Weihnachten 2009!
Es ist eine schöne Tradition, dass jedes Jahr ein besonderer Bibelvers zur Jahreslosung erhoben wird.Es ist wieder soweit: Die
Jahreslosung der Herrnhuter Brüdergemeine für das Jahr 2009 ist unter Christen wieder in aller Munde: "
Was bei Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott.", so heisst es im Lukasevangelium Kapitel 18, Vers 27.
Dieser Vers entstammt einer Begebenheit, in der ein reicher Jüngling Jesus Christus fragt, was ihm noch fehle, um ewiges Leben zu erhalten. Jesus antwortet ihm, dass er seinen Besitz zugunsten der Armen verkaufen solle und ihm nachfolgen solle. Der junge Mann ist betrübt, da er sich nur ungern von seinem Reichtum trennen möchte. Dabei liegt das Augenmerk der Worte Jesu nicht unbedingt auf der Veräusserung des Besitzes, sondern auf der Nachfolge. Jesus reagiert auf die ablehnende Einstellung des Jünglings mit den Worten: Wie schwer werden die, welche Güter haben, in das Reich Gottes hineinkommen! Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt." (Lukas 18,25-25)
Natürlich veranlasst dies die Umstehenden zu fragen, wer denn dann überhaupt gerettet werden könnte. Gerade in unserer Hemisphäre gibt es doch jede Menge reiche Menschen. Und in diese Situation spricht Jesus die Worte, die nun als Jahreslosung für das Jahr 2009 vor uns liegen: "Was bei Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott."
Das bedeutet, dass die Gnade Gottes groß genug ist, grundsätzlich jeden Menschen zu erlösen, der es möchte, reiche Menschen genau so wie arme Menschen. Jesus möchte uns aber sagen, dass es mit viel Reichtum schwieriger ist, sich Jesus anzuvertrauen. Denn bei uns gilt: Wer nur genügend Geld hat, braucht sich nicht mehr allzu sehr um andere Dinge zu kümmern. Das Geld hat nämlich einen speziellen Effekt: Es kann zur Gier führen, dazu immer mehr von ihm haben zu wollen. Viele reiche Menschen lieben das Geld, sie denken gar nicht daran, zum Glauben an Jesus Christus zu kommen. Aber dennoch: Bei Gott ist alles möglich. Auch ein Milliardär kann Buße tun und Jesus als Herrn annehmen. Der aufrichtige Wille zählt.
Weihnachten ist wieder eine gute Gelegenheit, sich dessen bewusst zu werden.
Eckart Haase