Private Krankenversicherung vergleichen
Erstmals nach 21 Jahren wird die Gebührenordnung der Zahnärzte novelliert und die private Krankenversicherung fürchtet, dass dies mit einer Kostenexplosion einher geht. Nach Ansicht von Günter Dibbern, Vize-Chef des PKV-Verbandes, muss man mit Kostensteigerungen von bis zu 10% rechnen, berichtet „focus.de". Hauptgrund dafür seien neue Leistungsbeschreibungen in der novellierten Gebührenordnung, hieß es weiter.
Im Entwurf für die neue Gebührenordnung fehlt nach Dibberns Ansicht die Klarstellung, dass die PKV maximal die Honorare der gesetzlichen Krankenversicherung plus 5% bezahle und eine höhere Vergütung nur in Absprache mit dem Patienten möglich sein soll. Ohne diese Regelung würden die Kosten explodieren und die Beiträge für die Versicherten müssten merklich steigen. Der einzig positive Aspekt ist für die PKV eine Öffnungsklausel, nach der die PKV und die Zahnarztvertreter freiwillig von der Gebührenordnung abweichen dürfen.
Die kassenzahnärztliche Bundesvereinigung befürchtet dagegen, dass die Novellierung zu Mindereinnahmen für die Zahnärzte in Höhe von 2,5% führen könnte. Außerdem wird befürchtet, dass eine Angleichung der Honorare der gesetzlichen und der
privaten Krankenversicherung unternommen wird.
Es bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze entwickeln wird, aber die Novellierung der Gebührenverordnung für Zahnärzte scheint jede Menge Sprengstoff in sich zu bergen. Man kann nur hoffen, dass alle Beteiligten am Ende zu einer guten Lösung finden.