Tacheles in Berlin
Die Geschichte des TACHELES
Das Wort Tacheles stammt aus dem hebräischen und bedeutet soviel wie
„sich verständigen" oder „direkt die unverblümte Wahrheit sagen".
Das Kulturzentrum Tacheles befindet sich im Stadtteil Mitte in einem
halbabgerissenen Gebäude, das heute wiederaufgebaut wurde. Dieses
Gebiet liegt im Westen der Stadt und war früher der Stadtteil der
Juden. Heutzutage ist es zu einem Treffpunkt vieler Kunst- und
Kulturliebhaber sowie vieler angehender Künstler geworden
Als dieses Gebäude erbaut wurde, war es der Zutritt zu der
Friedrichstadt-Passage, ein groβes Einkaufszentrum konstruiert im Jahre
1907. Das Unternehmen ging früh Bankrott und wurde von der AEG
aufgekauft, die dort das Haus der Technik errichtete, wo ihre Produkte
ausgestellt und verkauft wurden.
Während des zweiten Weltkrieges verwendeten die Nazis das Gebäude als
Verwaltungs- und Organisationsbehörden. Im fünften Stock sperrten sie
französische Häftlinge ein.
Zwischen 1943 und 1945 wurde das Gebäude von Bomben der Alliierten
getroffen und wurde sehr stark beschädigt, jedoch nicht ganz zerstört.
Nach dem Jahre 1948 wurde ein Teil des Gebäudes für verschiedene Zwecke
genutzt. Der andere Teil des Gebäudes zerfiel nach und nach, da die
Berliner Verwaltung nicht über das nötige Geld für die Restauration
verfügte. Zudem verfolgten sie andere Pläne in diesem Gebiet.
Währenddessen wurde das Gebäude zu einer Art Baukaufhaus mit
verschiedenen Materialien der Konstruktion. Laut Plan sollte das, was
im April 1990 noch vom Gebäude übrig war, abgerissen werden.
Im Februar 1990, nach dem Fall der Mauer, wurde das Gebäude von einer
Gruppe junger Künstler aus verschiedenen Teilen der Welt besetzt. Des
Weiteren wurde das Gebäude aufgrund der charakteristischen
Metallkonstruktion zum historischen Denkmal ernannt. Tacheles wurde
sofort wegen ihrer einzigartigen Atmosphäre bekannt und auch dank der
Vielzahl an kreativen und künstlerischen Ereignissen. Seit der Gründung
von Tacheles war es ein Zentrum für die Entwicklung und Realisierung
von verschiedenen alternativen Lebensarten, kulturellen Einflüssen und
so wurden neue kreative und urbane Ideen geschöpft. Künstler aus der
ganzen Welt vollzogen ihre Performances, gaben Konzerte oder stellten
ihre Kunstwerke und Skulpturen aus. Diese fundamentale Idee ist bis zur
heutigen Zeit bestehen geblieben und das Programm wurde durch
Theaterstücke, Kino, Ausstellungen, Performances, Workshops,
Poesieabende und Partys erweitert.
Tacheles hat als internationales Kulturzentrum seine Umgebung, sowohl
positiv als auch negativ, beeinflusst. Des Weiteren hat sich Mitte in
einen angesagten Stadtteil verwandelt.
Das Zentrum genoss Anerkennung seitens der öffentlichen Verwaltung in
Berlin und empfängt eine Anzahl an jährlichen finanziellen
Unterstützungen, um einen Teil der zahlreichen Projekte zu realisieren.
Der Rest der Finanzierung stammt aus den Mieten der Künstler, sowie den
Einkommen der Bar und des Kinos.
Die charakteristische Architektur und der Anschein einer Ruine, sowie
die künstlerischen, internationalen Aktivitäten im Laufe der Jahre,
haben Tacheles, das in vielen Reiseführern erscheint, zu viel Ruhm auf
nationalem und internationalem Niveau verholfen.
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nach Berlin, entdecken die deutsche Hauptstadt und mieten Sie sich ein
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Übersetzt aus dem Spanischen von Christina Gersberg