Investion in Teak- oder tropisches Edelholz
Cyrill HaenniNachfrage nach einer Aufenthaltserlaubnis in Zentral Amerika
Weilt man längere Zeit in Zentral Amerika benötigt man ab einem gewissen Punkt eine Aufenthaltserlaubnis, da Touristenvisas nach 90 Tagen wieder erneuert werden müssen. Im folgenden sind die wichtigsten Gründe fur eine Aufenthaltsbewilligung zusammengefasst:
1) Pensionierung - Der Umzug in ein exotisches Land in Zentral Amerika ist der Traum vieler kurz vor der Pensionierung stehender Babyboomers in den USA und Europa
2) Gründung eines neuen Unternehmens - Zentral Amerika ist die Heimat für diverse Entwicklungsländer und bietet für Unternehmer viele interessante Geschäftsmöglichkeiten. In der Praxis sind Arbeitsgenehmigungen sehr schwer erhältlich und meistens reserviert für hochqualifizierte Arbeitskräfte von multinationalen Unternehmen. In der Praxis ist deshalb ein Investorenvisa oder anerkanntes Pensionseinkommen nötig um legale Geschäftsaktivitäten zu starten
3) Steueroptimierung - Länder in Lateinamerika besteuern Einkommen meistens nur auf inländischen Quellen. Das heisst erworbenes Einkommen aus dem Ausland verbleibt meistens steuerfrei
4) Zweiter Pass - die Aufenthaltsgenehmigung ist der erste Schritt um einen zweiten Pass zu erwerben
In den USA alleine wurden im Zeitraum von 1945 - 1964 76 Millionen Kinder geboren welche als die Generation der Baby Boomers bekannt ist. Diese Generation kontrolliert heute über 80% der persönlichen finanziellen Aktiva (Quelle: Wikipedia). Die Baby Boomers erreichen zur Zeit das Pensionsalter und viele werden sich überlegen in das warme tropische Klima von Zentral Amerika zu ziehen um dort eine zweite Wahlheimat zu finden wo die Lebenshaltungskosten tiefer sind als zu Hause.
Einige Länder in Lateinamerika stehen vor erheblichen ökonomischen und politischen Schwierigkeiten. Deshalb versuchen viele betroffene Bürger von solchen Ländern sich eine zweite Wahlheimat zu schaffen für den Notfall. Gerade in der letzten Zeit wurden viele Bürger von Venezuela in Panama angetroffen wo sie sich um eine Aufenthaltsbewilligung bemühen. In der Vergangenheit waren es jedoch vor allem die Kolumbianer welche Teile ihres Vermögen nach Panama brachten. Wegen der politischen Stabilität in Costa Rica und der historischen Geltung als diskreter und sicherer Hafen im Fall von Panama, qualifizieren sich diese Läender als Ort für die Emigration im Notfall, sollte die Situation im eigenen Land zu schwierig werden.
Tropische Edelholzplantagen
Tropische Baumarten wie Teakholz wachsen nur in einem engen Band einer tropischen Klimazone rund um den Äquator. Deshalb können nur einige wenige Länder das Tropenholz liefern, welches der Weltmarkt verlangt. Einige Länder sind bekannt dafür wie schwierig es ist erfolgreich Geschäftsaktivitäten aufzunehmen (z.B. Nicaragua, Kolumbien). Länder wie Costa Rica oder Panama hingegen bieten jedoch ein Investorenfreundliches Klima und haben erfolgreich ausländische Direktinvestitionen angezogen. Investitionen in tropische Edelholzplantagen werden von den Regierungen gefördert durch steuerlich begünstigte Anreize und durch tiefe Minimalinvestitionserfordernisse für Kleininvestoren um so das Recht auf eine Aufenthaltsbewilligung zu erhalten.
Tropische Edelholzplantagen erlauben die Aufzucht von nachhaltig gepflanzten Bäumen unter staatlicher Aufsicht wodurch sich der Druck vermindert tropisches Holz aus nicht-nachhaltigen Quellen mittels (in den meisten Ländern illegaler) Abholzung von Regenwald zu beschaffen. Plantagenholz kann auch einfacher zertifiziert werden durch z.B. das Forest Stewardship Council (FSC) wodurch bessere Transparenz geschaffen wird fur den Konsumenten um die Produktionsmethoden zu verstehen. Tropische Holzplantagen helfen deshalb indirekt die Umwelt, Flora und Fauna des verbliebenen tropischen Regenwaldes zu schützen.
Panama wurde über die letzten Jahrhunderte sehr stark von Waldrodung befroffen, so dass in einigen Regionen nahezu der ganze primäre Regenwald von der Landschaft verschwunden ist. Dies erklärt das Bedürfnis tropische Aufforstungs- und Plantagenprojekte zu fördern, da so das Holz unter staatlicher Kontrolle aus nachhhaltigen Quellen entnommen werden kann. Grössere Plantagenprojekte beinhalten meist auch einige Flächen die aufgrund der Bodenqualität oder Beschaffenheit nicht genutzt werden kann für kommerzielles Plantagenholz. Deshalb bieten solche Orte eine ideale Möglichkeit natürliche Eco-Pockets zu bilden, da dort keine Bodenbewirtschaftung durchgeführt werden kann. Kleine Waldstücke koennen so in natürlichen Wald zurückwachsen und Lebensraum für die Tierwelt bieten. Plantagenbesitzer entscheiden sich auch oftmals solche Flächen auszudehnen als Demonstration wie Oekologie und Oekonomie zusammenarbeiten können. Das bietet Investoren zusätzliche Argumente und kann die Gewissheit bringen, dass eine Investition auch der Umwelt hilft, da die Fläche sonst als Weideland genutzt würde, was definitiv ein Verlust für die Tierwelt ist.
