Die Risikolebensversicherung mit technisch einjährig kalkulierten Beiträgen ist eine relativ neue Art der Risikolebensversicherung. Sie ist gerade für junge Familien, die noch im Vermögensaufbau stehen und damit vielleicht eine Risikolebensversicherung mit einer zu kurzen Laufzeit abschließen würden, ein empfehlenswertes Produkt.
Diese
Risikolebensversicherung ist eine neue Form dieser Versicherung, die von einigen Versicherern angeboten wird. Dabei trägt man dem Umstand Rechnung, dass Familien, die noch in der ersten Aufbauphase ihres Vermögens stehen, oft der Versuchung erlegen sind, eine Risikolebensversicherung mit verkürzter Versicherungsdauer abzuschließen, um möglichst wenig Beitrag zu zahlen. In der Natur der klassischen Risikolebensversicherung liegt, dass am Anfang der Laufzeit des Versicherungsvertrages der Beitrag verglichen mit dem Todesfallrisiko zu hoch ist. Dieser Umstand kehrt sich gegen Ende der Laufzeit in das Gegenteil um. Die Folge daraus ist, dass nach dem Ende der Laufzeit eventuell eine weitere Risikolebensversicherung abgeschlossen werden muss. Das kann dann mit der Schwierigkeit verbunden sein, dass hierfür eine neue Gesundheitsprüfung notwendig wird. Darüber hinaus ist der Beitrag in diesem Fall dann höher, weil auch das Eintrittsalter für die neue Risikolebensversicherung höher ist.
Für diese Fälle bieten nun einige Versicherungsunternehmen mit der Risikolebensversicherung mit einjährig kalkulierten Beiträgen eine Lösung an. Bei diesem Typ der Risikolebensversicherung wird dem Umstand Rechnung getragen, dass das Todesfallrisiko mit dem Alter zunimmt. Während bei der klassischen Risikolebensversicherung über die ganze Versicherungslaufzeit eine durchschnittliche und damit konstante Prämie zugrunde gelegt wird, ist der Beitrag bei der Risikolebensversicherung mit einjährig kalkulierten Beiträgen dynamisch. Daraus folgt, dass die Prämie für jedes Versicherungsjahr separat berechnet wird. Dabei dient als Annahme, dass die Risikolebensversicherung nur 1 Jahr läuft. Das hat dann zur Folge, dass der Beitrag am Beginn der Risikolebensversicherung niedrig ist, weil ein niedriges Eintrittsalter und die kurze Laufzeit von einem Jahr zugrunde gelegt werden. Mit fortschreitender Laufzeit der Risikolebensversicherung erhöht sich mit dem angenommenen höheren Eintrittsalter der Beitrag und gleicht sich somit auch dem steigenden Risiko an.
Diese Form der
Risikolebensversicherung ist auch dann sinnvoll und zweckmäßig, wenn die benötigte Versicherungsdauer nicht oder nur sehr ungenau abgeschätzt werden kann. Wird die Versicherung dann nicht mehr gebraucht, kann man sie kündigen und hat damit Beiträge gespart.
Stefan Müller