Josef Neffe am 27.12.2011
Legasthenie und Dyskalkulie sind doch ein Synonym für Inkompetenz. Seit dem KMK-Beschluss von 1978 wird Legasthenie bei uns gefördert und heute werden mehr als doppelt soviele Fehler wie damals geschrieben. Wenn das kein Zeichen für Inkompetenz ist, dann weiß ich nicht.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer stimme ich der Lehrerin H.Prem zu, die stets deutlich sagte: "Legasthenie ist kein Lernproblem sondern ein Lehrproblem." Die Lehrer können es nicht lehren, das ist der springende Punkt. Ja. viele können es noch niucht einmal selber richtig lernen - wir brauchen nur einmal die Lehrerschrift konkret zu untersuchen.
Davon dass man in einem Verband die Probleme, die man nicht lösen kann, immer wieder hin und her schiebt, sinkt nur weiter das Niveau. Ich finde es sher viel interesanter, richtig schreiben zu lehren. Lehren = ein Beispiel für erfolgreiches Lernen geben.
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe







Top | rss   
Designed by A2D Webdesign Agentur | Media-Netzwerk: MyPress World | MyPress DE | MyPress CH | MyPress AT | Online Article
OA-Services: Online PR-Blog | Webreporter | Know-How | Jobs & Stellenanzeigen | Presseportal | News | Branchenbuch

Copyright 2008 © Art2Digital InterMedia Solutions | ICRAchecked | Creative Commons License.