Entzündung im intimbereich
Es liegt auf der Hand, dass
Entzündungen der weiblichen Geschlechtsorgane ein wichtiges Thema in der
Frauengesundheit ist. Die Vagina ist mit einer Schleimhaut ausgekleidet, die von Bakterien besiedelt ist. Diese Bakterien sorgen in einem fein abgestimmten Gleichgewicht dafür, dass keine krankmachenden Erreger in die Schleimhaut eindringen können. Ebenso ist der Gebärmuttereingang zusätzlich mit einem Schleimpfropf geschützt. Gerät dieses Milieu aus dem Gleichgewicht, ist die Gefahr von Infektionen erhöht. Wichtig sind deshalb die richtige Hygiene und eine gute Hautpflege.
Der Intimbereich sollte nur mit klarem Wasser gewaschen werden. Vor allem ist von dem Benutzen von Seife abzuraten. Da Waschlappen Tummelplätze für Krankheitserreger sind, ist die Benutzung dieser nicht empfehlenswert. Synthetikunterwäsche und enge Kleidung sind am Besten zu meiden. Tampons oder Binden sollten während der Menstruation häufig gewechselt werden. Ausfluss ist normal. Mädchen sollten wissen, dass weißer Ausfluss während mehrerer Monate vor der ersten Menstruation kein Grund zur Sorge ist. Mit dem Zyklus verändern sich Menge, Geruch und Konsistenz des Ausflusses. Solange er praktisch geruchlos und weißlich bis leicht gelblich ist, ist das normal. Veränderungen können viele Ursachen haben.
Die Pille zum Beispiel, denn sie verändert das Scheidenmilieu. Auch Antibiotika zerstören die Bakterien der Vagina. Der gestörte Zuckerhaushalt bei Diabetikern verändert das Scheidenmilieu auch. Am Ende der Schwangerschaft und nach den Wechseljahren sind Frauen anfälliger durch Östrogenmangel und dünnere Schleimhaut. Die
Symptome einer Vaginalentzündung sind je nach Erreger, Bakterien oder Pilze, verschieden. Typische Anzeichen sind Jucken, Brennen und Anschwellen der äußeren Genitalien, übel riechender Ausfluss und auch dumpfe Schmerzen im Becken. Die Gynäkologie verfügt über hochwirksame Medikamente in Form von Tabletten, Zäpfchen und Salben.
Neben den herkömmlichen Apotheken bietet auch eine Internet Apotheke oder
Online Apotheke verschiedene Präparate an. Im akuten Fall ist es oft unumgänglich einen Gynäkologen aufzusuchen. Nach der medikamentösen Behandlung empfiehlt es sich, durch Milchsäurepräparate das Scheidenmilieu wieder aufzubauen und während einiger Zyklen nach der Menstruation damit fortzufahren. Bei folgenden Symptomen muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden: Dumpfer oder stechender Schmerz im Becken, der bis in den Rücken ausstrahlt, Fieber oder erhöhte Temperatur, und auch bei eventuellen Blutungen oder eitrigem Ausfluss. Dahinter können schwerwiegendere Erkrankungen wie
Gebärmutterhalsentzündung, Gebärmutterentzündung, Eileiterentzündung oder
Eierstockentzündung stehen. Treten immer wieder Entzündungen auf, sollten Hygiene, Hautpflege, Lebensstil und Konflikte überprüft werden. Um den Juckreiz zu lindern, bieten sich Kamillensitzbäder oder Kompressen mit kühlem Naturjoghurt an. Auch Pflanzentinkturen wirken gegen Bakterien und Pilze. Welche es genau sind, kann man in darauf spezialisierten Labors testen lassen.