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Dieter Behlinda übt Kritik am Wandel des Musikmanagements

Autor: dreamlive | Erstellt am: 11.05.2008 | Gelesen: 1551
Kategorie: Musik - Kino & Entertainment | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Zwei Generationen der Musikszene treffen aufeinander!

Dieter BehlindaDieter Behlinda übt Kritik am Wandel des Musikmanagements


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Abgesehen von einer guten Stimme und ein gutes Talent, …was benötigt ein junger Mensch zum großen Erfolg in der Musikszene? Die Antwort darauf wird in allen Superstarsendungen oder sonstigen Talentshows die Gleiche sein. Aber warum stört es niemanden, dass ausgerechnet, die die am weitesten von ihren eigenen Erfolgen entfernt sind, auch das Brot über den Begünstigten brechen und den Markt traktieren. Welche Tätigkeitsfelder sind von unabhängigen Managern zu bearbeiten?

Ralf Deutschkron besuchte Deutschlands bekanntesten Musikmanager Dieter Behlinda, um zu erfahren wie man die Probleme in der Musik von Seiten des Managements beseitigt.

Der Empfang war herzlich. Deutschkron wusste nicht welche Persönlichkeit auf ihn wartete. Nach einem kurzen Läuten öffnete Dieter Behlinda die Tür. Er bat Ralf Deutschkron hinein der sich neben Dieter Behlinda auf die Couch setzte.

Deutschkron: Ich war wie versteinert. Mir zitterten die Knie, denn neben mir stand der große Dieter Behlinda, den ich nur aus unzähligen Telefonaten kannte. Er war immer noch um die 1.9 Meter groß.

Behlinda: „Mein Autor hat schon viel über Sie gesprochen. Darum freue ich mich Sie jetzt persönlich begrüßen zu können."

Deutschkron: „Das freut mich sehr. Peter Rentzsch ist seit zwei Jahren ein fester Bestandteil in unserem Haus. Wir vertreten seine Interessen in den Medien und managen auch seine Liveevents. Zurzeit bereitet er sich auf ein neues Album vor. - Herr Behlinda, wie kann es sein, dass Sie nach zwei schweren Schlaganfällen und den Herzinfarkt dazwischen, so gut sprechen können?"

Behlinda: „Das habe ich mir durch die Arbeit mit meinem Autor Peter Rentzsch antrainiert. Er war vier Jahre lang Tag und Nacht für mich da, wir gingen mein Leben durch und spielten an den unterschiedlichsten Plätzen die Stationen meines Managements durch."

Deutschkron: „Kann man sagen, dass die Arbeit mit dem Buch eine Therapie war?

Behlinda: „Ja auf jeden Fall! Aber was wollen Sie von mir wissen? Fragen Sie, legen Sie los!"

Deutschkron: „Was muss ein junger Mensch heute tun um als Sänger richtig Erfolg zu haben?"

Behlinda: „Wichtig ist vor allem, dass der Künstler authentisch ist. Ich weiß nicht ob man heute zu Authentisch das aussagt was man früher meinte? Ich meine, er darf sich nicht verbiegen lassen, nur weil, wie zu erwarten die Hierarchie der Juroren zählt. Sie spielen sicherlich auf DSDS an? Da kann ich Sie beruhigen, richtige Künstler kommen selten aus diesem Haus. Die guten Sänger fallen vom Casting zum Beginn zurück, wo sie hergekommen sind und starten wenn sie die Kraft noch haben erneut durch, aber allein. Das Ergebnis sieht dann eher wage aus, weil die Message über das Fernsehen verbreitet wurde, ‚dass sie versagt haben'. Da fragt niemand mehr warum!"

Deutschkron: „Kann man dann sagen, dass es sich nicht lohnt zu einem Casting zu gehen?"

Behlinda: „Das haben Sie jetzt aber falsch verstanden! Ich sagte damit, dass sie verdammt gut sein müssen, wenn sich die Sänger oder Sängerinnen dort anmelden. Der Zweite ist eben der Verlierer, und das sehen dann mehr Menschen in ihrer Glotze, mehr als er je an Fans haben wird. Thomas Godoj ist so ein Mensch, der die Masse bezaubert."

Deutschkron: „Dann gibt es keine andere Möglichkeit als zu solch einem Casting zu gehen?"

Behlinda: „In der Tat ist es schwer ohne solch eine Startrampe, und ich sage Ihnen dazu den Grund. Die Manager in den Plattenfirmen haben nur noch diesen Tunnelblick, sie kanalisieren ihre Interessen auf das Medium Fernsehen. Das war schon früher so, mit dem Unterschied, dass man erst ins Fernsehen kam, wenn man schon berühmt war. Das ermöglichte ein ganz anderes Streben. Damals haben sich die Plattenfirmen auf das musikalische Verständnis der Direktkonsumenten der Musik verlassen und lagen immer richtig. Starallüren und Nachahmungstriebe, sind keine verlässlichen Marktparameter!"

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comment Kommentare von Besucher !

Gepostet von Bernd Nitsche am 18.05.2008
Da brat mir einer n´en Storch. Dieter Behlinda ist wieder Da???
Und dann mit einen so knaller Artikel. Respekt, denn wie kann man dieses Thema in solch kurzer Fassung komplett abhandeln.

Natürlich hat der Manager Behlinda recht, das sieht man doch an DSDS, nicht dass es Godoj nicht verdient hat zu gewinnen, wenn dann nur er. Was ich sagen will, ist, dass die Problematik in den vielen Telefonaten liegt, die jeder für den Castingsänger verrichtet. Vielleicht sieht es die CDindustrie nicht so klar wie Dieter Behlinda. Nicht wahr???







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