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Die Psyche: Ändere Deine Einstellung, dann ändert sich Dein Leben!

Autor: simplylive | Erstellt am: 20.04.2011 | Gelesen: 733
Kategorie: Geschichten & Anekdoten | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Die Einstellung als psychologische Wirkkomponente

Wir alle kennen Ereignisse, die sich direkt so verhalten, wie wir sie erwarten. Wir alle stellen uns beispielsweise scheinbar immer wieder in die längste Warteschlange an der Kasse eines Supermarkts. Und wir alle drücken anscheinend immerwährend an Türen, auf denen eigentlich „ZIEHEN" steht. Der Schlüssel zum Verständnis dieser Phänomene ist die „Einstellung", die Organisationsform unseres Wahrnehmungsfilters. Sie verändert nicht nur unsere Realität, sondern beeinflusst unser gesamtes Leben.

Es ist kein Geheimnis: Die Psyche ist mit dem Körper verbunden und umgekehrt. Währenddessen wir aber unseren Körper sehen und spüren können, bleibt uns unsere Psyche verborgen. Trotzdem wissen wir, dass wir eine haben und dass wir ohne sie nicht leben können. Die Psyche leistet für uns sehr viel, wir bekommen in aller Regel aber nichts davon mit. Sie begleitet uns täglich unbemerkt und fällt uns nur dann auf, wenn sie nicht mehr so einwandfrei funktioniert, weil irgendetwas schief gelaufen ist.

Eine der wichtigsten unbemerkten Leistungen unserer Psyche ist ihre Funktion als Filter. Sie ist wie eine schützende Schale, die unser Ich umgibt. Viele Außeneinwirkungen prasseln über unsere Sinnesorgane auf uns ein. Die Psyche prüft das eingehende Material und lässt nur diejenigen Reize zu uns durch, die sie als relevant einstuft.

Tatsächlich bekommen wir durch diesen Filter nur gewisse Informationen. Ein Großteil der äußeren Realität dringt zu uns überhaupt nicht durch. Das ist so, weil wir schlicht und ergreifend mit der Fülle an Informationen überfordert wären: Stellen Sie sich vor, sie hätten während einer Autofahrt jeden Grashalm am Straßenrand bemerkt und jede kleinste Luftströmung auf Ihrer Haut im Auto wahrgenommen! Mit Sicherheit wäre es Ihnen in dieser Konstellation schwer gefallen, sich auf den Verkehr zu konzentrieren. Alle eingehenden Signale wären zusammengelaufen und Sie hätten nicht mehr gewusst, das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden.

Die Psyche stellt also unsere Wahrnehmung ein und blendet vielerlei Informationen je nach Kontext aus. So Einiges geht dabei verloren, aber wir können froh sein, dass dem so ist. Was passiert nun aber mit den Signalen aus der äußeren Realität, die unsere Psyche zu uns durchlässt?

De facto verändert die Psyche diese Informationen zusätzlich – und zwar in dem Ausmaß, wie sie es für notwendig erachtet. Der Wirklichkeitsfilter unserer Psyche versucht nämlich, die Außenreize entsprechend anzupassen, damit sie uns nicht in Ihrem ungeprüften Zustand gefährlich werden können. Das klingt nun so, als ob uns unsere eigene Psyche betrügen würde. Und in der Tat macht sie das auch! Aber sie handelt so, weil es Ihre Aufgabe ist, denn sie will uns beschützen.

Das bedeutet, dass sich zwischen der äußeren Realität und der inneren Wirklichkeit ein Widerspruch auftut. Der Psychologe spricht hier vom Paradoxon der objektiven und subjektiven Realität: Durch die Filterfunktion unserer Psyche bekommen wir ein anderes, ganz individuelles Bild von der Wirklichkeit. Dieses Bild entspricht nicht der wirklichen messbaren Realität, wie sie uns tatsächlich umgibt.

In vielen Experimenten haben Wissenschaftler dieses Paradoxon bereits nachgewiesen. Man weiß z.B. inzwischen, dass jeder Mensch einen ganz individuellen Eindruck der Farbe Gelb hat, obwohl wir alle wissen, was Gelb ist. Die Psyche stellt also individuell ein, was Gelb ist und wie diese Farbe auf jeden einzelnen von uns wirkt.

Stellen Sie sich vor, was diese Erkenntnis erst für komplexere Wirklichkeitszusammenhänge bedeutet! Die Anpassung der äußeren Wirklichkeit durch die Einstellung eines Filters seitens unserer Psyche beeinflusst unser gesamtes Leben!

Hier sind wir nun am Schlüsselbegriff angekommen: Der Einstellung. Denn wie ein Fotograph das Objektiv seiner Kamera einstellt, so stellt die Psyche den Filter für unsere Wahrnehmung ein. Und je nachdem, welche Einstellung wir haben, wird ein Ereignis aus der äußeren Wirklichkeit verformt und zu einem Ereignis, das zu unserer Einstellung passt.

