Artikel-Recherche: Titel Beschreibung   Erweiterte Suche

Die Matrix des Wandels

Autor: Haderlein | Erstellt am: 26.06.2009 | Gelesen: 1276
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: Unbewertet
PDF Erstellen PDF Erstellen | Drucken Drucken | An Freund Senden Versenden

(Online-Artikel.de) - Alte Fundamente der Wirtschaft zerbröckeln

Die Matrix des Wandels, zukunftsinstitut.de/matrix
Die Matrix des Wandels, zukunftsinstitut.de/matrix
Mega-Investitionen strömen von jetzt an in die Netzwerke erneuerbarer Energien, in das Gesundheitsmanagement und in die Bildung. Doch nach welchen Prinzipien funktionieren die Wertschöpfung, das Marketing und die Märkte NACH der Krise? Das zeigt die Studie „Matrix des Wandels" der internationalen Gesellschaft für Zukunfts- und Trendberatung „Zukunftsinstitut GmbH". Die wichtigste These lautet: Die Krise ist kein Untergangszenario, sondern ein Beschleuniger für den längst überfälligen Wandel.

Konsequenzen aus der Krise: Der Übergang in eine neue Markt- und Gesellschaftsstruktur

Das Autorentrio Matthias Horx, Oliver Dziemba und Dr. Eike Wenzel beleuchtet die wichtigsten Trends und Treiber für den Neustart von Ökonomie, Gesellschaft und vielen Branchen. Sie beschreiben anschaulich, auf welchen 8 Kraftfeldern der Zukunft sich in den nächsten Jahren unsere Zukunft entscheiden wird.

1. Neo-Innovation: Wirkliche Innovationen lösen das Gewohnte in den Produktionsabläufen ab
Substanzielle Innovationen sind das Gegenteil von unendlich langweiligen line extensions und blasenförmigen Produktdiversifizierungen, die nur das eine bezwecken: Innovationskosten niedrig zu halten. Gefragt sind künftig echte Innovationen, die nicht nur bestehende Produktlinien überarbeiten und verbessern. Drei Innovationspfade stellen die Autoren vor, die künftig beschritten werden müssen, um zu WIRKLICH Neuem zu gelangen.

2. Die neuen Querschnittbranchen: Märkte und Marken orientieren sich künftig an den Konsumentenwünschen
Die Einteilung der Branchen erfolgt künftig nicht mehr in Anlehnung an die anbietenden Industrien, sondern an die Wünsche und Sehnsüchte der Konsumenten. Die Konsumenten suchen schon längst nicht mehr nach Produkten, sondern nach umfassenden Lösungen, die ihnen ein Stück der Alltagsarbeit abnehmen. Die Folge: Märkte und Branchen bekommen eine neue Physiognomie. Es sind vor allem netzwerkartige und Dienstleistungs-Märkte, die in der Wirtschaft von morgen bedeutsam werden und neue Anforderungen an Industrie und Handel stellen.

3. Neo-Technologie: Technischer Fortschritt ist immer das Ergebnis von sozialem Wandel
Bedeutende technologische Innovationen sind immer das Ergebnis von sozialen Veränderungen oder die kühne Vorausschau auf soziale Veränderungen. Damit ist es in erster Linie die Gesellschaft, die über die Zukunft der Technologie entscheidet. Trends und Megatrends und deren Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft spielen künftig für innovative Technologien eine entscheidende Rolle, wenn diese erfolgreich sein möchten.

4. Glokalisierung: Regionale Wirtschaftskreisläufe erleben aufgrund der Globalisierung ihr Comeback
Wer bislang angenommen hat, dass das Internet regionale Kommunikations- und Wirtschaftsprozesse einschränken oder beschädigen würde, hat nichts vom Internet verstanden. Ein Viertel aller Suchanfragen bei Google haben einen lokalen Bezug. Insbesondere durch steigende Rohstoffpreise und die weiter steigenden Löhne in den Schwellenländern werden viele ökonomische Prozesse re-regionalisiert.

