Arten der Badewanne
Die Badewanne ist in rund 65% aller deutschen Haushalte zu finden und erfreut sich schon seit Jahrhunderten großer Beliebtheit. Es handelt sich dabei um ein ovales Behältnis, in welchem der Körper gereinigt werden kann und ist allgemein für die Körperhygiene gedacht. Schon seit etlichen Jahrtausenden werden natürliche Badewannen, wie beispielsweise Tümpeln an heißen Quellen, von Mensch und Tier gleichermaßen zur Reinigung genutzt.
Eine Badeära beginnt
Badewannen wurden zu Beginn in einem Waschraum oder der Küche genutzt und als Waschzuber hergestellt. Erst im Laufe der Zeit gab es die ersten mit Füßen freistehenden Badewannen. Als die Verbreitung von eigenen Badewannen in Deutschland großen Anklang fand, wurden Einbauwannen gefertigt, die nur aus einer Schale bestanden. Von damals bis heute wurden Badewannen aus vielen verschiedenen Materialien hergestellt. Die Römer nahmen sich damals Steine, um ihre ersten Schwimmbäder mit Becken zu bauen. In Pylos gibt es sogar eine tönerne Badewanne. Seit dem Mittelalter wurde verstärkt auf Holz zurück gegriffen. Ab dem 19. Jahrhundert wurden Badewannen schließlich aus verzinktem Eisenblech hergestellt. Die danach angefertigten gusseisernen Wannen wurden 1906 von den emaillierten Stahlbadewannen abgelöst, die von den Brühler Rankewerken hergestellt wurden. Seit 1990 gab es schließlich auch Wannen aus Kunststoff zu erwerben. Auch sind solche aus Kupfer oder Marmor erhältlich, die aufgrund der höheren Produktion- und Materialkosten jedoch seltener anzutreffen sind.
Bis heute werden drei
verschiedene Arten der Badewanne hergestellt. Neben der am meisten gekauften köperlangen Badewanne, können auch Sitzbadewannen erworben werden, die, wie der Name schon verrät, ein aufrechtes Sitzen ermöglichen. Die Eckbadewanne und diverse Bauformen speziell für mehrere Personen, wie beispielsweise der Pool, folgten bald. Eine Badewanne, die über eine Einspritzung für heißes Wasser verfügt, wird Whirlpool oder Whirlwanne genannt und erfreut sich großer Beliebtheit.
Eine heutzutage im Handel erhältliche Badewanne verfügt über eine ungefähre Füllmenge von etwa 140 Litern Wasser. Selbst in der Landwirtschaft wird bereits die Badewanne eingesetzt. Dort dient sie als eine Art Tiertränke, die mit Wasser gefüllt auf die Weiden von Tieren gestellt wird. In manchen Teilen Deutschlands werden auch sogenannte Badewannenrennen auf Flüssen veranstaltet.
Auch in der Kunst nimmt die Badewanne bereits einen festen Platz ein. So dürften wohl die „Herren im Bad" von dem Cartoonist und Komiker Loriot die bekanntesten Figuren sein, deren Schauplatz eine Badewanne ist.
Hilde Klüsener