Spermienproduktion verbessern
Funktionsstörungen, die Erektionsprobleme wie erektile Dysfunktion zur Folge haben, können durch
Potenzmittel behandelt werden. Eine nicht behandelte Impotenz kann aber auch Anlass dazu sein, dass sich die Spermienzahl immens verringert. Die Spermienzahl kann allerdings erhöht werden, wenn folgende Ratschläge befolgt werden. Oftmals sind nur geringfügige Änderungen der Lebensgewohnheiten nötig, die den Unterschied zwischen Subfertilität und Fertilität ausmachen, insbesondere dann, wenn die Zahl der motilen Spermien am Grenzwert liegt.
- Heiße Bäder und Saunabesuche vermeiden.
- Weite Baumwollboxershorts tragen.
- Regelmäßiges Kühlen der Hoden mit kaltem Wasser.
- Den Alkoholgenuss möglichst auf Null reduzieren. Subfertilität beim Mann ist zu 40 Prozent auf das Trinken von vier Einheiten Alkohol pro Tag zurückzuführen.
- Die Koffeinaufnahme auf höchstens drei Tassen Kaffee/Tee oder drei Gläser Cola pro Tag beschränken.
- Aufhören zu rauchen, um die Menge der Freien Radikale zu reduzieren.
- So weit abnehmen, bis mögliche Störungen des Testosteron/Östrogen Haushalts durch Übergewicht beseitigt sind.
- Den Stresslevel durch Erlernen von Entspannungsübungen senken.
Mit der Nahrung sollten Antioxidanten in ausreichender Menge aufgenommen werden. Dadurch werden Freie Radikale abgebaut, die für bis zu 40 Prozent der Schädigungen an Spermien verantwortlich gemacht werden. Optimale Mengen sind:
- Mindestens 250 mg Vitamin C pro Tag. Raucher benötigen sogar 500 bis 1000 mg Vitamin C pro Tag.
- Mindestens 50 bis 100 mg Vitamin E pro Tag.
- 15 mg Betakarotin pro Tag.
- 10 mg Zink pro Tag.
Meist ist eine zusätzliche Vitamin- und Mineralstoffzufuhr über Tabletten erforderlich. Paaren, bei denen eine subfertile Zahl motiler Spermien des Mannes vorliegt, kann zum Beispiel durch eine künstliche Befruchtung mit Spendersperma geholfen werden. Verschiedene Einflussgrößen werden in die entsprechende Untersuchung einbezogen. Dazu zählen Spermienverklebungen, die Vorwärtsbewegung, Kontrastmitteluntersuchungen zur Prüfung der Durchgängigkeit der Samenleiter und Nebenhoden sowie die Hodenbiopsie zur Feststellung von möglichen Störungen der Spermatogenese. Es besteht die Möglichkeit, die Produktion von Sperma- Antikörpern mit Steroidhormonen zu hemmen, die das Immunsystem schwächen.
Aufgrund der potentiellen Nebenwirkungen, wird diese Methode aber nur selten angewandt. Der Einsatz männlicher Geschlechtshormone zur Verbesserung der Spermienzahl erscheint nur dann Erfolg versprechend, wenn eindeutig eine hormonelle Störung vorliegt. Auch mit Fertilitätspillen, wie sie Frauen verabreicht werden, konnte keine Verbesserung der Fruchtbarkeit erzielt werden. Mit einer anderen Technik kann ein blockierter Nebenhoden überbrückt werden, indem der Samenleiter an der betroffenen Stelle durchtrennt und anschließend mit fünf oder sechs Mikrostichen direkt mit dem Tubulus vernäht wird, der sich am Kopf des Nebenhodens befindet und zur Sammlung der Spermien dient.