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Die systemische Gehirn-Evolution!

Autor: WolfgangSchwalm | Erstellt am: 07.03.2010 | Gelesen: 1432
Kategorie: Wissenschaft - Forschung & Technik | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Weshalb das Gehirn keine kybernetische Maschine ist!

Mitsu Tomoe (Erde, Menschen, Himmel, Sonne)
Mitsu Tomoe (Erde, Menschen, Himmel, Sonne)
Wenn wir etwas als positiv oder negativ empfinden, bewirkt das eine unmittelbare und un-bewusste Re-Aktion. Das alles sind archaische Muster, zivilisatorisch modifiziert. Wir können gar nicht anders. Übrigens arbeitet der Computer linar-chonologisch. Das Gehirn arbeitet parallel-4dimensional usw. - eben viel komplexer!

Alle menschlichen Gehirne bestehen aus 2 Bereichen und 3 Teilen:
  1. Analoger = archaischer Anteil: feminin, 80 % Regelung, Wachstum, Instinkt
  2. Digitaler Anteil: maskulin, 20 %, Zivilisierung, Steuerung > Entwicklung, Intuition = Herz und Hirn
Merke: Denken bedeutet Wahr-Nehmen von Kontrasten (Rauschen ca. 5 % ).

Unsere Gehirne arbeiten in etwa so:
analog (denken) fühlen > digital denken:
erinnerndifferenzierenplanen
Vergangenheit > Gegenwart > Zukunft
Retrospektive (<): Erfahrung < Erkenntnis > Projektion (>): Ide(e)al Wunsch-Vorstellung Wirklichkeit Wunsch
kategorisieren > katalogisieren (> kritisieren, korrigieren)

Wir alle kennen die abendländische Trinität von Körper, Seele und Geist. In Anlehnung daran definierte S. Freud unsere Psyche/Seele als: Über-ICH - ES = ICH

Wir wissen, das Säuglinge zunächst in einer Wir-Symbiose mit ihrer Mutter leben. Danach kristallisiert sich die Ich-Du-Phase (Subjekt > Objekt) heraus. Wir (5 + 3 Sinne) sehen zunächst unsere Mutter als Materie (Objekte = Subjekte) und dann folgen weitere Menschen und Objekte, z.B. die der Wohnungseinrichtung.  Das ´Gegen-Teil´ der Materie sehen wir nicht: Energien spüren wir: Liebe, Gravitation, … (analog, Subjektivität)

Aus dieser Folge heraus entwickelt sich unsere Sprache: Subjekt-Prädikat-Objekt (S-P-O). Wir lernen zu fragen: was? (sehen > fühlen, differenzieren, kategorisieren > katalogisieren) – dann: ja – nein, Dann: wo?, wer?, (Zu-Ordnung, Quantität: mehr). Später fragen wir nach dem: wann? Nach einem weiteren Entwicklungssprung dann: wie?, warum? (Zweck) und wozu? (Ziel) (Qualität: besser).

Anmerkung:
Dies alles führte hier zur westlichen Oder-Logik – die Asiaten/Orient (S-V(erb)-O) denken anders! Sie nutzen die UND-Logik der Natur – sie denken systemisch. Die Warum?-Frage ist in Asien unbekannt! Chinesische Verben kennen keine Zeit und keine Persönlichkeiten und nur das Wir. Die Griechen kannten kein Ich.

Der Westen/Okzident entwickelte sich anders:
  • Die Ägypter (3000 v.u.Z.) dachten noch in 4 Kategorien: die 4 Jahreszeiten, Lemniskate (liegende Acht); Das gibt es noch im Syllogismus: plus vs. minus und etwas plus vs. etwas minus
  • Die Vor-Sokratiker dachten in 3 Kategorien, z. B. Dialektik: These > Anti-These > Syn-These; Pro vs. Contra und Katalysator, bzw. nicht-Logik
  • Die Griechen dachten schon in 2 Kategorien: Grund/Ur-Sache/Tao (der Weg) > Wirkung; Protagonist vs. Antagonist; Philanthrop vs. Misanthrop, …
  1. Zarathustra (1000 v.u.Z.) unterschied: hell - dunkel (Tagesverlauf) und schloss daraus: gut - böse (Moralen = Kulturen)
  2. Aristoteles (384-322 v.u.Z.) unterschied daraufhin: wahr - falsch (Ein Drittes gibt es nicht.), Kausalität
  3. Die Natur = Handeln (Ethik) funktioniert nach dem Effizienz-Prinzip: richtig - falsch
  4. Und wir denken heute am liebsten mono-kausal: USA als letzte Groß-Macht, all-or-nothing, love it or lose it.

Wir Menschen reagieren zunächst emotional/ir-rational und dann erst rational. Diese Logik-Muster  funktionieren wie folgt:
  • Unsere natürliche analoge Gehirnhälfte reagiert automatisch mit: Auge um Auge, all or nothing, Wie-du-mir-so-ich-dir-Prinzip
  • Unsere entwickelte digitale Gehirn-Hälfte reagiert un-bewusst mit: Wessen Nutzen vs. Schaden? Ist es erlaubt oder verboten?

Die Zivilisation machte daraus folgende rationale Logiken (Auszug):
  • nicht, Negation: weder ... noch ...
  • oder, Disjunktion: entweder ... oder ...
  • und, Konjunktion, Subjunktion, Fuzzy Logik: sowohl ... als auch ..., wenn ... dann ... und …; Kausalität:  wenn ... dann ..., weil ... deshalb ...

Daraus entwickelten sich Denk-zu Handlungsmuster in folgenden Gesellschaftsformen (Auszug):
Klan-Gesellschaften (Natur, Asien) > Individual-/Massen-Gesellschaften (Kulturen, EU/USA)
Ich helfe dir, wenn du mir hilfst: > Schwarzarbeit, Bestechung
Mein Leben gegen dein Leben > Blut-Rache
Ehre, Scham > Bürgerrechte
(Mehr auf Anfrage.)

Wir lernen erstens daraus, das unser gesamtes Denken (analog: fühlen, glauben > digital: wissen) historisch gewachsen ist! Und zweitens, dass die andere Hälfte der Menschheit erfolgreich anders denkt (analog: fühlen > analog: glauben). Durch die Globalisierung gleicht  sich das weltweite analoge und digitale Denken schnell an.

Wolfgang Schwalm
www.biologie-und-oekonomie.de
 
 
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