Kettig/Koblenz, 13. August 2010. Als Bindeglied zwischen Forschung und Praxis positioniert sich die neu gegründete DGBH. Die Zielsetzung ist, die Zusammenarbeit mit Wissenschaft, Industrie sowie Berufs- und Interessenverbänden zur Vorbeugung von Allergien und Infektionen zu fördern und zu verbessern. So werden z.B. durch die DGBH geprüfte Matratzen, Oberbetten oder Bezüge mit einem Prüfsiegel versehen, das dem Endverbraucher die Sicherheit gibt, während des Schlafs nicht mit Schimmel- oder Hausstaubmilben in Kontakt zu kommen.
Die Anzahl an Kindern, die heute an Allergien oder Asthma leiden, nimmt immer mehr zu und beträgt bereits 25%. Auf Schimmelpilz- und Hausstaubmilbenallergene reagieren bereits 20% aller Menschen. So gab es schon 2006 über 400.000 behandlungswürdige Krankheitsfälle in Kliniken. Bis zu 15.000 Menschen sterben jährlich daran.
Trotzdem wird dem Bett immer noch nicht genügend Aufmerksamkeit gewidmet, wenn es um die Übertragung von Krankheiten geht. Während einer durchschnittlichen Schlafzeit von 8 Stunden gibt der Mensch bis zu einem Liter Schweiß in das Bett ab. Dieser dringt bis tief in Kopfkissen, Matratze oder Oberbett ein und bildet so in Kombination mit der Körperwärme die ideale Umgebung, in der sich Bakterien, Pilze und Hausstaubmilben vermehren können. In Anbetracht der Tatsache, das man sich als gesunder Mensch 1/3 seines Lebens im Bett aufhält, und die Häufigkeit von Allergien in den Industrieländern zunimmt, sollte der Prophylaxe und Reduktion von Allergenpotential eine viel größere Bedeutung zugemessen werden.
Die Bedeutung von Pilz- und Baktierenwachstum in Zusammenhang mit allergischen Reaktionen und Erkrankungen wie z.B. Rhinitis und Asthma ist seit langem bekannt. Weiterhin wird die Verschlimmerung von Lungenkrankheiten durch Besiedlung mit potentiell pathogenen Bakterien und Schimmelpilzen diskutiert. Es konnte gezeigt werden, dass die totale Zahl an Schimmelpilzen in Beziehung zu Asthmasymptomen steht. Daneben zeigen prospektive klinische Studien einen Zusammenhang zwischen häuslichen Schimmelpilzkonzentrationen und Atemwegerkrankungen bei Kindern.
Ergebnisse aus einer in 2002 veröffentlichten Untersuchung konnte an fabrikneuen Matratzen innerhalb von bereits 3 Monaten eine deutliche Erhöhung der koloniebildenden Einheiten von Bakterien und Pilze auf 22 ml aufzeigen. Im weiteren Verlauf nach 6 Monaten stieg der Wert auf 40 ml, nach 12 Monaten auf über 400 ml.
Gemeinsam mit der Schaumstoff- und Textilindustrie ist es der DGBH nun gelungen, den Schaumstoff und das Bezugsmaterial so auszurüsten, dass ein Wachstum von Schimmelpilzen, Hausstaubmilben und Bakterien verhindert wird. Die Kaltschaummatratzen sowie die Bezüge wurden dauerhaft so ausgestattet, das krankheitserregende Organismen, wie z.B. die MRSA-Bakterien und Schimmelpilze abgetötet werden.
In Kürze sind die nach Öko-Tex Standard 100 sowie nach ISO 10993 (5+10) hinsichtlich ihrer biologischen Sicherheit geprüften Kaltschaum-Matratzen exklusiv über den Webshop www.matratzen-spezialisten.de erhältlich.
hans.haberkorn