Mystische Bedeutung und Entsprechung der Zahlen
Als Spiegel zur 6 findet sich auch
das Yang in vergleichbarer Symbolik: die
9 kommt bildlich (beginnend von unten) aus dem Materiellen und schließt
die astrale Ebene ein, und entspricht u. a. der nach oben geöffneten Man-Rune (Man = "Sei Gott - Mensch!") und der linksdrehenden Swastika (steht für Aufstieg, Aufschwung etc.).
Im
Yang wird durch den zentralen (schwarzen) Kern der gegensätzlichen Polarität verdeutlicht, daß das "
Gute" aber immer noch Teil der materiellen Polarität ist: "
Wer die vergänglichen Formen genießen will, muß die Faktoren der Vergänglichkeit (Trennung, Krankheit, Tod, Geburt) vergessen, verdrängen oder zuschütten (...) Die materielle Polarität ist nicht trennbar. Man muß das "Glück" immer im Zusammenhang mit dem "Leid" sehen und darf nicht nur die bevorzugte Hälfte betrachten." (Armin Risi)
Buddha hierzu:
"Erleuchtung tut sich dem nur kund
dem es gelingt sich abzuscheiden,
denn Freude ist Anfang der Leiden,
und Liebe ist Quelle von Leiden,
und Wohlsein ist Ursprung von Leiden.
Die Lust ist die Mutter der Leiden.
Kann einer sich davon nicht scheiden,
wird er Nirvana nie erreichen."
"
Die Zahl Neun vertritt die Ur - Idee der astralen Welt, des Astralkörpers und alles dessen, was zum Astral gehört, mit allen seinen Entsprechungen, Charaktereigenschaften usw. Gleichzeitig ist Neun die Zahl der Bewegung, des Rhythmus und somit des Lebens in seiner subtilsten Form." so Franz Bardon.
Hier wird erkennbar warum die 9 oft mißverstanden wird, denn das Astrale beschreibt einen Zustand der keineswegs transzendent ist! Die Veden wissen zwischen einem grobstofflichen und einem feinstofflichem Körper zu unterscheiden und der Spiritist Arthur Ford prägte durch empirische Forschung die vergleichbaren Begriffe vom Alpha-, und vom Beta-Körper. (siehe Anhang 8.)
Anmerkungen:- Die Quersumme aus der Multiplikation einer beliebigen Zahl mit 9 ergibt immer wieder Neun!
2 x 9 = 18 -> 1+8 = 9
3 x 9 = 27 -> 2+7 = 9
4 x 9 = 36 -> 3+6 = 9 ...
- 9 enthält die 3 in höherer Potenz! (333)
- 9 Monate dauert eine vollendete (menschliche) Schwangerschaft
Die höheren Zahlen
Die höheren Zahlen sind für die Zahlen-Mystik, wie eingangs bereits erwähnt, nur bedingt interessant. Der Vollständigkeit halber seien sie trotzdem angeführt, zudem fand ich es höchst interessant daß es jede Menge Parallelen zum sogenanten "Albano-Waite-Tarot" zu geben scheint. Wenn man beide Systeme miteinander vergleicht fällt einem so manches sofort ins Auge: Zum Beispiel umfasst das "Große Arkana" genau 22 Karten und in der Kabbalistik endet das nächsthöhere System ebenfalls mit der 22. Auch offensichtlich sind die Paralellen bei der 6. Karte (im Tarot "die Liebenden", in der Kabbalistik "Sexus") oder der 22. Karte ("Der Narr" bzw. "Illusionen"). Bei anderen Karten/Zahlen muß man zumindest ansatzweise mit beiden Systemen vertraut sein: Sowohl die 16. Karte "Der Turm", als auch die "kabbalistische 16" stehen für Katastrophen; und die als "Unglückszahl" berüchtigte "13" ist von der Bedeutung praktisch identisch mit der 13. Karte (siehe Anhang 7.).
