Verkalkte Rohrleitung und verkalkter Heizstab
Die
Wasserenthärtung ist für viele Menschen eine nützliche Sache. Durch weiches (kalkarmes) Wasser vermeidet man z.B. Kalkablagerungen an Armaturen oder im Boiler. Zudem benötigt man weniger Wasch- und Putzmittel. Wir möchten der Frage auf den Grund gehen, ob sich dieser Aufwand lohnt. In vielen Gebieten in Deutschland und Europa liefern uns die Wasserversorger hartes, d.h. kalkhaltiges Wasser. Das liegt an der Wassergewinnung, wenn Wasser durch die unterschiedlichen Erdschichten wandert, reichert es sich unter Anderem mit Kalzium und Magnesium an. Diese Stoffe sorgen für die "Wasserhärte". Eine hohe Wasserhärte bedeutet, dass diese Stoffe als Kalk ausfallen. Dieser Effekt tritt besonders dann ein, wenn Wasser erwärmt wird. Ab ca. 50° C steigt die Kalkausfällung exponentiell.
Aus diesem Grund lagert sich besonders an Stellen wie dem Wasserkocher oder dem Wasserhahn besonders viel Kalk ab. Doch auch an Stellen wo man es nicht erkennen kann, wie z.B. im Warmwasserboiler und im kompletten Warmwasserkreislauf. Das hat zur Folge, dass nach mehreren Jahren die Rohrleitungen mit Kalk zugesetzt sind. Eine Kalkschicht auf den Heizspiralen eines Boilers wirkt isolierend. Der Boiler benötigt also mehr Strom um das Wasser zu heizen.
Macht die Wasserenthärtung Sinn?
Besonders in Gebieten in denen das Wasser eine hohe Wasserhärte aufweist kann es durchaus Sinn machen das Wasser zu enthärten. Dafür gibt es handelsübliche Wasserenthärter. Diese werden im Hauswasseranschluss direkt nach der Wasseruhr und dem Wasserfilter eingebaut und liefern für das komplette Haus weiches Wasser. Somit sparen Sie sich viel Aufwand beim Putzen, da Sie keine störenden Kalkflecken mehr haben. Zudem benötigen Sie weniger Wasch- und Putzmittel, da sich weniger Kalkseifen bilden, welche die Waschkraft mindern. Zudem bleibt der Wirkungsgrad Ihres Warmwasserboilers identisch, da sich keine störende Kalkschicht mehr auf den Heizspiralen bildet. Das sind alles Vorteile, die für eine Enthärtungsanlage sprechen.
Es gibt auch keine Nachteile, denn man benötigt für den
Betrieb eines Wasserenthärters ein spezielles
Enthärtersalz. Dieses muss in regelmäßigen Abständen nachgefüllt werden. Die Gegenüberstellung der Kosten und Nutzen Seite zeigt, dass man durch die Wasserenthärtung im Haushalt viel Geld sparen kann.
Bei einem 4 Personen Haushalt mit einer Wasserhärte von 20° dH kostet der Betrieb einer Enthärtungsanlage in etwa 5 - 6 € im Monat. Die Einsparungen an
Waschmittel, Putzmittel und
Kalkschutzmittel betragen im Monat bereits 12€. Wenn man noch den Aufwand dazurechnet, den man sich beim Putzen einspart kann die
Wasserenthärtung nicht nur wirtschaftlich einen Vorteil bringen.