Mitsu tomoe: Sonne, Himmel, Erde, Mensch
Sie haben es sicher schon mal im Fernsehen gesehen. Der Kriminalkommissar denkt über das Tat-Motiv des Mörders nach und glaubt ein Verhaltens-Muster – Prinzip - zu erkennen. Profiling versucht die emotionalen Beweggründe aufgrund von Verhaltensmuster zu deuten, um dem Täter das nächste Mal zuvor zu kommen. Die Natur und die Menschen verwenden bewährte Muster und Prinzipien immer wieder um den Erfolg zu wiederholen. Diese wechseln bei Menschen dann schnell in den Aberglauben (Natur-Religionen
). „Immer wenn ich rote Socken an hatte, dann …!" Mein Rat: Hängen sie ihre Prinzipien so hoch das sie, bei Bedarf, darunter hindurch schlüpfen können. Pattern which connects: Muster-Suche hinter den Dingen (Materie und Energie (Information))
und Prozessen (Strukturen (Funktion und Position) und Beziehungen)
Die Menschheit wollte schon früh die Muster unserer Welt erkennen können um ihrem Leben mehr Sicherheit im Vorhersehbaren und bei der Beeinflussbarkeit zu geben. Vor allem die Zukunft und das Schicksal (von Gott beeinflußt) war (ist) für sie die große Unbekannte.
So verließen sie sich auf zunächst ihre von Ihnen selbst geschaffenen Götter (Polytheismus der Naturreligionen) und die Geister ihrer Toten, die sie durch Verhalten und Taten positiv zu stimmen glaubten.
Ein einfaches nützliches (Glaubens-)Prinzip (Ursprung, Anfang, Grundsatz) war das der Wiederholung: Sonne > Regen > Sonne > Regen, … oder Hell > Dunkel > Hell > Dunkel, …
Prinzip = Sinn (warum?), Ur-Sache, Tao, der Weg.
Die Griechen unterschieden, mit Hilfe ihres Verstandes (Wissen) und ihrer Götter-(Parallel)-Welt, sehr viel später neben der Raum und Zeit Dynamik (Ich + Du, oben + unten, arm + reich usw.) auch die belebte und un-belebte, sowie die beseelte und un-beseelte Natur. Aber auch das Dies- und Jenseits.
Im Alltag der Menschen entwickelte sich das Denken in Gegensätzen (ODER-Logik).
- Das Richtig oder Falsch des Handelns.
- Zarathustra definierte vor 3 Tsd. Jahren aus dem täglich erkennbaren Hell-Dunkel sein Gut-Böse Kontrast.
- Aristoteles formulierte vor 2,5 Tsd. Jahren sein Wahr-Falsch der Logik.
Auch wir wenden heute noch die Freund-Feind, Lob-Tadel oder Täter-Opfer Kontraste an. Mehr damit wir uns mittels Vor-Urteilen schneller in unserer komplexen Welt orientieren können (10 hoch 9 Bit/Sek,) Informations-Input der Kognition. Außerdem unterscheiden wir natürliche und kulturelle (willkürliche) Prinzipien (Muster).
Zu Hilfe kam den Menschen dabei die Kontrast-Verarbeitung unseres menschlichen analog-digitalen Gehirns. In Ergänzung zum mehr oder weniger zufällig auftretenden Kontrastes bzw. Gegensatzes basiert ein verlässliches weiteres Prinzip auf der Kausalität (vs. Korrelation): Ur-Sache > Wirkungs-Prinzip (Aristoteles):
Causa (Grund, Ursache) wird in der Philosophie und der Rechtswissenschaft verwendet:
- causa efficiens – die wirkende Ursache, die Ursächlichkeit, nach der die folgenden Zustände als bewirkt durch die früheren erscheinen. [Schreiner des Stuhles]
- causa essendi – der Seinsgrund, die Ursache des Werdens.
- causa exemplaris – die vorbildliche Ursache, das Urbild, die Idee als Ursache. [Idee des Stuhles]
- causa extrinseca – die äußere Ursache.