Tarot Kabbala10 "Wechsel des Glück" "Rad des Schicksals"
11 "spirituale Macht" "Gerechtigkeit"
12 "Opferung, Sühne" "Der Gehängte"
13 "Transformation" "Tod"
14 "Selbstzucht" (Selbstbeherrschung) "Mäßigkeit"
15 "Wirkungskraft" (Magie) "Der Teufel"
16 "Katastrophen" "Der Turm"
17 "Wahrheit, Glaube, Hoffnung" "Der Stern"
18 "Falschheit" "Der Mond"
19 "Glück, Freunde" "Die Sonne"
20 "Erwachen, Wiedergeburt" "Gericht"
21 "Erfolg" "Die Welt"
22 "Misserfolg, Illusionen" "Der Narr"
Nachwort:Aus dem ursprünglichem Wunsch heraus Ordnung in meine Gedanken zu bringen, ist, so hoffe ich, doch ein ganz ordentliches Essay entstanden. Die Hauptarbeit erfolgte von Sommer bis Winter 2004. Einige Änderungen und Erweiterungen nahm ich Anfang 2007 vor. Natürlich hätte sich zu jeder Zahl noch weit mehr anfügen lassen, nur war es nicht mein Ziel ein weiteres Sammelwerk zu verfassen (zahlreiche Autoren haben das bereits vor mir getan; siehe Quellenangabe), mir war es vor allem wichtig aufzuzeigen welche Erkenntnisse sich ergeben, wenn man die ursprünglich-mystischen Zusammenhänge der Zahlen zueinander, die verschiedenen Quellen, und die Zusammenhänge der jeweiligen Entsprechungen betrachtet. Letztlich läßt sich die Lehre aller Zahlen aber auf einen einzigen Satz reduzieren:
ERKENNE DICH SELBST
Anhang:1. "heilig" kommt vom griechischen Wort holos, "ganz, vollständig, ganzheitlich". Da viele Wörter in unserem Geist mit Bildern verknüpft sind, und so eine Prägung oftmals in frühester Kindheit stattfand, kann es interessant sein, diese mit deren Etymologie (Ursprung und Geschichte) zu vergleichen. Denkt man beispielsweise an den christlichen "Heiligenschein". Welche Bilder erscheinen vor unserem innerem, geistigem Auge? Im dunklen Mittelalter wußten (oftmals dogmatisierte) Künstler nichts damit anzufangen, also malten sie einfach einen leuchtenden Kranz um den Köpfen von so manchen, als heilig geltende Personen. Nur was ist der Heiligenschein wirklich? Das lateinische Wort für "Heiligenschein" lautet "Aureole", abgeleitet von Aurum, "Gold". Das altdeutsche Wort Heiligenschein bezeichnet also schlicht und einfach die Aura eines Menschen!
2. Wörtlich bedeutet Nirvana "kein Wehen des Windes". Dieser transzendente Bewusstseinszustand, der einem (dem Buddhismus nach) die Einheit mit Allem erfahren läßt, wird auch als "Unio mystica", in den Veden als "Brahman", und in der Kabbala als Erlangung des "Ain" bezeichnet.
3. Karma: (eine) "Handlung", die immer eine materielle - gute oder schlechte - Reaktion nach sich zieht und den Ausführenden dadurch an den Kreislauf von Geburt und Tod bindet", so der Veda-Gelehrte Armin Risi. Don Juan übermittelt uns durch Carlos Castaneda folgendes über das Resonanzgesetz: "Die Welt, wie wir sie sehen, ist genauso, wie wir sie sehen, und sie ist nur so, wie wir sie sehen, weil wir sie so sehen."
4. Interessanterweise findet sich in diesem Laut der etymologische Ursprung des, in unserem Kulturkreis recht vertrauten "Amen".
5. Anhand folgendes juristischen Beispiels wird deutlich daß jeder Tat, selbst der scheinbar gedankenlosesten, eine Idee vorausgehen muß: Ein (zivilisiertes) Gericht unterscheidet strikt zwischen Mord und Todschlag. Das hat einen gewichtigen Grund: Einen Mord muß man planen, man muß sich mit der Ausführung des Tötens beschäftigen und es vergeht eine gewisse Zeit bis die Idee in die Tat umgesetzt wird. Beim Todschlag hingegen wird die spontane Idee kurzzeitig (also im Affekt) in die Tat umgesetzt. Da aber selbst einer Tat im Affekt ein Gedanke vorausgehen muß, wird auch der Todschlag geahndet. (wobei das Strafmaß natürlich um ein Vielfaches geringer ausfallen muß)
6. Buddha lehrte stets in allem die "goldene Mitte" zu finden. ("Mut" beispielsweise hat nicht nur ein Gegenteil, sonderen zwei Extreme: Feigheit und Übermut.) Insofern darf man natürlich nicht den Fehler machen Sex grundsätzlich zu "verteufeln". Genauso falsch ist es ins andere Extrem zu verfallen, und Sex glorifizieren. In der Sexualmagie gilt zumindest folgender Grundsatz:
"
Die höchste Form der Sexualität ist der Verzicht auf Sexualität" (Frater V., D.)
