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Die Seelsorger der Patienten

Autor: Platon | Erstellt am: 13.04.2009 | Gelesen: 623
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Apotheker sind wie ein Fels in der Brandung

Jessica Hund
Jessica Hund
Schmelz-Hüttersdorf. Viele Apotheker hören sich geduldig Tag für Tag die Leidengeschichten und Sorgen ihrer Kunden an. Sie sind unbezahlte Seelsorger, die den Menschen medizinisch und psychologisch zu Seite stehen. Und dies soll auch so bleiben. Viele ältere oder auch kranke Menschen wären verloren ohne ihren Apotheker.

Gerade kranke und ältere Menschen sind auf den Apotheker angewiesen, weil dessen medizinisches Wissen oft dem Wissen eines Arztes gleichkommt. Die Apotheker tun das, wozu den Ärzten durch unsere Gesundheitspolitik keine Möglichkeit gegeben wird: Sie nehmen sich Zeit für die Menschen und hören ihnen zu – denn sie sind nicht wie die Ärzte an gesetzliche Bestimmungen gebunden, die es den Ärzten unmöglich machen, sich genügend Zeit für ihre Patienten zu nehmen.

Viele Menschen fühlen sich daher nach einem Arztbesuch regelrecht allein gelassen und bleiben mit vielen offenen Fragen bezüglich ihrer Krankheit, Therapiemöglichkeiten und Medikamenteneinnahme zurück. Sie schätzen daher Gespräche mit ihrem Apotheker umso mehr. Beim Kauf ihrer Medikamente erzählen sie diesem ihre Ängste und Sorgen bezüglich ihrer Krankheit und lassen sich in aller Ruhe erklären, was sie bei ihrem Arztbesuch nicht richtig verstanden haben.

Wie oft sagen Menschen: „Ich frage meinen Apotheker – der klärt mich auf."

Das hilfreiche Gespräch mit ihrem Apotheker verleiht vielen Patienten wiederum Sicherheit und sie haben einen kompetenten Ansprechpartner, der für viele einsame und kranke Menschen oft wie ein haltender Rettungsanker ist. Auch den Medikamententransport übernehmen viele Apotheken, da manche Patienten nicht in der Lage sind, ihre Medikamente selbst abzuholen.

Man sieht also, wie wichtig die Apotheken für die Menschen sind. Deshalb müssen sie unbedingt erhalten bleiben. Denn was sollen die Menschen mit anonymen Großapotheken, die weit von den wahren Bedürfnissen ihrer Kunden abweichen?

Sylvia Poth meint dazu: „Die Gesundheitspolitik scheint dem einfachen Menschen alles zu nehmen, was dieser nicht nur für seine körperliche, sonder auch für seine geistig-seelische Gesundheit braucht. Nicht nur, dass die Patienten immer mehr medizinische Leistungen bezahlen müssen – nein, auch die kleinen Apotheken will man durch anonyme Großapotheken ersetzen. Dies ist in meinen Augen eine Frechheit.

Meine Apothekerin Anne Spang hat mir schon so oft geholfen, denn sie weiß über meine gefährliche seltene Krankheit Bescheid. Ich kann ihr vertrauen, denn sie passt auf, ob ein Medikament, das mir ein Arzt verschrieben hat, für mich in Frage kommt. Die Ärzte sind nämlich oft unwissend, was meine Krankheit angeht. In solchen Fällen weist Frau Spang mich immer darauf hin, wenn ich ein verschriebenes Medikament nicht vertrage. Sie weiß genau, welche Medikamente ich einnehmen darf und welche nicht.

Hätte ich meine Apothekerin nicht, die inzwischen auch eine gute Freundin geworden ist, wäre ich sehr oft aufgeschmissen – wie viele von uns. Auch das Apothekenpersonal ist meist sehr gut geschult, so dass es kompetent beraten kann.

Ich denke, dass die Apotheken den Menschen erhalten bleiben sollen, denn sie sind die nicht anerkannten Seelsorger und Therapeuten der Medizin. Es ist eine Schande, dass man nicht anerkennt, wie wichtig sie für die Patienten sind. Ich rate jedem Kranken, seine Apotheke um die Ecke nicht zu wechseln, denn unsere Apotheker sind für uns ein Fels in der Brandung!"

Jessica Hund sagt: „Oft wissen die Apotheker sogar viel besser über die vom Arzt verschriebenen Medikamente Bescheid als dieser selbst und können sogar gute Medikamente als Alternative empfehlen und hilfreiche Empfehlungen zur Einnahme geben.

Häufig habe ich die Erfahrung gemacht, dass Apotheker viel verständlicher und kompetenter über die Einnahme und Wirkungsweise von Medikamenten informieren können als Ärzte. Bei leichten Beschwerden können sie oftmals zur Unterstützung wirksame pflanzliche oder homöopathische Mittel empfehlen."

Autoren: Sylvia Poth und Jessica Hund
 
 
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