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Digitalisieren von Fotos, Dias, Negativen

Autor: scancorner | Erstellt am: 21.07.2011 | Gelesen: 574
Kategorie: Internet & Multimedia | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Warum und wie alte Fotos, Negative, und Dias digitalisiert werden können

Persönliche Erinnerungen digitalisieren
Persönliche Erinnerungen digitalisieren

Wer lagert nicht noch alte Fotos, Dias oder Negative zu Hause – Erinnerungen, die nur noch selten hervorgeholt werden. Es gibt gute Gründe, diese alten Bilder zu digitalisieren.

Wozu digitalisieren?

Analoges Bildmaterial ist anfällig für Verschlechterungen mit der Zeit. Negative, Dias, und Fotos verblassen und können sich durch chemische Reaktionen farblich verändern. Außerdem sind sie schon durch das Anschauen mechanischen Einwirkungen ausgesetzt, die zu Kratzern oder Rissen führen können. Es besteht bei Defekten existierender Abspielgeräte die Gefahr, dass keine Ersatzteile/-geräte mehr erworben werden können. Durch Katastrophen (z.B. Hausbrand, Überschwemmung) sowie Folgen suboptimaler Lagerung (Schimmel auf Bildern, in Fotoalben) droht der Totalverlust der eigenen Sammlung.

Im Gegensatz dazu erleidet digitales Material keine Qualitätsverluste durch Lagerung und Anschauen. Das Aufbewahren mehrerer Kopien seiner Bilder lässt sich einfach realisieren, denn digitales Material kann beliebig kopiert und verteilt werden. Darüberhinaus eröffnen sich neue Möglichkeiten. Digitale Bilder können auf PCs und TVs angeschaut sowie per E-Mail, facebook, flickr, youtube, etc. an Freunde verteilt werden. Es lassen sich aus dem digitalen Material auch wiederum Poster und Fotoalben erstellen. Die Suche bestimmter Bilder sowie deren Sortierung wird vereinfacht.

Unternehmen wie bspw. Verlage möchten ältere Ausgaben von Magazinen digitalisieren, um den Inhalt durchsuchbar und im Internet zugänglich zu machen.

Wie digitalisieren?

Das Digitalisieren kann man entweder selbst vornehmen oder von einem Digitalisierungsservice durchführen lassen.

Selbst Digitalisieren

Wer seine Fotos, Dias, oder Negative selbst Digitalisieren möchte, benötigt zunächst die passende Technik. Das Lesen entsprechender Testberichte lohnt sich dabei allemal. Man benötigt u.U. ein Gerät, das sich auch für das Scannen von Negativen und Dias eignet, und keinen herkömmlichen Standard-Scanner. Hier gilt der Qualität wegen, lieber ein bisschen mehr zu investieren, denn Qualitätsunterschiede bei den gescannten Bildern sind auch für den Laien erkennbar. Für gute Digitalisierungsergebnisse ist nachträgliche Nachbearbeitung der Scans ein Muss. Die meistverwendete Software für professionelle Bildbearbeitung kostet den normalen Privatanwender rund 1000 Euro. Allerdings stehen für sehr einfache Bildbearbeitungsaufgaben auch kostenlose Alternativen zur Verfügung. In jedem Fall sollte man als Neuling mit einem gewissen Zeitaufwand zur Gewöhnung an das jeweilige Programm rechnen, bevor man mit der eigentlichen Bearbeitung beginnen kann.

Die benötigte Zeit zum Digitalisieren variiert natürlich von Person zu Person. Man kann den Digitalisierungsprozess aber in Unterprozesse aufteilen und einige Beispielrechnungen anstellen. Zur Vorbereitung kann man bspw. mit einer Minute pro Bild rechnen, zum Scannen selbst mit 4 Minuten, zur Nachbearbeitung 3 Minuten, vorausgesetzt man kennt sich mit seinem Bildbearbeitungsprogramm schon gut aus. Insgesamt macht das also 8 Minuten pro Bild. Dabei ist das Sortieren und Katalogisieren noch nicht inklusive.

Digitalisierungs-Service

Wer einen Digitalisierungs-Service nutzen möchten, sollte einiges beachten, denn auf dem Markt existieren zahlreiche Anbieter. Die folgenden Fragen helfen dabei:

· Welche Scanner nutzt das Unternehmen? Das ist wichtig, weil professionelle Geräte die Grundlage für gute Digitalisierungen sind.

· Werden Bilder automatisch oder von Hand (manuell) gescannt? Manuelles Scannen erlaubt das Einstellen des Scanners für jedes einzelne Bild und somit bessere Ergebnisse.

· Ist die Nachbearbeitung im Preis enthalten und wenn ja welche Leistungen? Wichtig sind hierbei Zurechtschneiden/Drehen, Rote-Augen Entfernung, Farbkorrektur, und Entfernung von Kratzern.

· Wird die Nachbearbeitung für jedes Bild einzeln und von Hand vorgenommen? Jedes Motiv erfordert andere Korrekturen (Farbe, Kratzer, Risse). Nur eine manuelle Bearbeitung kann hervorragende Ergebniss liefern – ein Service der zeitintensiv ist. Die meisten Unternehmen umgehen dies durch automatische Verfahren, ohne dabei die Qualität der manuellen Nachbearbeitung zu erreichen.

· Wie ist der Preis in Anbetracht der Erfüllung oben genannter Kriterien?

Einige Anbieter bieten auch Video- und Audiodigitalisierungen sowie interessante Zusatzdienste an. Beispiele hierfür sind die Restauration stark beschädigter Bilder oder auch die Umwandlung eines kompletten Fotoalbums in ein interaktives Pendant, in dem man per Mausklick blättern und einzelne Bilder vergrößern kann.

Fazit

Das Digitalisieren der eigenen Fotosammlung sichert nicht nur Erinnerungen, sondern eröffnet auch alle Möglichkeiten und Vorteile digitaler Bilder. Seine Bilder selbst zu digitalisieren erfordert eine Anfangsinvestition, viel Zeit, sowie Liebe zum Detail. Professionelle Scanservices können einem die Digitalisierung abnehmen. Bei der Auswahl des Service sollte man genau darauf achten, wie das Scannen und die Nachbearbeitung im Einzelnen durchgeführt werden, um eine gute Qualität zum fairen Preis zu erhalten.

Autor: Erwin Wöber,
www.scancorner.ch

 
 
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