Die Finanzkrise ist noch nicht vorüber. In diesem Punkt sind sich Wirtschaftswissenschaftler und Politiker einig. Doch darüber, wie man am Besten aus der Krise kommt herrscht Uneinigkeit. Auch die Meinung in der Bevölkerung ist geteilt. Die Bürger verstehen nicht warum man Opel retten will und Quelle kaputt gehen darf.
Opel retten?Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist die Rettung Opels nicht sinnvoll. Der Staat darf nicht in die Wirtschaft eingreifen. Gerade in der Automobilindustrie herrsct Überproduktion. Dass da ein Autobauer verschwindet wäre für den Markt gut. Und Opel wird da nicht der Letzte sein. Die Sanierung von Opel kostet 3-4 Milliarden Euro. Dafür kann man 2 komplette neue moderne Werke bauen. Statt dessen wird das Geld in eine veraltete Technik gesteckt. Zumal die Zukunft des Automobils auf Benzinbasis eher fraglich ist; aber das ist ein anderes Thema. Und dieses Geld fehlt dann an anderen Stellen wieder. Nun hat sich ja GM gegen Magna entschieden, weil die EU Bedenken gegen die staatlichen Garantien hatte. Die Bedenken hat nun die EU wohl nicht, wenn die einzelnen Länder an den Standorten mit Subventionen helfen wollen?
Der BankensektorDie Banken haben in Deutschland das Schlimmste noch nicht überstanden. Das ist jedenfalls die Meinung von Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo-Instituts. Hier ist die Politik zu blauäugig. Von 170 Milliarden fauler Kredite sind gerade mal 70 Milliarden abgeschrieben. Und die Banken sanieren sich auf Kosten der Wirtschaft, indem Sie das billige Geld der Zentralbank zu teuren Zinsen an die Wirtschaft weitergeben; wenn Sie überhaupt Kredite vergeben.
FazitDie großen Probleme stehen uns erst noch bevor. Auch wenn nun GM die
Sanierung von Opel in eigener Federführung bewältigen will, ist GM doch auf Staatshilfen angewiesen. Deutschland kann es nur Recht sein, dass sich Holland, England und Spanien an den Rettungsplänen nun beteiligen. Doch der Staat muss bei Unternehmen, die durch eigene Fehler und Überheblichkeit in die Schieflage gekommen sind, eine Unterstützung ablehnen. Auch wenn das nicht publikumswirksam ist. Wenn er es doch tut fehlt das Geld an anderer, sinnvollerer Stelle.
Autor Susann Wasikowski