Mitsu tomoe: Himmel, Sonne, Erde, Mensch
„Das Sein bestimmt das Bewusstsein" sagte Karl H. Marx (1818-1883, Nationalökonom). Doch dies ist nur die halbe Wahrheit. Nach G. W. Friedrich Hegel (1770-1831, Idealismus + Dialektiker): „Das Bewusstsein bestimmt das Sein." Jeder Mensch kann psychisch bekanntlich in 2 Welten (körperlich-emotional + geistig (Gewissen als Über-Ich) gleichzeitig leben: ´Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde´ (1931) ist allerdings ein anschauliches Doppelgänger-Motiv. Der Nazi-Arzt Dr. Mengele, schrieb DER Spiegel sinngemäß, tötete tagsüber Kinder und spielte nach Feierabend liebevoll mit seinen eigenen Kindern. Diese Schizophrenie (Als Positivsymptome bezeichnet man Übersteigerungen und starke Fehlinterpretationen des normalen Erlebens bis hin zu manifesten chronischen Halluzinationen.) und Amnesie (Eine Form der Gedächtnisstörung für zeitliche oder inhaltliche Erinnerungen.) befiel nach 1945 ganze Berufsgruppen der deutschen Führungs- und Macht-Elite.
Noch heute werden Jugendliche in ihren Kleinstädten und Dörfern gemobbt, die die jüngere Geschichte ihrer Umwelt im dritten Reich veröffentlichen wollen. Schon Fragen danach werden abgewehrt! Moralen und Macht – ein schwieriges Gebiet.
Die 3 menschlichen Lebensbereiche sind:
- Körper: H andeln I + II: autonom + willentlich, An-Triebe, Selbst-Wirksamkeit und -Verwirklichung.
- Seele, F ühlen I + II: Transzendenz/Mythologie (Arche-Typ: C. G. Jung) + Empathie (ICH = ES – ÜBER-ICH: S. Freud), Be-Dürfnisse.
- Geist, D enken I + II: Analog (F II) + Digital, Kontrast-Wahr-Nehmung: ODER-Logik + UND-Logik, Selektion vs. Ganzheitlichkeit … Selbst- und Fremd-Bewusst-Sein.
Dank dieser natürlichen Funktions-Bereiche konnte sich der Mensch, neben der realen und der irrealen Welt, eine dritte Welt schaffen: die Symbolik!
Unter Symbolik versteht man ein System oder Repertoire von Symbolen, d. h. sinnlich wahrnehmbaren oder vorstellbaren Bedeutungsträgern (Lebewesen, Dingen, Handlungen, Vorgängen), denen von einer bestimmten Kultur, Gemeinschaft oder sich künstlerisch oder poetisch ausdrückenden Person eine über die sinnlich wahrnehmbare Sache hinausweisende Bedeutung zuerkannt wird.
Der Begriff Symbolik wird besonders für Symbolsysteme im Bereich der Religion [Fetisch] und Mythologie, Kunst, Dichtung und Psychologie verwendet, während man bei Symbolsystemen, die vorrangig der praktischen Verständigung im Alltag dienen, etwa bei Schriftsystemen [Zahlen] und wissenschaftlichen oder musikalischen Notationssystemen, [Ökonomie: Geld], Verkehrszeichen oder Erkennungszeichen im Bereich der Mode und Werbung, zwar in einem weiteren Sinn von Symbolen (in der Bedeutung von Zeichen) spricht, deren System oder Repertoire aber üblicherweise nicht als Symbolik bezeichnet. Derselbe Bedeutungsträger kann je nach Kontext sowohl in einem Symbolsystem zur praktischen Verständigung wie auch in einer Symbolik im engeren Sinn Bedeutung annehmen, ...
Es gibt einen weiteren, vielfach unbekannten Symbolbereich:
- Die westlichen Kulturen unterwarfen sich, im Rahmen ihrer Entwicklung, den Buchstaben der Gesetze: Instrumentalisierung, Substantivierung, Objektivierung; Vor dem Gesetz (angeblich) sind alle gleich.
