(Online-Artikel.de) - Was wird morgen sein? Das weiß natürlich niemand, trotzdem müssen wir für die Zukunft schon Entscheidungen treffen, Vermögensaufbau und Altersvorsorge langfristig planen.
Ein Ausblick auf mögliche Trends
Die gute Nachricht vorweg: Wer sich heute Gedanken um seine Zukunft und das Einkommen im Alter macht, ist nicht allein! Zwei Drittel aller Deutschen zerbrechen sich derzeit den Kopf, so eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Emnid. Zwei davon sind Helmut und Markus, die auf den nächsten Seiten vorgestellt werden. Am meisten grübeln die Altersgruppen der 30-Jährigen, der um die 45-Jährigen und der Erwerbstätigen kurz vorm Ruhestand. Sie eint die Sorge, wie lange das Rentensystem noch hält. Vier von fünf Bundesbürgern schwant, dass dem staatlichen System eine Krise droht. Wie also sieht die Zukunft der Rente aus und was können die Rentner der Zukunft tun?
Schrumpfen das Volk und die Rente?
Helmut hat 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt und mit einem Einfamilienhaus privat vorgesorgt. Was ihn bei Renteneintritt in ein paar Monaten erwartet, hat er ausgerechnet. Dass er rund 70 Prozent seines letzten Nettolohns bekommt, freut ihn. Dazu kommt eine Betriebsrente. Damit kann er seinen Lebensstandard halten und sogar reisen. So gut hatte es sein Vater vor 30 Jahren nicht. Bald wird auch die Lebensversicherung ausgezahlt. Für ihn geht es jetzt mehr um das „Wann genau?".
Für Markus sieht die Welt ganz anders aus: Er hat bis zum Renteneintritt noch 25 Jahre vor sich und weiß, dass er überwiegend privat vorsorgen muss, um die Schrumpfrente auszugleichen, die er dann vom Staat bekommt. Sie wird schätzungsweise nur noch 35 Prozent des letzten Nettoeinkommens ausmachen. Sein Berufsweg ist auch nicht glatt und gesichert wie bei Helmut. Er fragt daher nach dem „Wie" und danach, was sein wird, wenn er alt ist. Wie werden wir leben und arbeiten?

Werden die Deutschen dann ein überaltertes Volk aus vielen reichen Alten und wenigen armen Jungen sein, weil wir einerseits immer älter werden und andererseits Nachkommen und Arbeitsplätze fehlen, also Rentenzahler? Das könnte ein Szenario sein, meint Zukunftsforscher Matthias Horx. Er glaubt jedoch nicht, dass es ganz so drastisch eintritt: „Aussterben ist gar nicht so einfach. Man muss sich nicht nur blöd anstellen, sondern sehr blöd – unter allen Umständen, über längere Zeit." Sind wir so blöd? Horx verneint und prophezeit, dass die Geburtenrate schon in zehn Jahren von 1,4 auf 1,7 gestiegen sein wird und die Familie eine Renaissance erlebt. Wenn nicht, wird es ernst: Setzt sich die jetzige Entwicklung fort, wird es 2030 fast doppelt so viele Rentner pro Arbeitenden geben wie heute, errechnete das Statistische Bundesamt.