Glücksspirale
Am 13. Juni feierte die populäre Einrichtung der Glücksspielszene ihren 40. Geburtstag. Robert Lembke, der mit der Fernsehsendung „Was bin ich" bekannt wurden und Karl Rodler sind die Initiatoren der Glücksspirale. Zu dieser Zeit sollte das große Ereignis der Olympiade 1972 in München stattfinden. Doch die Finanzierung war in Gefahr.
So kam man auf die Idee der Glücksspirale. Mit dem Erwerb des Loses spendete der Spieler für die Olympiade mit. Seit ihrem Entsehen seien anderthalb Milliarden Euro in Sport, Denkmalschutz und Wohlfahrtspflege geflossen, so der Lottogeschäftsführer Sachsen-Anhalts. Seit ihrem Beginn behielt die Glücksspirale fast das gleiche System bei. Mit einer ein- bis siebenstelligen Zahl aus dem Los kann man einen Gewinn erzielen. Für jede Gewinnstufe werden die Zahlen separat gezogen.
Für die erste Ziehung am 13. Juni 1972 mussten die notwendigen sieben Apparaturen extra aus Spanien geholt werden. Der Hauptgewinn besteht in einer lebenslangen Rente in Höhe von mindestens 7.500 Euro monatlich. Seit 1987 gewannen bereits 393 Glückliche über diese Vorsorge fürs Alter, das zunächst als zweites Gehalt verlost wurde. Danach wurde die monatliche Rente etabliert. Der Spieleinsatz ist beinahe derselbe. Aus den damals 5 Mark wurden nun 5 Euro.
Auch in der Gegenwart ist die Glücksspirale mit ihren teilweise hoch angesiedelten Gewinnen eine stabile Einrichtung im deutschen Glücksspielbereich. Das Geld das die Glücksspirale enthält wird für den Sport verwendet, denn auch nachdem die Olympischen Spiele mithilfe des Glücksspiels finanziert waren, sollten die Gewinne auch weiter für gemeinnützigen Zwecke verwendet werden.
Der Olympische Sportbund, die Wohlfahrtspflege und die Stiftung Denkmalschutz sind die Einrichtungen, die heute durch die Glücksspirale Hilfe erhalten. Die Glücksspirale bescherte dem Sport Einnahmen in Höhe von 600 Millionen Euro. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds bewertet die Glücksspirale für einen notwendigen und zuverlässigen Unterstützer des Sports. Damit erhielten Spitzenathleten und gesellschaftspolitische Projekte wie beispielsweise zum Thema Integration Unterstützung und Förderung.
Obwohl die Glücksspirale bereits 40 Jahre alt ist sie bei den Spielern hierzulande nach wie vor populär. Die Einnahmen wuchsen im letzten Jahr um beinahe 50 Millionen Euro auf 248 Millionen Euro an. Sogar die einträglichen Angebote an Glücksspielen im Netz konnten die Glücksspirale nicht antasten. Online Casinos sind eine gute Sache, doch die Glücksspirale bleibt nach wie vor ein Klassiker.
Lena Koch