Die Sojabohne ist eine Eiweiß- und Ölpflanze und gehört zur Familie der Hülsenfrüchte
Die Sojabohne wird seit fast 5000 Jahren in China angebaut. Dort zählte sie neben Reis, Gerste und Weizen zu den heiligen Getreidepflanzen, obwohl sie selbst natürlich zu den Hülsenfrüchten gehört. Von China gelangte die Sojapflanze im Mittelalter auch nach Japan, wo sie auch „Fleisch vom Feld" genannt wird. In beiden Ländern gehört Soja noch heute zu den wichtigsten Eiweißspendern. Soja enthält nämlich bis zu 40 Prozent hochwertiges Eiweiß, Fleisch hingegen nur die Hälfte.
Dazu kommt, dass Soja etwa 20 Prozent Fett mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren besitzt. In der Margarineindustrie ist es heute das am häufigsten verwendete Fett. Erst im 18. Jahrhundert kam die Sojabohne nach Europa und kurz danach in die USA. Diese sind heute die Hauptproduzenten von Sojabohnen, mit ca. 70 Prozent der Welternte. Allerdings geht davon nur ein Bruchteil von maximal 10 Prozent in die Nahrungsmittelindustrie bzw. in den Handel. Der Rest wird als Tierfutter verwendet. Die Sojabohne ist, wie die anderen Grundnahrungsmittel Weizen oder Kartoffeln, eine stark kultivierte und hoch gezüchtete Pflanze. So gibt es mittlerweile fast 10.000 unterschiedliche Sorten. Soja hält Cholesterin in Schach. Eine sojareiche Ernährung, mit 30-45 Gramm Sojaeiweiß pro Tag, kann den Cholesterinspiegel um durchschnittlich 13 Prozent senken, und dies trotz seines eigenen Fettgehalts von etwa 20 Prozent, wie man in verschiedenen Studien feststellte.
Zurückzuführen ist diese Schutzwirkung für die Blutgefäße einmal auf die sekundären Pflanzenstoffe Saponine und Phytosterine sowie auf den hohen Gehalt an Ballaststoffen, die allesamt Gallensäuren im Darm binden und damit das Cholesterin im Körper knapper werden lassen. Zum anderen enthält die Sojabohne in ihrem Fett einen hohen Anteil an ungesättigten, essentiellen Fettsäuren, zum Beispiel Linolsäure. Diese tragen ebenfalls zur Regulierung des Fettstoffwechsels bei, unterstützen den Körper somit beim Abnehmen und beim Gewicht verlieren, und wirken Cholesterin senkend. In der
Frauengesundheit hat die Wirkung von Soja schon lange einen hohen Stellenwert, denn Sojabohnen helfen gegen Wechseljahrsbeschwerden.
Die Phytoöstrogene, die auch für die Schutzwirkung gegen östrogenabhängige Tumorarten verantwortlich sind, können auch Beschwerden, die in den Wechseljahren auftreten, wie Schweißausbrüche, Hitzewallungen oder Depressionen, lindern. Diese Wirkung wird erzielt, wenn die betroffenen Frauen über mehrere Wochen täglich etwa 45 Gramm Sojamehl bzw. 30 Gramm Sojaeiweiß zu sich nehmen. Frauen, die in Groß Britannien leben, haben es diesbezüglich einfacher. Bei ihnen gibt es ein „Hormonbrot" im Handel zu kaufen, das, speziell gegen Wechseljahrsbeschwerden, Phytoöstrogene aus Soja und Leinsamen enthält. Soja gibt es in verschiedenen Zubereitungsformen zu kaufen. Am bekanntesten sind die Sojasprossen.