Investitionen in tropisches Edelholz sind meistens langfristiger Natur (z.B. muss bei Teakholzinvestitionen mit einem Anlagehorizont von 20 - 25 Jahren bis zur Ernte gerechnet werden) und können finanziell sehr attraktiv sein. Wachstum des Holzvolumens erfolgt auf natürliche Weise durch die Vergrösserung der Biomasse, wodurch auch der Wert der Investition über die Zeit wächst. Konkrete Investitionsmöglichkeiten in tropische Holzplantagen erwarten eine jährliche Rendite zwischen 8% - 18% (Quelle: Investing Alternatively). Waldinvestitionen sind bekannt für ihr Potenzial den Aktienmarkt langfristig zu schlagen und zeigen eine tiefe Korrelation zu anderen Anlageklassen was sie zu idealen Kandidaten macht ein Portfolio zu ergänzen (Quelle: Forest Investment Associates, NCREIF vs. Financial Assets, Forest Research Group 2007).
Eine Edelholzinvestion aus der Sicht des Rentners
Ausländer welche sich zwecks Gestaltung des Lebensabends in Zentral Amerika niederlassen, können normalerweise auf erfolgreiche berufliche Karrieren zurückschauen, deshalb besteht weniger ein Bedürfnis Vermögen für sich selber aufzubauen, als vielmehr für Kinder und Grosskinder zu sorgen.
Eine Investition in Teakholz oder anderes Tropenholz kann eine interessante Möglichkeit bieten langfristig Vermögen auf die nächste Generation zu übertragen, steuer- und ertragsoptimiert. Da das Holz erst in der Zukunft geerntet werden kann, kann der Erlös für voraussehbare Ereignisse verwendet werden, welche grössere Summen an Kapital benötigen wie z.B. ein neues Haus oder die Finanzierung der Ausbildung der Grosskinder. Eine Hinterlassenschaft in Form von tropischen Bäumen welche stetig weiter wachsen macht mehr Sinn als das Geld in der Bank zu deponieren wo im Moment nur tiefe Zinsen anfallen die nicht einmal die Inflation decken. Eine Investition in Teakholz oder anderes tropisches Holz kann sehr gut Immobilien- oder Aktienportfolios ergänzen, da die fundamentalen Werttreiber verschieden sind und so helfen das Portfolio zu diversifizieren.
Aufenthaltsbewilligung durch eine tropische Holzinvestition
Die Förderung von Aufforstungsprojekten ist Teil der strategischen Pläne der Regierungen in Ländern wie Costa Rica und Panama. Deshalb sind Investorenvisas für Waldprojekte einige der billigsten Optionen um das Recht auf eine Aufenthaltsbewilligung zu erhalten. Für andere Länder wo die minimalen Investitionsbeträge tiefer sind (z.B. USD 25,000 in Ecuador oder USD 30,000 in Nicaragua vorbehältlich allfälliger Anderungen), kann eine Investition in eine tropische Holzplantage eine gute Möglichkeit offerieren das Recht auf eine Aufenthaltsbewilligung zu erhalten ohne die Notwendigkeit grössere Geschäftsaktivitäten in unbekanntem Territorium starten zu müssen. Die häufigste Form einer tropischen Holzinvestition ist Teakholz, da dort ein etablierter Markt besteht und die Preise für Teakholz sehr attraktiv sind im Vergleich zu anderen tropischen Hölzern.
Vergleicht man die benötigten Minimalinvestitionssummen, ist es offensichtlich dass ein Visa als Waldinvestor eine günstige Möglichkeit ist die Aufenthaltsbewilligung als Ausländer zu erhalten:
Costa Rica: USD 100,000 Investition in ein bewilligtes Aufforstungsprojekt (sonst minimal USD 150,000 Bankdeposit erforderlich)
Panama: USD 80,000 um die Kontrolle für 5 Hektaren an Aufforstungsfläche in ein von der Autoridad Nacional del Ambiente (ANAM) bewilligtes Aufforstungsprojekt zu erhalten (sonst minimal USD 150,000 Investition erforderlich um ein Geschäft zu starten)
Fazit
Die Kombination einer Aufenthaltsbewilligung mit einer Teakholzinvestition kann eine attraktive Alternative bieten im Vergleich zu herkömmlichen Visaprogrammen. Eine Investition in eine tropische Edelholzplantage wie Teak hilft die globale Nachfrage zu befriedigen ohne dass primärer Regenwald abgeholzt werden muss. Die Investition kann langfristig finanziell sehr attraktiv sein und kann ein ideales Mittel bieten Vermögen an die nächste Generation zu übertragen. Im Vergleich zu anderen Visaprogrammen in Zentral Amerika bietet das Visa für den Waldinvestor eine der billigsten Optionen um die Aufenthaltsbewilligung zu erhalten.