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Digitaler Textildruck, der Fortschritt macht auch vor Textilien nicht halt

Autor: melnikus | Erstellt am: 10.02.2010 | Gelesen: 1432
Kategorie: Wissenschaft - Forschung & Technik | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Der Begriff des Digitalen Textildrucks bezeichnet eine neue Form des Bedruckens von (klar) Textilien.

Das besondere an dieser Art des Textildrucks ist, dass keine Druckform benötigt wird, was in der industriellen Produktion einige Vorteile, aber auch einige Nachteile aufgeworfen hat. Da keine Schablonen mehr hergestellt werden müssen, kann eine Textilproduktion schneller sein als im analogen Verfahren, also eine Zeitersparnis einbringen. Je nachdem welches Material Verwendung findet, ist es auch möglich durch das Weglassen von Wasch- und Fixierbädern Kosten zu sparen (Wasser- und Energieersparnis)

Das Prinzip, nach dem die Farben erzeugt werden, unterscheidet sich kaum von dem eines handelsüblichen Digitaldruckers. Hierbei werden die Farben direkt aus den zur Verfügung stehenden „Prozessfarben" gemischt. Der Unterschied besteht in der Menge der Farben. Wo ein typischer Digitaldrucker nur 4 Farben (CMYK) hat, werden beim digitalen Textildruck 6 oder mehr Farben verwendet, um das Spektrum der druckbaren Farben zu vergrößern. Viele der neueren Textildrucker arbeiten mit den Grundfarben: Cyan, Magenta, Yellow, Black, Light Magenta und Light Cyan. Allerdings sind auch Drucker mit bis zu 12 Farben nicht unüblich.

Natürlich werden im digitalen Textildruck nicht die gleichen Tinten verwendet, die man beim Papier-Drucker zuhause findet. Je nach Material erfordert der Drucker spezielle Tinte. Im Folgenden wollen wir kurz drei Tintenarten und ihre zugehörigen Materialien nennen. Reaktivtinten finden besonders bei Naturfasern und so genannten CEL-Regeneratfasern Verwendung. Hier wird nach dem Drucken eine Wasserdampfbehandlung und eine saure Nachwäsche benötigt.

Säuretinten sind für tierische und bestimmte synthetische Fasern geeignet. Obwohl sie als „Gegenstück" der oben genannten Reaktivtinten bezeichnet werden, müssen auch sie wie diese mit Wasserdampf fixiert werden, benötigen danach aber eine basische (alkalisch) Wäsche.

Pigmenttinten werden dazu verwendet, die Pigmente in die Fasern zu drucken. Sie eignen sich dadurch für nahezu alle Faser- und Gewebearten die einen Baumwoll-Anteil aufweisen. Die Pigmente werden für den Bereich des Textildrucks besonders fein gemahlen, um eine einheitliche Größe zu bekommen. Dies hat den positiven Effekt, dass die Düsen beim Druck nicht verstopfen.

Trotz der enormen Möglichkeiten und Ersparnisse des digitalen Textildrucks, gibt es einige Probleme, die bei dieser Technik erst noch ausgemerzt werden müssen. Trotzdem wird an dieser Technik weiter geforscht und schon bald könnte sie den klassischen Textildruck ablösen.
 
 
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