Burnout Symptome
Immer mehr Menschen erkranken am sogenannten "Burn Out Syndrom", ohne daß die Ärzte richtig darauf reagieren! Es ist sogar oft so, daß das Krankheitsbild gar nicht erkannt wird.So mancher Arzt hat bis heute Schwierigkeiten, das
Burnout Syndrom als solches zu erkennen oder als Krankheit anzuerkennen. Aus diesem Grund weichen Mediziner beim Befund der klassischen Burnout Symptome häufig auf eine Alternative aus und diagnostizieren das "chronische Müdigkeitssyndrom".
Das Burnout Syndrom ist weit mehr als ein vorübergehender Zustand der Erschöpfung, der sich mit ein paar oberflächlichen Tipps und Ratschlägen gegen das Ausbrennen beheben lässt.
Zu den emotionalen Symptomen des Burnout Syndroms gehören:- verringerte emotionale Belastbarkeit,
- mechanisches „Funktionieren",
- vermindertes Einfühlungsvermögen,
- Hang zur Nörgelei, Ungeduld, Intoleranz,
- Dünnhäutigkeit, leichte Reizbarkeit
- starker Widerwille, täglich zur Arbeit zu gehen,
- Grundgefühl der Niedergeschlagenheit und Entmutigung,
- Desillusion, Frustration,
- vermehrt depressive Reaktionen und Rückzug,
- Gefühl der Hilflosigkeit, Ohnmacht
- Gefühl der inneren Leere,
- Flucht- und Suizidgedanken,
Zu den körperlichen Symptomen des Burnout Syndroms gehören:- Schlafstörungen, Alpträume,
- Müdigkeit, Erschöpfung, Energiemangel,
- vermehrtem Griff zu Aufputschmitteln, Hilfs- oder Verdrängungsmitteln (z. B. erhöhter oder gar exzessiver Konsum von Koffein, Nikotin, Alkohol der anderer stimulierender Drogen; erhöhte Einnahme on Medikamenten),
- Verspannungen, v. a. Hals- und Schultermuskulatur, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen
- Immunschwäche, häufige Erkältungen,
- Magen-Darm-Beschwerden,
- erhöhte Pulsfrequenz, erhöhter Blutdruck,
- Nervenreizung, nervösen Ticks,
- sexuelle Probleme, mangelnde Lust,
Allen Erklärungen gemein ist die Feststellung, dass es sich um einen durch Stress verursachten Zustand handelt, der eine starke Erschöpfung auslöst. Der englische Begriff burnout bedeutet ausbrennen, to burn out: herunterbrennen, ausbrennen, to burn oneself out: sich völlig verausgaben, (kaputtmachen) und to be burnt out: (völlig) ausgebrannt sein. Zahlreiche Veröffentlichungen beschreiben als Auslöser äußere Bedingungen, also Stress, wodurch jeder betroffen sein könne (Embriaco, 2007).
Das Syndrom bezieht sich auf einen Zustand, der durch langanhaltende Belastung entstanden ist. „Jeder im Pflegeberuf Tätige ist ein potentieller Kandidat für das Burn-out-Syndrom, da bei der unermüdlicher Versorgung anderer die eigenen Bedürfnisse oft vernachlässigt werden." (Lloyd-Jones, 2002, 220). Gerade auf Intensivstationen ist eine stark stressbetonte Arbeitsumgebung zu finden (Poncet, 2006).
Die Faktoren, die in der Intensivpflege das
Burnout Syndrom begünstigen, sind in der Literatur vielfältig. Meltzer nennt als Faktor die Pflege, die als vergeblich oder den Zustand des Patienten als nicht verbessernd angesehen wird. Dies führe zu emotionaler Erschöpfung, welche als burnoutauslösend gesehen wird (Meltzer, 2004).
Als berufliche psychomentale / soziale Stressoren sind anzuführen: Zeitdruck, Überstunden, Schichtarbeit, negatives Betriebsklima (z.B. Konflikte, Konkurrenzdruck, Mobbing), Monotonie / Routine, Mangel an Autonomie (Fremdbestimmung), wirtschaftliche Zwänge, Mehrfachbelastungen (Beruf, Familie, Freizeit), fehlende Anerkennung.
Das Ergebnis der Verdrängung ist die bewusste oder unbewusste Somatisierung des Konfliktes, d.h. die Flucht in das körperliche Symptom oder die körperliche Krankheit.
Maßnahmen zur Prävention eines Burnout lassen sich nach Präventionsansatz und –ebenen differenzieren. Hinsichtlich des Präventionsansatzes kommen sowohl Modifikationen des Arbeitsumfeldes (Verhältnisprävention) als auch Verbesserungen der individuellen Belastbarkeit (Verhaltensprävention) in Betracht.
Dabei gibt es Gesundheitsstrategien im Berufsalltag, die das Burnout Syndrom erfolgreich bekämpfen. Gerade eine ausgewogene Ernährung ist von entscheidender Bedeutung und findet immer große Aufmerksamkeit unter Wissenschaftlern in Bezug auf die Vorsorge des Burnout Syndroms.
Zu große psychische Belastungen können zu einer Schwächung des Immunsystems und dadurch häufiger zu Infektionskrankheiten führen. Weitere psychosomatische Erkrankungen sind oft Verspannungen, Schlafstörungen, Kreislaufprobleme, Verdauungs- und Essstörungen sowie bei fortgeschrittener Erkrankung auch Herzkrankheiten, Geschwüre im Magen-Darm-Trakt, schwerer Tinnitus und Begünstigung der Krebsentwicklung. Auch Alkoholkrankheit und Missbrauch und Abhängigkeit von Medikamenten und anderen Drogen kann Folge sein.
Ich hoffe ich konnte Ihnen mit meinen Informationen helfen, und bedanke mich.
CorvusCorax