5. Neue Arbeitswelt: Vom Mitarbeiter zum Selbstunternehmer
Starre Hierarchien, behäbige Kommunikationsstrukturen und lineare Unternehmensabläufe passen immer weniger zur schnell drehenden digitalen Wirtschaftswelt des 21. Jahrhunderts. Brüche und Diskontinuitäten (etwa durch Selbständigkeit, freiberuflicher Projektarbeit, temporäre Arbeitslosigkeit oder Multijobbing) gehören zur neuen Norm der Arbeitswelt. Der Wunsch nach einer sinnvollen beruflichen Tätigkeit und Selbstverwirklichung im Job werden in der Ökonomie von morgen zur entscheidenden Produktivitätskraft für zukunftsfähige Unternehmen.

6. Globalisierung 4.0: In der Ökonomie von morgen gibt es keine „Kleinen" mehr
Nach den Produktivitätsschüben aus den ersten beiden Globalisierungsstufen (europäische Kolonialisierung bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts und die Kalte-Kriegs-Zeit mit der ökonomischen Allein-Dominanz Amerikas), folgte ab den 1990er Jahren mit der dritten Globalisierungsphase der größte weltweite Wirtschafts-Boom aller Zeiten. Die globale Wirtschaftskrise führt jetzt zu einer Restrukturierung der Weltwirtschaft und der globalen Werteordnung – und damit zur Globalisierung 4.0. Die Schwellenländer beginnen in den nächsten Jahren verstärkt mit der Produktion und Innovation komplexer Produkte und lösen sich damit mehr und mehr von der Abhängigkeit der Industrieländer. Gleichzeitig kehren die in den letzten Jahren „outgesourcten" Jobs zurück in die alten Länder des Wohlstandes.

7. Back-to-Basic: Gerade in der Krise meldet sich der Wunsch nach mehr Authentizität und Realität im Marketing zurück
Der jahrelange Trend zur Polarisierung der Märkte in Luxus und Discount findet nun sein Ende. Eine Entwicklung zu mehr Substanz und Sinnhaftigkeit auf den Märkten und im Konsum macht sich bemerkbar: Kunden wollen nicht mehr zwischen den Extremen superbillig und luxeriös wählen. In den nächsten Jahren wird die Nachfrage nach dem „real thing", nach authentischen und „eindeutigen" Produkten und Markenkonzepten das Marktgeschehen deutlich beeinflussen. Konsumenten investieren künftig ausgewählter und bewusster, weil sie sich in ihren eigentlichen Bedürfnissen angesprochen fühlen wollen.

8. Female Values: Der Kompetenzaufstieg der Frauen prägt die Ökonomie von morgen
Erfolg im Job, steile Karrieren und gesellschaftliches Ansehen war lange Zeit nur den Männern vorbehalten, den Frauen blieb meist nur die Rolle hinter dem Herd und als Mutter. Doch gerade im Übergang zum Wissenszeitalter werden Kreativität und Wissen zu immer bedeutenderen Ressourcen im Wertschöpfungsprozess. Die Ökonomie von morgen verlangt nach anderen Fähigkeiten: Intuition, Bauchgefühl, emotionale Intelligenz – allesamt eher weibliche Eigenschaften – treten an die Stelle der systemischen Rationalität des Industriezeitalters.

Daniela Sturm, Zukunftsinstitut GmbH
 
 
Geno Sponsoring
Social Bookmark

Artikel Bewerten:  Schlecht Artikel ist Schlecht 1 2 3 4 5 Artikel ist Sehr Gut Sehr Gut  
Zuletzt gelesene Artikel in der Kategorie Handel - Business & Wirtschaft:
Kältetechnik - Die Kältemaschine
A-ROSA realisiert Vertragsmanagement-Lösung mit bpi solutions
Social Media als Treiber einer neuen Einkäufer-Generation
INKA Gruppe: Babyboomer bescheren Beteiligungsangeboten eine große Zukunft
Große Investoren haben Zentralamerika im Visier
Streuwagen - Idealer Helfer im Winterdienst und zum Säen / Düngen
Jenseits der Industrienorm
Leipziger Galopprennbahn wurde mit HKL Mietmaschinen saniert

comment Kommentare von Besucher !

Noch kein Kommentar zu Artikel “Die Matrix des Wandels”







Top | rss   
Designed by A2D Webdesign Agentur | Media-Netzwerk: MyPress World | MyPress DE | MyPress CH | MyPress AT | Online Article
OA-Services: Online PR-Blog | Webreporter | Know-How | Jobs & Stellenanzeigen | Presseportal | News | Branchenbuch

Copyright 2008 © Art2Digital InterMedia Solutions | ICRAchecked | Creative Commons License.