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Die werteorientierte Marktwirtschaft, ein guter Weg für eine gute Zukunft

Autor: Lackner | Erstellt am: 09.10.2009 | Gelesen: 936
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Eine Marktwirtschaft mit Respekt vor Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Respekt vor unseren Kindern und Enkelkindern

Frei, fair und gerecht, bei der sich Engagement und Anständigkeit auszahlt. Aber ohne Auswüchse und Maßlosigkeit, ohne Unmäßigkeit zum Schaden Dritter oder zum Schaden des Lenbensraums für alle Geschöpfe.

Für diesen Weg braucht es eindeutige und effektive Regeln, welche diesen Respekt einfordern. Denn die den Menschen innewohnende Gier - Gewinnsucht und Ausbeuterei - ist überall und erfindungsreich. Für diese Regeln müssen die Staaten und die Staatengemeinschaft sorgen. Ohne Wenn und Aber und mit entsprechenden Sanktionen, wenn diese Regeln gebrochen werden.

Wenn Geld fließt, muss es eine nachweisbare Leistung dafür geben. Abgekartete Spielchen dürfen sich nicht auszahlen. Zigmillionen Transfergelder für Mannschaftssportler, Vermittlungsprovosionen, Beraterhonorare, Schmiergelder im Dunstkreis politischer Entscheidungen und für das Zocken von Invetsmentbankern, lassen jede Verhältnismäßigkeit vermissen. Sie sind eine Verhöhnung von Leistungssgerechtigkeit, von Menschen welche mehrere Leben lang hart arbeiten müssten um diese Summen zu verdienen.

Es muss Schluss sein mit der Verhaberung, dem gegenseitigen Zuschaufeln von lukrativen Aufträgen im politischem Umfeld, mit Managergehälter vom 100-fachen der Mitarbeiterlöhne, mit den Millionen-Boni für Investmentbanker, mit Managern - welche über mehr Macht verfügen als Regierungen und mit zu großen Banken und Multis, deren Zusammenbruch ganze Volkswirtschaften mit in den Abgrund reißen kann.

Und es muss Schluss sein mit dem Leerfischen der Meere, dem Raubbau an der Natur und an den Ressourcen, den zig-tausenden Transportkilometern für Nahrungsmittel - welche um die Ecke wachsen, den Megaeinkaufszentren auf der grünen Wiese und dem Vernichten der Lebensqualität in den Städten, den Megastaus eines ausufernden Individualverkehrs und dem stundenlangen Pendeln zum Arbeitsplatz.
Dass die ungezügelte freie Marktwirtschaft mehr Wohlstand für die Menschheit bringt, ist ein Märchen. Auch dann, wenn es bei kurzfristiger und kurzsichtiger Betrachtung Beispiele dafür gibt. Der globalisierte Größenwahn führt ins Abseits.

Schon Aristoteles meinte, dass es der Sinn des Lebens sei, ein gutes Leben führen zu können – in einer menschlichen Gesellschaft, die von Respekt und Anerkennung geprägt sei. Einer Gesellschaft, die überschaubar sei von der Größe her, vernünftig gestaltet und von verantwortbaren Entscheidungen geprägt.

Auch der Philisoph Leopold Kohr plädierte für "überschaubare Einheiten" und „Die Lehre vom rechten Maß". Wo nicht mehr das Individuum im Mittelpunkt steht, sondern der statistisch erfasste Durchschnittsmensch, ist ein gutes Leben, im aristotelischen Sinne, nicht möglich. Je größer ein Staat oder eine Organisation ist, desto größer wird die Macht der Masse und ihrer Gesetze, und desto stärker sind Kreativität und Freiheit des Einzelnen eingeschränkt. Es geht um das menschliche Maß, um die "Überschaubarkeit". „Alles, was zu groß wird, vernichtet die Natur", meint Leopold Kohr.

Aber, auch die "kleine Einheit" ist keine Insel der Seligen: "Der Vorteil ist nur der, dass auch die Dimension der menschlichen Misere verkleinert wird. Es entsteht auch im Kleinen keine leidensfreie Welt, aber eine erträglichere Welt. Und nicht zuletzt verweist das Plädoyer fürs "menschliche Maß" auch auf die Tatsache, dass nur in "überschaubaren" Einheiten der Einzelne Verantwortung für sein Tun übernehmen und zugleich verantwortlich gemacht werden kann.

Robert Lackner
www.h-eureka.com
Aus: Diagnose Übermaßunmäßigkeit. Die Gier der Lemminge.
 
 
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