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Die eigenen Kinder hören können

Autor: Schaarschmidt | Erstellt am: 19.05.2010 | Gelesen: 1054
Kategorie: Babys - Kinder & Erziehung | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Zeitschrift Schnecke informiert über CI-Versorgung gehörloser Eltern

Hören und Verstehen mit dem CI - Mädchen mit Cochlea-Implantat (Foto: Dr. Uwe Martin)
Hören und Verstehen mit dem CI - Mädchen mit Cochlea-Implantat (Foto: Dr. Uwe Martin)
In immer mehr Familien mit gehörlosen bzw. hochgradig hörgeschädigten Eltern und Kindern entscheiden sich Eltern für eine frühzeitige Versorgung ihrer Kinder mit Cochlea-Implantaten. Frühe Diagnostik, Implantation und Förderung sind die besten Voraussetzungen, den Kindern den Einstieg in die Lautsprache und in die hörende Welt zu ermöglichen. Andererseits schließen sich Laut- und Gebärdensprache in diesen Familien keinesfalls gegenseitig aus. Eine wachsende Zahl an gehörlosen Eltern wünscht zudem für sich selbst eine CI-Versorgung, auch wenn diese für Erwachsene oft mit einem besonderen Maß an Umstellungsbereitschaft und mit vielen Mühen einhergehen. Wichtiges Motiv für diese Entscheidung ist laut einem Beitrag in der aktuellen Ausgabe der „Schnecke" der Wunsch nach Nähe zum eigenen Kind.

„Auch oder gerade bei erwachsenen gehörlosen bzw. hochgradig hörgeschädigten Menschen sind eine differenzierte Beratung und die Abschätzung der Möglichkeiten einer CI-Versorgung besonders wichtig", schreibt Autor Arno Vogel. Der Therapeutische Leiter des Cochlear Implant Centrum CIC Schleswig-Kiel setzt sich in der aktuellen Ausgabe der „Schnecke" ausführlich mit der CI-Versorgung gehörloser bzw. hochgradig hörgeschädigter Eltern auseinander.

Zwar – so der Autor – gäbe es noch keinen klaren Trend. Doch immer mehr hörgeschädigte Eltern von CI-versorgten Kinder entscheiden sich heute ebenfalls für eine Implantation. Durch das eigene Cochlea-Implantat wollen sie ihrem Kind näher sein. Statt das Kind in eine für sie fremde, hörende Welt zu übergeben, wollen sie diese Welt gemeinsam mit ihrem Kind erobern. Begünstigt wird dieser Entschluss auch durch die medizinisch-technischen sowie die therapeutischen Voraussetzungen für die CI-Implantation von Erwachsenen, die heute weit besser sind als noch vor einigen Jahren.

Der Erfolg einer CI-Versorgung von Eltern hängt jedoch von mehreren Faktoren ab. – „Der Grad der Hörschädigung allein sagt zu wenig über ihre Sprech- und Sprachkompetenz aus", so Arno Vogel weiter. „Von Bedeutung ist erfahrungsgemäß auch, wie intensiv ein Interesse an Lautsprache besteht bzw. wie dieses in früher Kindheit geweckt, gefördert und erhalten werden konnte. So begegnen uns immer wieder hochgradig hörgeschädigte Erwachsene, die ohne Absehbild nicht in der Lage sind, lautsprachliche Äußerungen ihres Gegenübers zu verstehen, mit dem Absehen jedoch durchaus eine Kommunikation auf Lautsprachebene führen können. Sie verfügen über eine weitestgehend angemessene Syntax und Grammatik sowie einen umfangreichen Wortschatz."

Das CI kann die Nutzbarkeit vorhandener lautsprachlicher Kompetenzen deutlich verbessern. Doch den Einstieg in die permanente akustische Welt erleben viele gehörlose Erwachsene zunächst einmal als erhebliche Belastung, als fremd oder gar beängstigend. Gewöhne sich der erwachsene CI-Träger an diese für ihn neue Welt des Hörens, sei dies in jedem Fall ein Erfolg. Gradmesser für diesen Erfolg – so der Autor weiter – sollten jedoch nicht nur die gewonnenen lautsprachlichen Fähigkeiten sein, vielmehr auch das Gefühl, mehr denn je im eigenen familiären Umfeld integriert zu sein.

Fachbeiträge, Erfahrungsberichte und Umfrage zum Thema Hörgeräte-Anpassung

Darüber hinaus bietet die aktuelle Schnecke eine Vielzahl weiterer interessanter Themen in der bewährten Mischung aus Fachartikeln und Erfahrungsberichten. So erzählt Uwe Pfeifer (44) aus Hamburg in einem Interview über sein Leben mit Hörschädigung und seinen Weg zu einer zufriedenstellenden Hörgeräte-Versorgung.

Der Hörgeräte-Anpassung widmet sich eine Leser-Befragung, die mit Unterstützung mehrerer Hörgeräte-Experten entwickelt wurde. Die Umfrage, die sich sowohl an Eltern hörgeschädigter Kinder als auch an Jugendliche und Erwachsene mit Hörschädigung richtet, soll interessante Einblicke und Anregungen zur Verständigung über das Thema Hörgeräte-Anpassung liefern, zugleich Hörgeräteträger dafür zu sensibilisieren..

Komplettiert wird die aktuelle Schnecke wie gewohnt durch umfangreiche Verzeichnisse von Veranstaltungen und Kontaktangaben sowie durch Basisinformationen, die für Betroffene und deren Angehörige ebenso interessant sind wie für Fachleute.

Weitere Informationen unter www.schnecke-online.de sowie unter www.schnecke-ci.de. Medienvertretern stellen wir auf Anfrage gerne auch ein Ansichtsexemplar der aktuellen Schnecke sowie ein Pressefoto zur Verfügung.

Pressekontakt: Martin Schaarschmidt, Tel: (030) 65 01 77 60, eMail: martin.schaarschmidt@berlin.de; www.martin-schaarschmidt.de.

Redaktioneller Hinweis:
Die Schnecke ist eine seit 1989 erscheinende unabhängige Fachzeitschrift, die von der Deutschen Cochlear Implant Gesellschaft DCIG (www.dcig.de) herausgegeben wird. Die Zeitschrift, die als gemeinnützige GmbH agiert, informiert ihre Leser über die Themen Cochlea-Implantat, Schwerhörigkeit, Taubheit, Tinnitus, Hörgeräte und Hör-Hilfsmittel. Fachbeiträge und Erfahrungsberichte von Betroffenen vermitteln dem Leser einen besonders tiefen Einblick in die Problematik von Hörschädigungen und ihrer Bewältigung. Zugleich bietet die Zeitschrift den Lesern ein Forum und vielfältige Kontaktmöglichkeiten. Thematischer Schwerpunkt ist das Leben mit Cochlea-Implantaten (CI) und Hörgeräten. Die Schnecke erscheint viermal jährlich mit einer aktuellen Auflage von 5.500 Exemplaren. Die Redaktion hat ihren Sitz in Illertissen; Chefredakteurin der Schnecke ist Hanna Hermann. 2008 startete die Redaktion in Ergänzung zur Print-Ausgabe der Schnecke das Informationsportal www.schnecke-online.de mit Angeboten zum Thema 'Hören & Verstehen – CI & Hörgerät'.

 
 
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