- Die physische Gewalt wurde auf den Staat übertragen. Der übt seitdem eine formale Macht und Gewalt aus. Vor allem einige Sozialbehörden praktizieren noch Reste des ´paternalistischen Führerprinzips´.
In unseren westlichen Staaten (zentralistisch, föderalistisch) führte das zu einer Gewalten-3-Teilung:
- Legislative: Vom Primat dem Volk zeitlich aus-gewählt. Beschließt die Gesetze.
- Judikative: Nicht immer völlig un-abhängig. Korrigiert und vertritt die Gesetze (Normen).
- Exekutive: Ausführende der Legislative + Judikative.
Alle 3 Bereiche funktionieren auf der Kompetenz-Basis der staatlichen Verwaltung. Hier sind die Menschen nur den Gesetzen und p. Vorschriften und Richtlinien unterworfen (Kameralistik, Dienstrecht) . Ihre Auswahl erfolgt auf Basis ihrer beruflichen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Zu den 3 staatlichen Bereichen zählen der Gewaltenteilung, gehören ergänzend folgende 5 gesellschaftliche Macht-Bereiche:
- Ökonomie (Geld + Güter, Aus-Bildung)
- Universitäten (Bildung + Wissen)
- Presse, Unterhaltung
- Kirchen (Moralen)
- Gewerkschaften
Elitebezeichnet soziologisch eine Gruppierung (tatsächlich oder mutmaßlich) überdurchschnittlich qualifizierter Personen (Funktionseliten, Leistungseliten) oder die herrschenden bzw. einflussreichen Kreise (Machteliten) einer Gesellschaft. Konkret bezieht sich der Begriff meist auf näher definierte Personenkreise, wie z. B. die Positionselite oder die Bildungselite. Der Elite gegenüber steht die „Masse" oder der „Durchschnitt" („Normalbürger"). Als Elitarismus bezeichnet man die Ideologie, die vom Bewusstsein getragen wird, einer Elite anzugehören.
Die strukturfunktionalistische Theorie der Schule um Talcott Parsons [Vordenker für Niklas Luhmann] betont die Leistungen (achievements), die von Personen in wirtschaftlichen, politischen, rechtlichen, militärischen, künstlerisch-intellektuellen usw. Spitzenpositionen für die Gesellschaft erbracht werden. Entsprechend verwendet der Strukturfunktionalismus das Konzept der „Funktionseliten" (Leistungseliten), die jeweils „ihre" Institutionen in idealer Weise repräsentieren. Dem Wohl des Ganzen verpflichtet und davon abhängig, vereinigen sich die gesellschaftlichen Leistungsträger zu einer „strategischen Elite", die Konsens in zentralen Fragen des Lebens und Überlebens herzustellen zur Aufgabe hat.
Ein Theoretiker der „Machtelite" wie Charles Wright Mills kritisiert diesen soziologischen sowie den politologischen pluralismus-theoretischen Ansatz und wirft den Strukturfunktionalisten und Pluralismustheoretikern vor, ein allzu harmonisches Bild der gesellschaftlichen Machtverhältnisse zu zeichnen. In Wirklichkeit stünde einer manipulierten Masse ein übermächtiger „Militärisch-Industrieller-Komplex" (Dwight D. Eisenhower) gegenüber, der seine Herrschaftsinteressen in einem Regime der „organisierten Unverantwortlichkeit" durchzusetzen weiß [Ökonomie: Oligopol Angebots-Markt (im heutigen Nachfrage-Markt)]. Der Nicht-Entscheidungsansatz in der amerikanischen Politikwissenschaft erweitert diese Perspektive dadurch, dass anhand von Fallbeispielen aufgezeigt wird, dass die Elite bestimmte Fragen, etwa ökologische Probleme und Minderheiten, durch bewusstes Unterlassen gar nicht erst zum Gegenstand der politischen Agenda werden lässt.