- causa finalis – die End- oder Zweckursache, die Ursächlichkeit, nach der das Geschehen durch ein vorausliegendes, vorausgesetztes Ziel bestimmt ist. Der Zweck als Ursache. [Sitzen auf dem Stuhl]
- causa formalis – die gestaltende, die bildende Ursache. [Form des Stuhles]
- Causa intrinseca – die innere Ursache.
- causa materialis – die im Stoff, in der Materie wirkende Ursache, das Substrat des Wirkens (der Bedingung). [Holz des Stuhles]
- causa movens – die bewegende Ursache – auch: causa motiva.
- causa techne – Handwerkliche Fertigkeiten.
- causa episteme – Könnens-Bewußtsein.
Quelle: wikipedia.de, Auszug
Im Zusammenhang mit causa wurden auch einige Lehrsätze aufgestellt:
- causa preacedit effectum – die Ursache geht der Wirkung voraus.
- causa est potior causato – die Ursache besitzt mehr Seinswirkung.
- causa posita ponitur causatum – mit der Ursache ist die Wirkung gesetzt.
- causa causae est etiam causa causati – die Ursache einer Ursache ist die Wirkung von dieser.
- causa essante cessat effectus – ein Lehrsatz der Scholastik: mit der Aufhebung der Ursache verschwindet die Wirkung.
Quelle: wikipedia.de, Auszug
Zur besseren Kommunikation und Information und zum besseren Verständnis, besserer Vorhersage und Zu-Ordnung teilte Aristoteles vor 2,5 Tsd. Jahren die Welt in 10 Kategorien ein: Definieren, Kategorisieren, Katalogisieren.
Die 10 Kategorien-Bezeichnungen des Aristoteles
| Frage | Beispiel | Bezeichnung |
| Was ist etwas? | Mensch, Pferd | Substanz |
| Wie viel/groß ist etwas? | zwei Ellen lang | Quantität |
| Wie beschaffen ist etwas? | weiß, des Lesens kundig | Qualitatives |
| In welcher Beziehung steht etwas (zu etwas)? | doppelt, halb, größer | Relation |
| Wo ist etwas? | im Lyzeum, auf dem Marktplatz | Ort |
| Wann ist etwas? | gestern, voriges Jahr | Zeit |
| In welcher Position ist etwas? | es ist aufgestellt, sitzt | Lage |
| Was hat etwas? | hat Schuhe an, ist bewaffnet | Haben |
| Was tut etwas? | schneidet, brennt | Tun |
| Was erleidet etwas? | wird geschnitten, gebrannt | Erleiden |
Quelle: wikipedia.de, Auszug
Man unterschied noch heute z. B.
- Objekt (Da-Sein),
- Subjekt (So-Sein),
- Prädikate (Eigenschaften) und
- Verben (Tätigkeiten).
- Sein (existentia, Da-Sein) UND
- Wesen (essentia, So-Sein),
- Eigenschaften (Akzidenzien)
Teil UND Welle = Materie UND Energie, z. B. Jeans = Hose UND Weltanschauung = Information
Unser 7-W-Fragen-Konzept der Frage-Technik lautet noch heute:
- Warum? (Sinn, Grund, Ur-Sache)
- Wozu? (Zweck: Ziel)
- Was?
- Wer?
- Wie?
- Wo?
- Wann?
Das bekannteste Natur-Prinzip ist die Synergie.
Die Synergie oder der Synergismus, bezeichnet das Zusammenwirken von Lebewesen, Stoffen oder Kräften im Sinne von „sich gegenseitig fördern" bzw. einen daraus resultierenden gemeinsamen Nutzen. Eine Umschreibung von Synergie findet sich in dem Ausspruch von Aristoteles „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile", auch als Holismus bezeichnet. Synergie-Effekte werden interdisziplinär in der Synergetik untersucht.
Quelle: wikipedia.de, Auszug
In Kulturen kennt man noch die Kopie und Kooperation.
