Die Geschichte des Internet
Wie begann der Internetboom und was macht es so erfogreich?
Die Geschichte des Internet (von englisch interconnected network) ist eine interessante und spannende Mischung aus Militär, Wissenschaft, Wirtschaft und einer gehörigen Portion Legenden.
Viele Technologien und neue Ideen, die heutzutage im Internet genutzt werden, beruhen auf Entwicklungen und Ideale, auf denen auch das Internet selbst laufen gelernt hat. Allein schon deshalb lohnt sich ein Rücklick zurück in die Anfänge des Internet.
Im Jahre 1958 gab das US-Verteidigungsministerium im Auftrage des damaligen US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower eine Arbeitsgruppe namens "ARPA" ("Advanced Research Projects Agency") ein. Diese hatte den Auftrag, nach neuen Ideen und Technologien zu forschen.
Die Computerszene der USA war zur Gründungszeit der ARPA gekennzeichnet durch die wachsende Verbreitung von allmählich immer leistungsfähigeren Rechnern. Der für viele Vorhaben notwendige Transfer von Daten machte allerdings den mühseligen Austausch von Datenträgern wie Lochkarten, Disketten oder Lochkarten erforderlich und war ausschließlich auf Computer desselben Herstellers beschränkt. Genutzt wurden die Rechner hauptsächlich für umfangreiche numerische Kalkulationen; nur wenige sahen das volle Potential der neuen Werkzeuge vorher. Der Startschuss zum Internet fiel im Herbst 1969, als die ersten vier Großrechner in der UCLA, im SRI, der University of California in Santa Barbara (UCSB) und der University of Utah miteinander verbunden wurden. Am 29. Oktober 1969 war „Io" die erste gelungene Internetbotschaft, die versuchsweise von der UCLA an das Stanford Research Institut übermittelt wurde.Das Internet wächst aus den Kinderschuhen. Mitte der 70 er entstanden dank des Computerbooms an vielen Universitäten in den USA eigene computerwissenschaftliche Abteilungen. Während das ARPANet immer weiter wuchs und sich verbreitete, blieben die Universitäten in diesem Wachstum weitgehend außen vor. Von den rund 120 Universitäten mit Informatikabteilungen hatten 1979 nur 15 einen Zugang zum ARPANet, das zu dem Zeitpunkt 61 Knoten hatte.
Grund dieser Misere war, dass die ARPA, die in der Zwischenzeit in "DARPA" umbenannt wurde (der Buchstabe "D" stand für "Defense" und sollte deutlicher zum Ausdruck bringen, dass die DARPA offiziell nur Projekte unterstützte, die zur Landesverteidigung dienen sollten) nur den computerwissenschaftlichen Abteilungen Zugang zum ARPANet gewährte, die auch Forschung für sie betrieben. Zudem war ein entsprechender Anschluss teuer und rentierte sich schlicht und einfach für viele Standorte nicht. Diese Nachteile drohten mittelfristig zu einem Teufelskreis zu werden, da immer mehr Dozenten und auch Studenten den Universitäten für ihre Tätigkeit bzw. Studium Vorrang gaben, die einen Netzzugang hatten.
Den Durchbruch in der Fachöffentlichkeit erzielte das ARPANET im Oktober 1972 bei seiner Präsentation bei der ICCC (International Conference of Computer Communications). Die Demonstration der Möglichkeiten des neuen Netzes dauerte drei Tage, alles arbeitete zuverlässig.
Die Verbreitung des World Wide Webs vollzieht sich in einer selbst fürdie moderne Welt in atemberaubenden Geschwindigkeit. Zwar stieg die Bedeutung des Internet schon im Verlauf der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts, als das World Wide Web noch nicht erfunden war, stetig an, dennoch war das Internet weitgehend immer noch eine eher wissenschaftliche und universitäre Bastion. Die änderte sich, als das www seine ersten Schritte außerhalb des CERN machte, sich Administratoren im Internet an die frei verfügbare WWW-Software wagten und die Basis für Web-Angebote bildeten.
Wie sich das Internet die kommenden Jahre entwickeln wird weis noch niemand, aber es bleibt und ist bestimmt eine spannende Sache.