Dem Tafelwein werden seit 1973 alle Weinsorten zugeordnet, die nicht den Weinregeln der anderen Kategorien entsprechen. Damit sind sie qualitativ zwar offiziell minderwertiger – dies schlägt sich auch im Preis nieder – können oftmals aber dennoch mit Geschmack und Qualität den Weintrinker überzeugen.
Nach dem Tafelwein ist die nächste höhere Qualitätsstufe
Italienischer Weine der IGT-Wein, welcher für Indicazione Geografica Tipica steht. Klassisch übersetzt ist damit der einfache Landwein gemeint. Diese Kategorie gibt es erst seit 1992 und erlaubt in der Bezeichnung regional Unterschiede. So darf statt dem IGT im französischsprachigen Gebiet des Aostatals der Begriff Vin de Pays getragen werden, während das deutschsprachige Südtiroler Gebiet den entsprechenden Begriff Landwein nutzen darf. Neben diesem geographischen Hinweis kann auf dem Etikett zudem noch in Kombination damit eine Rebsortenart genannt werden.
Das Wort DOC steht für Denominazione di origine controllata. Damit meint man die zweithöchste Qualitätsstufe von italienischen Weinen. Diese unterliegt diversen Kriterien, zu denen nicht nur die Anbaugebiete und definierte Rebsorten zählen, sondern auch die zulässige Ertragshöhe pro Hektar und das italienische Weine mit diesem Qualitätssiegel nicht in Gefäßen über fünf Liter Volumen abgefüllt sein dürfen. Diese Qualitätsbezeichnung existiert bereits seit 1963 – mit dem Ziel die Qualität italienischer Weine zu verbessern – und wurde letztmalig 1992 optimiert.
Die höchste Qualitätsstufe, die ein
italienischer Wein erlangen kann, ist das DOCG-Siegel – Denominazione di Origine Controllata e Garantita – welches ein staatliches Garantiesiegel ist. Weine dieser Klasse werden nicht in Tanks an andere Bestimmungsorte transportiert, wie dies bei den drei niedrigeren Qualitätsstufen durchaus gängig ist, sondern müssen vor Ort in Flaschen gezogen werden, ehe sie in den Versand gelangen dürfen. DOCG-Weine erkennt man an der typischen Banderole am Flaschenhals. Insgesamt gibt es 37 Anbaugebiete in Italien, in denen diese Weine produziert werden und gedeihen. Diese befinden sich zu großen Teilen im Piemont – zum Beispiel mit den Weinen Asti, Barolo und Roero – und der Toskana – hier seien nur der Chianti und der Vernaccia di San Gimignano genannt. Zudem findet man sie in kleineren Verteilungen in der Lombardei – beispielsweise mit dem Franciacorta, im Veneto – unter anderem mit dem Soave Superiore, in Friaul-Julisch Venetien, der Emilia Romagna, den Marken, in Umbrien, in den Abruzzen – der einzige Wein dieser Qualität hier ist der Montepulciano d'Abruzzo Colline Teramane, in Kampanien und auf den Inseln Sizilien – nur der Cerasuolo di Vittoria – und Sardinien – ausschließlich der Vermentino di Gallura.