Quelle, ©: de.wikipedia.org/wiki/... , [Autor-Anmerkungen und -Korrekturen]
Auf dieser Basis definierte Norbert Frei die Funktions-/Macht-Elite vor und nach 1945:
- Mediziner
- Unternehmer
- Offiziere
- Juristen
- Journalisten
Erinnern wir uns:
Auf der Wannseekonferenz vom 20. Januar 1942 kamen 15 [50] hochrangige Vertreter von nationalsozialistischen Reichsbehörden und Parteidienststellen zusammen, um unter Vorsitz von SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich den begonnenen Holocaust an den Juden im Detail zu organisieren und die Zusammenarbeit aller Instanzen dabei sicherzustellen. …
Die Teilnehmer legten den zeitlichen Ablauf für die weiteren Massentötungen fest, grenzten die dafür vorgesehenen Opfergruppen genauer ein und einigten sich auf eine Zusammenarbeit unter der Leitung des Reichssicherheitshauptamts, das Heydrich führte. ...
Dies war das Hauptanliegen Heydrichs, den Hermann Göring am 31. Juli 1941 mit der Gesamtorganisation der „Endlösung der Judenfrage" beauftragt hatte. Daraufhin hatte Heydrich im Dezember 1941 zu der streng geheimen Konferenz eingeladen. Daran nahmen acht Staatssekretäre verschiedener Ministerien, sechs leitende Beamte der Polizei, der Gestapo und SS [Sonderbehörden der NS-Diktatur] sowie ein Ministerialdirektor teil; unter ihnen waren neun [25] promovierte Juristen. Protokollant war der SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann, Heydrichs Referent für „Judenangelegenheiten".
Deutschland durchlief unter dem Namen Deutsches Reich verschiedene Epochen mit entsprechenden Verfassungen: .... Die Weimarer Republik bestand von 1919 bis zum Ermächtigungsgesetz am 23. März 1933 als parlamentarische Demokratie.
Diese wurde seit Hitlers Ernennung zum Reichskanzler [später auch Reichs-Präsident] am 30. Januar 1933 durch einen „Führerstaat" abgelöst. Dieser endete gleichzeitig mit dem Zweiten Weltkrieg in Europa durch die bedingungslose Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945. …
Quelle, (C): www.wikipedia.de/wiki/..., [Autor-Anmerkungen + -Korrekturen]
Wie viel personelle Kontinuität gab es nach 1945 in dem neu zu organisierenden deutschen Staat? Fast alle Juristen, Ärzte, Unternehmer, Journalisten und Offiziere, die dem NS-Regime in wichtigen Positionen gedient hatten, konnten in der Bundesrepublik ihre Karrieren fortsetzen.
[Auch der Wechsel von der Weimarer Republik zur NS-Herrschaft war für die Funktionselite übergangslos.]
Die Biografien von Hermann Josef Abs [Deutsche Bank], Hans Filbinger [Ministerpräsident BW], Reinhard Gehlen [BRD-Geheimdienst], Hans Globke [Staatssekretär Adenauers], Werner Höfer [Fernsehmoderator], Erich von Manstein [Generalfeldmarschall], Josef Neckermann [Olympiareiter, Versandhändler] und vielen anderen verdeutlichen, in welchem Maße die entstehende Demokratie von Männern mit Vergangenheit geprägt wurde. Ein spannendes Lehrstück politischen Verhaltens zwischen Strafe und Reintegration, Kontrolle und Unterwanderung, Reform und Restauration.
Konrad Adenauer (1876-1967), April 1946:
„Das ist ja überhaupt das Verhängnis für Deutschland, dass die alte Generation [1. und 2. Weltkriegs-Erfahrungen und Hitler-WählerInnen mit Erfahrungen, Beziehungen und katholisch (Zentrum > CDU/CSU)]überall an die Spitze muss. Die mittlere Generation fällt nahezu vollständig aus, weil sie in der Partei war [oder gefallen ist]. Die junge Generation ist nicht urteilsfähig, weder in politischer noch in sonstiger[beruflich ohne Ausbildung oder gefallen] Hinsicht. Sie muss völlig umerzogen werden."
