Studie: AssCompact AWARD 2010 Private Risikovorsorge (Biometrie) Heidenrod, 11.05.2010. Die Existenzsicherung ist nicht erst seit gestern ein Thema hierzulande. Auch oder vielleicht gerade in Zeiten der Finanzkrise sind die Bürger darauf bedacht, ihr Hab und Gut zu sichern. Das wichtigste ist dabei die eigene Gesundheit. Der finanzielle Schaden, der Menschen aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigungen entstehen kann, ist unter Umständen sogar existenzbedrohlich. Experten sind sich einig: Das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer privaten Risikovorsorge hat stark zugenommen und es wird auch in Zukunft weiter steigen.
Aus Sicht der Vermittler das stärkste Geschäftsfeld im Rahmen der privaten Risikovorsorge ist aktuell die Arbeitskraftabsicherung. Rund 92% der befragten Vermittler geben an, dass einer ihrer Geschäftsschwerpunkte in diesem Bereich liegt. Es folgen die Todes-fallabsicherung, welche rund 64% der Befragten anbietet, vor der Unfallversicherung mit rund 54%. Das Thema „Pflegezusatz-Absicherung" hat heute noch den geringsten Stellenwert. In diesem Bereich sind aktuell etwas mehr als ein Viertel der Vermittler tätig.
Unter den insgesamt über 170 Produktanbietern, für die im Rahmen dieser Untersuchung Stimmen abgegeben wurden, stechen einige Gesellschaften besonders hervor. Im Geschäftsfeld der Arbeitskraftabsicherung ist dies der Volkswohl Bund. Das Dortmunder Unternehmen ist hier mit deutlichem Vorsprung der klare Favorit der Vermittler. In der Todesfallabsicherung kann die Dialog die klare Favoriten-Stellung einnehmen. Auch die InterRisk scheint ihre Favoritenrolle im Geschäftsfeld der Unfallversicherung ungefährdet inne zu haben. In der Pflegezusatz-Absicherung, welche ebenfalls untersucht, aber nicht mit einem AWARD ausgezeichnet wurde, nimmt die IDEAL die Spitzenposition aus Sicht der Vermittler ein.
Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Befragung zur privaten Risikovorsorge, die im Rahmen der jährlich erscheinenden Studienreihe zu den AssCompact AWARDS von der Managementberatungsgesellschaft SMARTcompagnie GmbH im Auftrag der bbg Betriebsberatungsgesellschaft, Bayreuth, durchgeführt wurde. Befragt wurden bundesweit 535 ausschließlich als Makler oder Mehrfachvertreter tätige Vermittler, die in diesem Geschäftsfeld aktiv sind.
Große Erwartungen in die Pflegezusatz-Absicherung
Aktuell ist das Geschäftsfeld Pflegezusatz nach Angaben der Vermittler noch am schwächsten besetzt. Die Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres sowie die Erwartungen für das aktuelle Jahr spiegeln jedoch einen klaren Aufwärtstrend wider. Rund 61% der Befragten konnten im vergangenen Jahr ein besseres Geschäft in der Pflegezusatz-Absicherung verzeichnen als noch in 2008. Im laufenden Jahr ist die Zahl der Optimisten noch größer: Rund 71% erwarten eine weitere Steigerung in diesem Geschäftsfeld.
Studienleiter Carsten Zuckriegl von SMARTcompagnie meint: „Keine Frage: Ein Geschäftsfeld mit sehr großem Potenzial. Das Thema Pflegeabsicherung kommt langsam in Fahrt. Es gibt bisher nur einige wenige Gesellschaften, die sich hier wirklich stark positioniert haben. Das Thema bietet noch Luft für neue, kreative Produktideen und der Markt bietet noch Platz für weitere starke Anbieter. Insgesamt wird es spannend bleiben, die Entwicklungen in diesem Geschäftsfeld weiter zu beobachten."
Berufsunfähigkeitsversicherung dominiert innerhalb der Arbeitskraftabsicherung
Betrachtet man die einzelnen Produktlösungen zur Absicherung der Arbeitskraft, so nimmt die Berufsunfähigkeitversicherung erwartungsgemäß den größten Stellenwert ein. Rund 78% der befragten Vermittler geben an, dass sie in mehr als 3/4 aller Verträge zur Arbeitskraft-absicherung, eine Vorsorge im Falle der Berufsunfähigkeit vereinbaren. Deutlich geringeren Stellenwert hat die Absicherung schwerer Krankheiten (Dread-Disease), die an zweiter Stelle steht. Kaum relevant zur Arbeitskraftabsicherung sind aktuelle die Erwerbsunfähigkeits- und die Grundfähigkeitsversicherungen.
AssCompact AWARD 2010 Private Risikovorsorge (Biometrie): Maklers Lieblinge
Die befragten Vermittler, also Makler und Mehrfachvertreter, können frei wählen, welche Gesellschaften sie im Einzelfall ihren Kunden empfehlen. Sie haben also einen umfassenden Marktüberblick über die angebotenen Produktlösungen. Dies macht das Urteil über die Leistungsfähigkeit von Produktanbietern besonders wertvoll.
