Praktikumsplatz finden
Aktuelle Lebensläufe von Hochschulabsolventen haben Eines gemeinsam: Sie verfügen über Belege von
Praktika. Denn die Absolventen wissen: Arbeitgeber bevorzugen Bewerber mit Praxiserfahrung. Da diese im Rahmen des Studiums oft zu kurz kommt, sind Praktika ein beliebtes Mittel, noch in der Bildungsphase die gewünschten Kenntnisse zu erwerben. Mit jeder Bewerbung gehen Studenten jedoch auch ein Risiko ein. Immer wieder berichten Praktikanten von der Erfahrung, wenig gelernt, dafür aber jede Menge Kaffee gekocht zu haben. Ein Praktikum muss aber keine Zeitverschwendung sein, die Frage ist nur wie man einen Arbeitgeber findet, der hochwertige Praktika anbietet.
Stellenanzeigen genau unter die Lupe nehmen
Die Praktikumsanzeige gibt einen ersten Hinweis auf die Qualität des Praktikums. Diese sollte ausführliche Informationen über den Arbeitgeber, die Aufgabenbereiche und die Qualifikationsanforderungen geben. Besonders positiv sind Anzeigen, in denen auf die Karrierechancen von Praktikanten und möglichen Förderprogrammen eingegangen wird. Dies ist ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen Praktikumsplätze mit dem ernsthaften Zweck der Ausbildung anbieten und nicht weil eine Aushilfskraft benötigt wird.
Informationen über das Unternehmen einholen
Informationen über das Unternehmen kann man auf unterschiedliche Weise bekommen. Natürlich lohnt sich ein Blick auf die Homepage, auch hier sollten sich Informationen befinden, die speziell an Praktikanten und Arbeitnehmer gerichtet sind. Natürlich stellen sich Unternehmen so positiv wie möglich dar, daher sollte auch auf externe Quellen zurückgegriffen werden. Negativberichterstattungen, besonders wenn es um Mitarbeiterfreundlichkeit geht, sollten immer stutzig machen. Vielleicht fällt das Unternehmen aber auch positiv auf, beispielsweise durch Auszeichnungen als fairer Arbeitgeber. Besonders hilfreich können Erfahrungsberichte und
Praktikumsbewertungen ehemaliger Praktikanten sein, besonders dann wenn nicht nur zwischen „positiv" und „negativ" unterschieden wird. Ein Praktikant der noch am Beginn seines Studiums steht und erste Praxisluft schnuppern möchte, stellt andere Erwartungen als ein Absolvent, der auf eine eventuelle Übernahme hofft. Eine Bewertung sollte demnach Schlüsse ziehen lassen, ob das Praktikum den persönlichen Ansprüchen gerecht werden könnte.
Das Vorstellungsgespräch
Das Vorstellungsgespräch sollte nicht nur dafür genutzt werden sich selbst in ein gutes Licht zu rücken, sondern auch dafür, sich einen ersten Eindruck über den zukünftigen Arbeitsplatz zu verschaffen. Ist die Atmosphäre freundlich, bekommt man Mitarbeiter und den künftigen Betreuer vorgestellt sowie die Räumlichkeiten gezeigt? Im Gespräch sollte ausführlich über die Tätigkeitsfelder gesprochen werden und die Gelegenheit gegeben werden, Fragen zu stellen. Umso transparenter sich das Unternehmen darstellt, desto besser. Ein gutes Zeichen ist es immer, wenn man mit einem positiven Gefühl vom Vorstellungsgespräch nach Hause kehrt.
Der Praktikantenvertrag
Konnte man überzeugen steht noch die Vertragsunterzeichnung bevor. Der Arbeitgeber sollte dabei die Möglichkeit zugestehen Anmerkungen zu machen. Bei einem freiwilligen
Praktikum, hat der Praktikant sowohl das Recht auf Urlaub, als auch auf eine
Praktikumsvergütung, die dem Ausbildungsgehalt des jeweiligen Berufes entspricht. Beides sollte dementsprechend im Vertrag festgehalten sein.
Geht man die Suche nach einem
Praktikumsplatz gut organisiert an, kann man die Qualität des Praktikums somit maßgeblich beeinflussen und böse Überraschungen vermeiden.
Autor: S. Zagar