Quelle: Norbert Frei: Hitlers Eliten nach 1945, dtv, [Autor-Anmerkungen]
Nach 1945 verteidigten sich viele z. B. so:
- „Ich war Mitläufer ohne jedes politische Interesse."
- „Ich habe innerlich Widerstand geleistet und hatte heimlich jüdische Freunde."
- „Ich habe in meinem Beruf gearbeitet und war nur zum Kriegsende kurz an der Heimat-Front."
- „Wenn nicht ich … dann hätte jemand anders."
Wenige Verantwortliche wurden in Nürnberg angeklagt und verurteilt. Die Elite verschaffte sich gegenseitig ´Persilscheine´ - notfalls halfen die Kirchen usw.
Diese Entscheidungs-Struktur wurde im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess angeklagt:
- Die nationalsozialistische Führung.
- Das Oberkommando der Wehrmacht (OKW).
- Die Kriegsmarine.
- Das Reichssicherheitshauptamt (RSHA).
- Die nationalsozialistische Propagandamaschinerie.
- Die Verbrechen in den (ehemals) besetzten Gebieten (und insbesondere in Konzentrationslagern):
- Die Kriegswirtschaft:
- Reichsminister für Bewaffnung und Munition Albert Speer: 20 Jahre Haft
- Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz Fritz Sauckel: Tod durch den Strang
- Reichsbankpräsident (bis 1939) Hjalmar Schacht: Freispruch
- Reichsbankpräsident (von 1939–1945) Walther Funk: Verfahrenseinstellung aus gesundheitlichen Gründen
- Unternehmer Gustav Krupp von Bohlen und Halbach (krankheitsbedingt prozessunfähig): Verfahrenseinstellung aus gesundheitlichen Gründen
[Es fanden noch einige weitere nachgeordnete Prozesse statt.]
Die Geschichte der deutschen Eliten nach Hitler ist ein spannendes Lehrstück zwischen Strafe und Reintegration, Kontrolle und Unterwanderung, Reform und Restauration.
Quelle, (C): www.wikipedia.de/wiki/..., [Autor-Anmerkungen + -Korrekturen]
Noch heute unterscheidet die Justiz gerne zwischen:
- TäterInnen 1. Grades: die Praktiker, BefehlsausführerInnen.
- TäterInnen 2. Grades: die Theoretiker, geistige Brandstifter am ´grünen Tisch´.
Volksmund: "Die Kleinen fängt und hängt man, und die Großen lässt man laufen!"
Fast jeder ´Eierdieb´ wird härter bestraft als ein Millionen-Betrüger!
Nach 1945 wurden, im Westen, zum sogenannten Aufräumen und Aufbau jeder benötigt der arbeiten konnte. Da fast alle belastet waren wurden die Anforderungen, an die moralische Korrektheit im 3. Reich, herabgesetzt. Nutzlose Esser konnte sich die Gesellschaft nicht leisten. Also kamen fast alle wieder in ihre vormaligen beruflichen Positionen, und knüpften neue Beziehungsnetze. Dafür sorgten auch die westlichen Alliierten. Eingebaut in die neue Struktur (Funktion und Position) wurden die Flüchtlinge.
Hitler war bekanntlich durch freie Wahlen (auch der Eliten) an die Macht gekommen. Die Wiedereinsetzung der alten Eliten spiegelte sich noch viele Jahre, z. B. in Form der ´Schwarzen Pädagogik´ in unseren Schulen wieder. Die Veränderungen zum demokratischen Verhalten begannen endgültig mit der Wahl Willy Brandt´s (1913-1992), 1969 bis 1974 vierter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Er erhielt 1971 den Friedensnobelpreis für seine Aussöhnungspolitik – innen und außen!.
Aristoteles (384-322) irrte als er sagte "Ein Drittes gibt es nicht!" Man kann einem Geschehen zustimmen, es ablehnen oder schweigen (Aktiv- oder Passiv-Strategie)! Seit 2000 Jahren bedeutet bei den Juristen schweigen = zustimmen ... diese Mitverantwortung sollte niemand vergessen! Nicht wie die Christen erst sündigen und dann beichten!
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