Es wurden insgesamt 12 Leistungskriterien untersucht, zum einen hinsichtlich ihrer Relevanz zum anderen mit Blick auf die Wahrnehmung der favorisierten Produktanbieter bei den Vermittlern. So entstand ein umfassendes Bild über die Bemühungen der Produktanbieter und deren Wahrnehmung im Vermittlermarkt – getrennt nach den vier untersuchten Geschäftsfeldern Arbeitskraftabsicherung, Todesfallabsicherung, Unfallversicherung und Pflegezusatz- Absicherung.
| Arbeitskraftabsicherung | Todesfallabsicherung |
| Rang | Unternehmen | Rang | Unternehmen |
| 1 | Volkswohl Bund | 1 | Dialog |
| 2 | Alte Leipziger | 2 | Volkswohl Bund |
| 3 | Nürnberger | 3 | Allianz |
| 4 | Swiss Life | 4 | Hannoversche |
| 5 | Allianz | 5 | InterRisk |
| 6 | HDI-Gerling | 6 | Delta Direkt |
| 7 | Dialog | 7 | Europa |
| 8 | Generali | 8 | Nürnberger |
| 9 | Stuttgarter | 9 | WWK |
| 10 | Canada Life | 10 | Alte Leipziger |
In der Arbeitskraft konnte der Volkswohl Bund mit Abstand die meisten Vermittler über-zeugen. Die zweitplatzierte Alte Leipziger liegt deutlich hinter dem Spitzenreiter. Bis Platz 5 sind die Podiumsplätze noch in Reichweite, danach ist der Punkteabstand jedoch sehr groß.
Auch in der Todesfallab-sicherung können sich die Dortmunder einen Podiums-platz sichern. Nur knapp vor der Allianz erreichen Sie den 2. Platz. Die Dialog ist in diesem Geschäftsfeld das Maß der Dinge aus Sicht der Vermittler. Mit fast der doppelten Punktzahl des Volkswohl Bundes scheint die Dialog hier unerreichbar.
| Unfallversicherung | Pflegezusatz-Absicherung |
| Rang | Unternehmen | Rang | Unternehmen |
| 1 | InterRisk | 1 | IDEAL |
| 2 | Haftpflichtkasse | 2 | Volkswohl Bund |
| 3 | Baden-Badener | 3 | DKV |
| 4 | Volkswohl Bund | 4 | Generali |
| 5 | Domcura | 5 | Hallesche |
| 6 | Stuttgarter | 6 | Continentale |
| 7 | Janitos | 7 | SIGNAL |
| 8 | Allianz | 8 | uniVersa |
| 9 | Gothaer | 9 | Mannheimer |
| 10 | VHV | 10 | Allianz |
In der Unfallversicherung scheinen die ersten beiden Plätze der InterRisk (1) und der Haftpflichtkasse Darmstadt (2) ungefährdet. Die Baden-Badener (3) steht im Visier der beiden Verfolger. Die 3 Poduims-Gesellschaften errei-chen zusammen rund 42% der Gesamtpunkte in diesem Geschäftsfeld.
In der Pflegezusatz-Absich-erung kann der Volkswohl Bund (2) seinen dritten Podiumsplatz erobern. Die Ideal (1) liegt hier überraschender Weise nicht in unerreichbarer Ferne. Lediglich 6 Punkte trennen die beiden Unternehmen. Etwas abgeschlagen folgt auf Rang 3 die DKV.
Studienleiter Carsten Zuckriegl: „Es ist interessant zu sehen, dass sich die Maßnahmen einiger Produktanbieter in den Ergebnissen dieser Untersuchung widerspiegeln. Die Studie dient somit nicht nur als Ansatzpunkt zur Identifizierung von Verbesserungsmöglichkeiten, sondern auch als Controllinginstrument des laufenden Anpassungsprozesses. Letztendlich muss die Zusammenarbeit mit den Vermittlern insgesamt stimmen, von der Unternehmens-führung, über Produkte und Vertriebsunterstützung, bis hin zum Vertragsservice. Die Gewinner, welchen wir an dieser Stelle gratulieren möchten, werden mit diesen Auszeichnungen für ihre Bemühungen belohnt."
Über die Studie
Die Begleitstudie AssCompact AWARD 2010 Private Risikovorsorge (Biometrie) umfasst ca. 430 Seiten. Dargestellt werden die Ergebnisse einer bundesweiten Online-Befragung von 535 Maklern und Mehrfachvertretern, die im Zeitraum vom 05.03. – 23.03.2010 durchgeführt wurde.
Die Studie wird am 11.05.2009 veröffentlicht und kann im Internet unter www.asscompact.de/shop bezogen werden.Ansprechpartner zu dieser Studie:
Carsten Zuckriegl
Telefon: +49 6775-968-8965
E-Mail: cz@smartcompagnie.de
Über SMARTcompagnie GmbH
Das Geschäftsfeld Marktforschung ist für SMARTcompagnie GmbH eine wichtige Grundlage und Ausgangspunkt für eine fundierte Management-Beratung von Kunden aus der Finanzdienstleistung. Im Fokus der Dienstleistung steht dabei das Vertriebs- und Produktmanagement – von der Strategie bis zur operativen Umsetzung. Das Spezialistenteam um die Geschäftsführer Harry Holzhäuser und Jürgen Schwarz verfügt über langjährige Erfahrungen im Vertrieb, der betriebswirtschaftlichen Organisation sowie dem Produktmanagement in der Finanzbranche.
In Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner bbg Betriebsberatungsgesellschaft, Bayreuth, werden ausgewählte Marktforschungen in Form von Marktstudien veröffentlicht.
Ansprechpartner für die Presse:
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