Autorin Jutta Schütz
Bruchsal-31.10.2009 - Laut der Studie von Projektleiter Michael Ristow fördern die Antioxidantien kaum die Gesundheit. Er betont, dass sich dies nur auf Vitaminpräparate beziehe. Der Gesundheits-fördernde Effekt von frischem Obst und Gemüse bleibt unbestritten.
Die Pillen unterdrücken den positiven Effekt der Bewegung auf den Blutzuckerspiegel. Aus diesem Grund können sie vielleicht einen Diabetes Vorschub leisten. Freie Radikale gelten als Bösewichte im Körper, weil sie Zellschäden verursachen. Vitamine können die Sauerstoffverbindungen zwar bekämpfen, ihre Wirkung kehrt sich allerdings ins Gegenteil, wenn körperliche Aktivität ins Spiel kommt.
Michael Ristow von der Universität Jena sagt:Zum Beispiel beim Sport entwickeln sich freie Radikale (positive Effekte). Diese kurbeln die körpereigene Abwehr gegen oxidativen Stress an. Freie Radikale wirken langfristig wie ein Impfstoff gegen oxidativen Stress. Außerdem verbessern freie Radikale in Kombination mit Sport den Blutzuckerstoffwechsel. Der zeitweilige oxidative Stress trägt dazu bei, Diabetes zu verhindern. Antioxidantien wie Vitamin C oder E unterdrücken die Produktion von freien Radikalen und damit den positiven Effekt. Er müsse sogar davon ausgehen, dass Antioxidantien das Diabetes-Risiko eventuell erhöhen, indem sie die Bildung freier Radikaler verhindern.
Für die Untersuchung absolvierten 39 junge Männer vier Wochen lang ein Sportprogramm. Ein Teil der Probanden nahm in dieser Zeit täglich Vitaminpräparate ein. Das Ergebnis: Während die Zahl der freien Radikalen bei den Männern, die Antioxidantien bekamen, nach dem Sport unverändert blieb, stieg die Konzentration in der anderen Gruppe deutlich. Dadurch verbesserte sich nach vier Wochen Training ihre Insulinempfindlichkeit. Das heißt, dass nur die Männer, die ohne Antioxidantien Sport trieben, vom Sport als potenzielles Mittel gegen Typ-2-Diabetes profitierten.
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