Prinzip, Prinzipien (Anfang, Ursprung) ist das, aus dem ein anderes seinen Ursprung hat. Es stellt eine gegebene Gesetzmäßigkeit dar, die anderen Gesetzmäßigkeiten übergeordnet ist (wobei der Begriff Gesetzmäßigkeit ersetzbar ist durch die Begriffe Gesetz, Naturgesetz, Regel, Richtlinie, Verhaltensrichtlinie, Grundsatz, Postulat). Im klassischen Sinne steht das Prinzip zwingend an oberster Stelle, im alltäglichen Sprachgebrauch wird dies aber weniger streng gehandhabt. Darüber hinaus gibt es einen Begriff von Prinzip, der eine Verkettung von Gesetzen (Regeln, etc.) erlaubt (z. B. Prinzip der sozialen Marktwirtschaft). Die konkrete Bedeutung ist kontextabhängig.
Prinzipien lassen sich in axiomatische (Beobachtung als Gesetz oder basieren schlicht auf dem Postulat eines Gesetzes ) und systematische (wenn sich eine bestimmte Wirkung auf die Konstellation spezifischer Faktoren zurückführen lässt, die in dieser Konstellation immer diesen gleichen Effekt hervorrufen. ) Prinzipien unterteilen.
Quelle: wikipedia.de, Auszug
Einige Prinzipien sind:
- das deutsche Vorsichts-Prinzip (Pessimismus und Zwang)
- das amerikanische Aufklärungs-Prinzip (Optimismus und Freiheit)
- Grundprinzip und Funktionsprinzip
- Archimedische Prinzip
- Prinzip der kleinsten / größten Wirkung
- Archimedisches Prinzip
- Energie-Erhaltungs-Prinzip
- Gleichheitsprinzip
- Pareto-Prinzip
- Subsidiaritätsprinzip
- Weltrechtsprinzip (auch Universal-Prinzip)
Das Prinzip Evolution besteht aus: Selektion, Mutation, Anpassung (Synergie).
Prinzipien der Natur: Umwandlungs-Kreislauf, Photosynthese, Metamorphose, ...
Das in der Ökonomie bekannteste Prinzip ist das von der Ökologie kopierte Effizienz-Prinzip.
Natur-Prinzip: Es entsteht immer bei allen chemischen Reaktionen Wärme, d. h. bei allen Umwandlungen von einer Substanz in eine andere: Mensch: Nahrung; Automotor; Benzin, Glühbirne; Strom, ...
Das Prinzip Energieumwandlung: Entropie, von der Ordnung (Kälte, Tod) zum Chaos (Wärme).
- In geschlossenen Systemen: Austausch von Energien ODER Stoffen mit der Umgebung. Un-Ordnung der unbelebten Umgebung = Maximum an Entropie. Bei freiwilligen = spontanen Vorgängen in einem geschlossenen System (Kybernetik) wächst die Unordnung bzw. Zufälligkeit des Systems:Entropie.
- Ein System der Kybernetik 3. Ordnung, z. B. funktionierende Industrieanlage wird verlassen und wandelt sich dann von der Ordnung zum Chaos: Entropie (Unordnungs-Maß).
Das Lebens-Prinzip: Neg-Entropie
- In offenen (biologischen) Systemen: Austausch von Energien UND Stoffen (Nahrung und Stoffwechsel, Information) mit der Umgebung, z. B. der Mensch (Organismus und Umgebung = ´geschlossenes´ System, Systemik 1. Ordnung) kann kontinuierlich Arbeit verrichten und verkörpert einMinimum an Entropie (max. Neg-Entropie).
- Die Evolution – Systemik - entwickelt sich, aufgrund natürlicher intrinsischer Energien, vom Chaos zur Komplexität (Ordnung, Wärme). Neg-Entropie des offenen Systems 1. Ordnung – Natur (= Kybernetik 3. Ordnung).
Quelle: dtv-Atlas: Physiologie, 5. Aufl. 2001, Auszug
Anmerkung:Die Entropie bewirkt, dass Original Natur-Wasser nach seiner Erstnutzung und erneuter Aufbereitung nur noch Wasser 2. Qualität ist. Austausch von Materie UND Energie (Information).
Immer wenn der Mensch die zugrundeliegenden Prinzipien erfasst, versteht er auch die vordergründigen Verläufe und Verbindungen. Wissen und Verstehen bezieht sich also primär auf die erkennbaren und zuortenbaren Muster. Damit bauen wir die Brücken vom Früher zum Jetzt und zur Zukunft!
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