7. Um kaum ein anderes Symbol ranken sich mehr Verschwörungstheorien als um das so genannte "große Siegel" (Zu finden auf der Rückseite der 1-Dollar-Note.) Dargestellt wird eine unvollendeten Pyramide über der ein einzelnes, mit einem Strahlenkranz umgebenes Auge schwebt. Fakten darüber gibt es wenige, Mythen dafür umso mehr. Offiziell stammt es von Charles Thompson, Sekretär des Kontinentalkongresses, der es 1782 dem Kongress vorlegte, worauf es zum US-Amerikanischem Staatssiegel avancierte. Ob diese Version stimmt oder nicht sei mal dahingestellt, letztlich ist es aber eine geniale darstellerische Komposition, die von mystischer Symbolik nur so strotz: Über einer Pyramide, die symbolisch für das körperlich-vergängliche steht - unvollendet wie der Mensch - steht abgesetzt das "Auge Gottes", ein uraltes, vermutlich aus babylonischen Zeiten stammendes Symbol. Dieses Auge befindet sich in einem Dreieck: die vermutlich klassischste Darstellung für eine Gottheit. Die Pyramide wiederum hat genau 13 Stufen. Die Kabbala (und das Tarot) lehrt uns das die "13" für "Transformation" - für ein Ende, einen Tod, und immer auch gleichzeitig für einen Anfang, eine Wiedergeburt steht! Nun wird deutlich erkennbar dass das "Siegel" symbolisch einen klassisch-mystischen Weg zeichnet, an dessen Ende der Tod für alles dessen steht, was Vergänglich in uns war, allerdings nur um zu erfahren dass unser höheres innerstes Selbst göttlich und ewig ist! Das eine jegliche Geburt ("wie oben so unten", siehe -8-) mit Schmerzen verbunden ist, sei hier allerdings nur am Rande erwähnt.
8. Da in der Esoterik-Szene viel Schindluder betrieben wird sei hier in aller Deutlichkeit gesagt: Der Astral-Körper stellt nach wie vor einen Körper dar! Dieser feinstoffliche Körper entspricht in keinster Weise der Seele oder dem höherem Selbst, sondern vielmehr dem was man als Geist (im Sinne eines Spuks) versteht. Übrigens ist auch der Körper mit dem wir auf der "Traumebene" (bei den Aborigines "Traumrealität" genannt) auf Reisen gehen feinstofflich!
Werke in die Einblick genommen wurde:· Armin Risi "Der multidimensionale Kosmos - Band 1 - 3"
· Franz Bardon "Quabbalah"
· Herbert Reichstein "Praktisches Lehrbuch der Kabbala"
· Jules Silver "Numerologie"
· E. R. Carmin "Das schwarze Reich"
· Paul Brunton "Das Überselbst", "Yogis", "Geheimnisvolles Ägypten"
· Dr. Joseph Murphy "Die Macht ihres Unterbewußtseins"
· Carlos Castaneda "Die Lehren des Don Juan"
· Frater V., D. "Handbuch der Sexualmagie"
· Karl Spiesberger "Macht und Einfluss der Unsichtbaren Helfer"
· Christian Bouchet "Aleister Crowley - Das Leben eines modernen Magiers"
· Arthur Ford "Bericht vom Leben nach dem Tod"
· Harald Braem "Die Macht der Farben"
· Norbert Harry Marzahn "WAL"
· Jan v. Helsing "Geheimgesellschaften und ihre Macht im 20. Jh. - Band 1 und 2"
· Peter Fitzek "Ohne Zensur - Ausgabe 5"
· Maria Lehmann "Herrnauer Pfarrkurier - Nr. 100"
· Robert A. Bergh "Tarot"
· Will Adcock "I Ging"
· W. Kirk MacNulty "Die Freimaurer"
· Ralph Blum "Runen"
"Die Harmonie
des Teils
ist die Harmonie
des Ganzen,
denn das Ganze
ist im Teil gegenwärtig
und der Teil
im Ganzen."
Dr. Joseph Murphy
Christian Reittner,
Salzburg dem 5.1.2009