Wir alle kennen Ereignisse, die sich direkt so verhalten, wie wir sie erwarten. Wir alle stellen uns z.B. scheinbar immer wieder in die längste Warteschlange an der Kasse eines Supermarkts. Und wir alle drücken anscheinend immerwährend an Türen, auf denen eigentlich „ZIEHEN" steht.

Wie ist das Beispiel mit der Supermarktkasse zu erklären? Unser Wahrnehmungsfilter wird von unserer Psyche mit der Einstellung „Schon wieder die längste Schlange" ausgestattet. Gleichgültig, ob nun die Schlange in der objektiven Realität die längste ist (dies wäre messbar an wartenden Kunden, Wartezeiten, Schnelligkeit des Kassiervorgangs usw.), uns wird es so vorkommen. In der objektiven Realität ist statistisch zu erwarten, dass die Warteschlange eher durchschnittlich lang ist – unsere Psyche wird die Schlange aber ordentlich für uns verlängern.

Je öfter wir nun mit dieser Einstellung zur Kasse kommen, umso häufiger werden wir die Erfahrung „Schon wieder die längste Schlange" machen. Wir lernen die Richtigkeit unserer Einstellung. In der objektiven Realität waren wir von 10 Einkäufen zwar nur 3 mal in die längste Schlange eingereiht, uns kommt es aber so vor, als stünden wir immer dort – bis auf einmal, da war nichts los.

Glücklicherweise ist die Einstellung etwas, das nicht einfach willkürlich von unserer Psyche vorgenommen wird, um uns zu ärgern. Es ist nicht so, als ob sie einfach mal etwas einstellt, und wir gar nicht gefragt werden. Ganz im Gegenteil – die Psyche übernimmt die Einstellung des Wahrnehmungsfilters für uns. Sie macht, was wir wollen.

Was das Supermarktkassen-Phänomen anbelangt, kommen wir schon mit Vorerfahrungen und Erwartungshaltungen zur Kasse. Wir haben Zeitdruck, keine Lust zu Warten und wissen um die Langsamkeit an der Kasse: Deshalb erwarten wir förmlich einen ewigwährenden Kassenvorgang und stellen uns darauf ein. Und siehe da: Unsere Psyche erfüllt unsere Aufgabenstellung an sie und wir bekommen, was wir verlangen.

Dieses einfache Beispiel zeigt uns, dass uns die Einstellung unseres Wahrnehmungsfilters tagtäglich erheblich beeinflusst. Was für die Supermarktkasse gilt, lässt sich auf alle Lebensbereiche verallgemeinern. Zu sämtlichen Vorgängen in unserem Leben haben wir eine Einstellung, die wiederum unser Erleben und Erfahren direkt bedingt.

Dabei lassen sich prinzipiell positive von negativen Einstellungen unterscheiden, je nachdem, ob sie für uns förderlich sind, oder unserem Leben eher abträglich erscheinen. Eine positive Einstellung zu unserer Liebesbeziehung beispielsweise wird sich förderlich in unserem Beziehungsleben äußern. Ist die Einstellung zum Arbeitsplatz z.B. negativ, lässt sich auch ein abträgliches Arbeitsleben ableiten.

Diejenigen Umstände, mit denen wir in unserem Leben unzufrieden und unglücklich sind, sind Ergebnisse unserer Einstellung. Das ist natürlich auch so mit den Dingen, die wir lieben und mit denen wir glücklich sind. Deshalb ist die Einstellung ein wesentliches Stellrad für unser Wohlergehen: Denn wenn wir unsere negativen Einstellungen überprüfen und gegebenenfalls überarbeiten, können wir eine Veränderung erwirken.

Die Veränderung ist eine ganz Wichtige: Wir können dadurch eine Verbesserung unserer Lebensumstände erwirken. Es ist dabei zunächst vollkommen gleichgültig, ob sich diese Veränderung nur in der inneren, uns eigenen Realität vollzieht, oder ob sie sich in der tatsächlichen Umwelt manifestiert. Uns geht es besser, je mehr positive Einstellungen wir entwickeln.

Deshalb ist es wichtig, regelmäßig unsere eigenen Einstellungen zu überprüfen. Es ist wichtig, sich Hilfe zu suchen und Experten zurate zu ziehen. Denn sie wissen, wie man Einstellungen analysiert, überarbeitet und verändert. Es ist wichtig zu wissen: Ändere Deine Einstellung, dann ändert sich Dein Leben!

Kontakt:
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Geschäftsführer: Ulrich Burggraf
Artikel von: Josef Gregurek M.A., junior consultant
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Die simplylive Beratung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen im Veränderungsprozess zu unterstützen und zu begleiten, sowohl in geschäftlicher als auch in privater Hinsicht.

 
 
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