Die modernen Zigaretten
Zigaretten enthalten eine Vielzahl zellgiftiger und Krebs erregender Stoffe, die zum Großteil erst während des Verbrennungsprozesses (Pyrolyse) entstehen. Für die Gesundheitsschädlichkeit von Zigaretten ist die Gesamtmenge aller toxischen Stoffe, die in den
Zigaretten und im Zigarettenrauch enthalten sind, ausschlaggebend. Bei der Produktion der
modernen Zigarette bedient sich die Tabakindustrie der Zusatzstofftechnologie: Die heute in den USA und in Europa erhältliche Zigarette enthält eine Reihe von Zusatzstoffen, die bis zu 25 Prozent ihres Gesamtgewichts ausmachen können.
Die meisten sind in Form von Zucker, Geschmacksstoffen und Feuchthaltemitteln enthalten. Weitere Zusatzstoffe sind: Aromen, Früchte, Gewürze, Tee, Zuckerarten, Stärke, Glycerin und Propylenglycol, Klebe, Haftund Verdickungsmittel wie Gelatine, Schellack, Carboxymethylcellulose, Mischungen aus Polyvinylacetat und Polyvinylalkohol, Konservierungsstoffe, Weißbrand und Brandbeschleunigungsmittel, Farbstoffe, Bindemittel usw. Ammoniak und Ammoniak ähnliche Substanzen sind ebenfalls übliche Zusatzstoffe: Sie erleichtern die Nikotininhalation.
Ammoniak wirkt für das Nikotin auf seinem Weg in den Körper wie eine mehrspurige Autobahn. Es sorgt dafür, dass mehr Suchtgift als üblich noch schneller in den Blutkreislauf gelangt. Ammoniak macht das Nikotin fettlöslicher. Es kann dadurch besser durch die Gewebeschichten im Körper gleiten. Mit verschiedenen Geschmacksstoffen ("flavorants"] und Chemikalien wird das natürlich bittere und harsche Nikotin viel leichter inhaliert. Ein wichtiger Stoff dabei ist Menthol. Menthol wirkt wie ein lokales Betäubungsmittel und hilft dadurch bei der Überwindung der natürlichen Irritation durch den Zigarettenrauch. Menthol ist der einzige Zusatzstoff, der aktiv und sichtbar für die Konsumentinnen vermarktet wird.
Folgen der spezifischen Mentholeigenschaften sind unter anderem Wirkungen auf die Atemwege, schmerzlindernde Eigenschaften, Geschmacks und Kühlungseffekte sowie Wirkungen auf das zentrale Nervensystem. Das US Department of Health and Human Services weist darauf hin, dass Menthol zu einer höheren Atemfrequenz, einem erhöhten Atemvolumen sowie einer tieferen Inhalation des Rauches führt. Die Tabakkonzerne setzen Menthol vor allem als "Rauchweichmacher" und als lokales, schmerzlinderndes Mittel in fast allen Zigaretten ein, auch wenn sich diese Beimengung nicht immer geschmacklich auswirkt. Die spezifischen Mentholwirkungen bleiben jedoch auch unterhalb der geschmacklich wahrnehmbaren Grenze erhalten. Um den teilweise zu scharfen Mentholgeschmack zu überdecken, werden weitere Zusatzstoffe wie Pfefferminze, grüne Minze, Gewürznelken oder Kampfer verwendet.
Weitere Informationen über die Zigaretten finden Sie auf
zigaretten.blog.de