(Online-Artikel.de) - Wissenswertes zum Thema Glas
Martina Ledermann
Glas hat hervorragende Eigenschaften wie z.B. Glanz, Lichtbrechung, Reflexion, Wasserundurchlässigkeit, dies es zu einem weit verbreiteten Gebrauchsgegenstand gemacht haben. In Haushalten findet sich zumeist Kalknatronglas als Trinkgläser u.a. Gegenstände aus Glas.
Glas wird in einem komplizierten Verfahren hergestellt. Die Hauptbestandteile sind Sand (Quarzsand), das Flussmittel Soda, Kalziumkarbonat (Kalk) zur Härtung und speziell für die Herstellung von Trinkgläsern Metalloxide (z.B. Natrium-, Blei- und Zinkoxide) sowie die Zusätze Aluminium- und Bortrioxid.
Der Quarzsand wird als erstes auf 1700 °C erhitzt und danach werden Flussmittel zugesetzt. Die Rohstoffe werden zuerst weich und dann flüssig. Um den Glaszustand zu erreichen erstarrt die Schmelze beim Abkühlen, wobei es keine Kristalle bildet.
Es gibt verschiedene Arten von Glas: Kalknatronglas (wie schon erwähnt), Kristallglas und Bleikristallglas. Für Spiegel, Flaschen, Fenster und Trinkgläser wird zumeist Kalknatronglas verwandt. Dieses besteht aus 75 Prozent Sand, 15 % Kalk und Soda. Temperaturschwankungen verträgt es nur schlecht.
Kristallglas beinhaltet Kaliumkarbonat (Pottasche) und lässt sich sehr gut schleifen. Beim Bleikristallglas wird der Kalk durch Bleioxid ersetzt. Das Blei im Glas ist für den Menschen jedoch gesundheitlich völlig unbedenklich. Man unterscheidet zwischen dem 24%igen Bleikristallglas und dem 30%igen Hochbleikristallglas. Es hat einen brillianten Glanz und ist sehr fein schleifbar.
Werden dem Glas Borverbindungen hinzugefügt, erhält man Borsilikatglas. Es handelt sich um ein Spezialglas, dass für Geschirr geeignet ist, das hohen Temperaturen ausgesetzt wird (Teekannen, Auflaufformen etc.).
Das zuerst geschmolzene Glas wird später weiter verarbeitet. Es kann sowohl Mund geblasen wie auch maschinell verarbeitet werden. Mund geblasene Glaswaren sind etwas teurer als maschinell verarbeitete. Es handelt sich bei Mund geblasenem Glas immer um Unikate, da jedes Glas ein wenig unterschiedlich ist. Dies ist eines der Kennzeichen von echter Handarbeit. Die maschinelle Produktion ist ideal für die Herstellung preiswerter Gläser.
Danach erfolgt die Kalt- oder Heißveredelung. Der Bereich der Glasgravur gehört zur Kaltveredelung. Bei der Heißveredelung wird das Glas, nachdem es seine Form erhalten hat, sofort verarbeitet. Bei der Kaltveredelung wird es erst nach dem Abkühlen verarbeitet.
Der Umgang mit Gläsern:
In der Spülmaschine sollten Sie die Gläser stabil plazieren, damit sie sich nicht berühren und auch nicht plötzlich umkippen können. Dafür gibt es zum Teil Spezialkörbe. Waschen Sie Ihre Gläser am besten im Schongang. Fügen Sie Regeneriersalz hinzu, dies enthärtet das Wasser (fragen Sie bei Ihrer Stadt oder Gemeinde nach der Wasserhärte). Stellen Sie keine zu hohen Temperaturen ein. Wenn das Spülmittel dann noch sehr aggressiv ist, können Ihre Gläser trüb werden. Sehr wertvolle Gläser haben zum Teil ein Gold- oder Silberdekor. Dies kann durch das Spülen in der Spülmaschine mit der Zeit verblassen. Es empfiehlt sich, diese Art von Gläsern am besten mit der Hand zu spülen. Wenn Sie diese Punkte berücksichtigen, werden Sie lange Freude an Ihrem Glas haben.
Eine schöne Vitrine mit einer Glastür ist der ideale Ort, um gravierte oder bemalte Gläser unterzubringen. Verstecken Sie Ihre Schmuckstücke nicht. Wenn Sie sie mit einem weichen Tuch von Zeit zu Zeit vorsichtig polieren, strahlen sie einen brillianten Glanz aus. Sollte Ihnen dennoch ein Stück von einem Glas abbrechen, dann entsorgen Sie es bitte auf jeden Fall sofort. Die Gefahr, dass sich an dem kaputten Glas ein Mensch schneidet, ist zu groß. Auch, wenn es sich um ein veredeltes Glas handelt. Glasgravuren Frankfurt wünscht Ihnen lange viel Freude an Ihren Gläsern!