Informationen über Stiftungen, hier die ZEIT-StiftungEbelin und Gerd Bucerius Gerd Bucerius sah seine Aufgabe in der Förderung von Bildung, Wissenschaft und Kultur, als er 1971 der ZEIT-Stiftung den Anstoß gab. Mit dem Namen „ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius" setzte der damals 65-jährige nicht nur seinen eigenen guten Namen für die Stiftungsarbeit ein. Auch die von ihm mitbegründete Wochenzeitung „Die ZEIT" und der Spitzname seiner zweiten Ehefrau waren Namensgeber. Drei inhaltliche Schwerpunkte galten für den berühmten Verleger, CDU-Politiker und ehemaligen Juristen dabei als Hauptanliegen. Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur sowie Bildung und Erziehung sollten durch das Stiftungsvermögen gefördert werden. Während der Jahre 1971 bis 1997 konnte die Stiftung unter der Leitung Bucerius', beziehungsweise seiner Frau, beachtliche 90 Konzepte und Programme mit rund 15 Millionen Euro unterstützen. Nach dem Tod von Bucerius im Jahr 1995 und dem seiner Frau zwei Jahre später, fiel der gesamte private Nachlass der Eheleute der Stiftung zu. So konnte sich die ZEIT-Stiftung bis heute zu einer der größten privaten Stiftungen weiter entwickeln. Mit einem aktuellen Stiftungskapital von 725 Millionen Euro und einem Förderbudget von 24 Millionen Euro ist eine immense Kapazität an Förderleistung möglich geworden. In der Anfangsphase wurden zunächst Programme für Studentenaufenthalte in den USA und zur Unterstützung heimischer Hochschulen ins Leben gerufen. Stipendien aus dem „Gerd Bucerius-Juraprogramm" griffen gezielt Jurastudenten unter die Arme, die sich als besonders qualifiziert zeigten. Kunstförderung betrieb die Stiftung damals vor allem in Hamburg, der Wahlheimat des Stiftungsgründers, indem sie intensiv die dortige Literaturszene unterstützte. In späteren Jahrzehnten dehnte sich der Wirkungskreis zunehmend aus und entwickelte sich zu dem Großprojekt, das es heute darstellt. Das Spektrum der ZEIT-Stiftung ist breitgefächert und führt in alle Sparten von Bildung, Kultur und Wissenschaft. So wurzeln beispielsweise das Hamburger „Bucerius Kunst-Forum", das „Bucerius LERN-WERK Lesen" oder der „Gerd Bucerius-Förderpreis Freie Presse Osteuropas" in der Stiftung ihres Namensgebers. Seit dem Tod des Stiftungsgründers Bucerius und seiner Ehefrau wird die ZEIT-Stiftung von Michael Göring, selbst über lange Jahre in der Hochschulförderung der Stiftung aktiv, als geschäftsführendem Vorstand weiter geleitet. 32 hauptamtliche Stiftungsmitarbeiter sorgen für die Umsetzung der damals gesetzten Ziele, ganz nach dem Stiftungsmotto: Wissen fördern - Kultur bereichern - Chancen eröffnen.