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Die Wasserqualität bei Fog System und Nebelanlagen

Autor: thefogsystem | Erstellt am: 30.10.2010 | Gelesen: 801
Kategorie: Wissenschaft - Forschung & Technik | Bewertung: rateArateArateArateArateB
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(Online-Artikel.de) - Die Qualität des Wassers ist entscheidend für eine gut funktionierende Nebelanlage und bestimmt dessen Langlebigkeit sowie den Wartungsaufwand.

TheFogSystem
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Dazu gehören auch gesundheitliche Aspekte, denn die Präsenz von Mikroorganismen im Sprühwasser kann zu Krankheiten führen.

Eine Nebeldüse die unter hohem Druck (60 -120 Bar) Wasser versprüht, besitzt je nach Modell einen Lochdurchmesser von ca. 120 Mikron. Das ist so klein, dass es nur unter der Lupe zu erkennen ist. Bei einem Verbrauch von 7 Litern Wasser pro Stunde und einem Druck von 60 bar beträgt die Fliessgeschwindigkeit an der Austrittstelle ca. 600 Kilometer pro Stunde. Diese Geschwindigkeit erzeugt hohe Reibungskräfte, die auf die Düse einwirken.

Je härter das Wasser, desto mehr nützt sich die Düse ab. Das Düsenloch vergrössert sich dann zunehmend, was schliesslich zu einem höheren Wasserverbrauch führt und die Nebelqualität verschlechtert. Ein hoher Kalkgehalt schadet nicht nur den Düsen, sondern auch dem ganzen Leitungssystem. Auf Kalk können sich auch Bakterien ablagern. Deshalb empfehle ich das Wasser ab mittlerer Härte mit einem Ionenaustauscher, oder sogar noch besser mit einer Umkehrosmose zu behandeln.

Zu den weiteren Parametern,die für Nebelsysteme relevant sind, gehören der pH-Wert, Gesamtsalzgehalt, Leitfähigkeit, Präsenz von bestimmten Stoffen wie Eisen, Schwebestoffe, welche die Trübung beeinflussen sowie Mikroorganismen.

Der pH-Wert beeinflusst das Ausfällen von bestimmten Stoffen wie z .Bsp. Kalk. Dies ist besonders der Fall bei pH-Werten von mehr als 7, also im basischen Bereich. Das führt zu einer frühzeitigen Erosion des Düsenloches. In bergigen oder hügeligen Regionen weist das Leitungswasser sehr oft einen höheren Härtegrad aus, der bei pH-Werten von ca. 8 bis 9 liegt. Daher lassen sich optimale Voraussetzungen nur mit einer zusätzlichen pH-Korrektur erreichen.Dies ist nicht ganz unproblematisch, da sich zur pH-Korrektur nur Stoffe eignen, die unbedenklich für die Gesundheit sind, wie z. Bsp. Zitronensäure.

Deshalb könnte die pH-Korrektur das Kalkproblem schon alleine lösen. Doch die Zugabe von Stoffen in ein Nebelsystem sollte mit äusserster Vorsicht geschehen, da einerseits das Wasser stärker mineralisiert wird und andererseits der Nebel beim Einatmen direkt in die Blutbahnen gerät.

Aus diesen Gründen ist generell die Zugabe von Fremdstoffen wie Mittel zur Geruchsbekämpfung oder Tensiden aus gesundheitlichen Gründen problematisch. Die gesundheitliche Prüfung dieser Stoffe erfolgt meistens nur oral oder perkutan, aber selten durch Inhalation. Die damit verbundenen Risiken sind nicht immer abschätzbar. Das gilt übrigens für alle Produkte, auch diejenigen die wirtäglich im Haushalt versprühen.

Ein erhöhter Eisengehalt von mehr als 0,5 mg/l kann zu Rostablagerungen führen und das Wachstum von unerwünschten Mikroorganismen fördern. Der Ursprung ist oft veralteten Rohrleitungen aus der Trinkwasserzufuhr zuzuordnen, die zudem noch erhöhte Zink- und Bleikonzentrationen aufweisen können.

Bei trübem Wasser ab 0,5 NTU kann es sich um ungelöste Stoffe handeln. Diese führen einerseits zu einer stärkeren Verschmutzung von den Filtern, welche stets gereinigt oder ausgewechselt werden müssen, und andererseits kann es das Wachstum von Mikroorganismen fördern, insofern die ungelösten Stoffe Substrate enthalten.

Daher gilt es für Sprühsysteme und Nebelanlagen folgendes zu beachten:

  • Eine chemische und biologische Wasseranalyse
  • Eine geeignete Wasseraufbereitung
  • Vorsicht bei der Zugabe von Fremdstoffen
  • Gründliches Spülen der Leitungen vor der Inbetriebnahme

Auf der sicheren Seite ist man auf jeden Fall mit einer Umkehrosmose oder einer Membran-Filterung. Entmineralisiertes Wasser kann aber auch zu einer erhöhten Korrosion führen. Deshalb sollten Fog System Anlagen stets aus rostfreien Elementen wie z. Bsp. Edelstahl bestehen. Bei der Verwendung von Kunstoffen muss man allerdings darauf achten, dass die Oberfläche nicht porös ist, da auch hier das Wachstum von Keimen gefördert wird.

Francois Weber
 
 
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