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Die Deutsche Bank in Las Vegas

Autor: LenaKoch | Erstellt am: 22.12.2010 | Gelesen: 336
Kategorie: News & Pressetexte | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Deutsche Bank eröffnet Glücksspieltempel 'The Cosmopolitan' in Las Vegas.

Das Kasino der deutschen Bank: „The Cosmopolitan“
Das Kasino der deutschen Bank: „The Cosmopolitan“
Das liest man recht selten in dem Wirtschaftsteil der deutschen Zeitung; dass ein stets auf Seriosität bedachtes Unternehmen wie die Deutsche Bank in Las Vegas ein Kasino betreibt. Aber genau das ist derzeit der Fall und es ist auch nicht irgendein Casino, sondern gleich „The Cosmopolitan" dass der größten deutschen Bank gehört.

Dabei handelt es sich um ein waschechtes Kasino der Superlative. Direkt am berühmt berüchtigten Strip gelegen bietet der Glücksspieltempel mit angeschlossenem Hotel mit fast 3 tausend Zimmern Platz für zahllose Gäste. Der Gebäudekomplex beherbergt auch eine Poollandschaft, Restaurants und diverse Veranstaltungsräume, um dem typischen Las Vegas-Flair gerecht zu werden. Abends könne die Gäste des „The Cosmopolitan" dann in die hauseigenen Clubs einziehen und feiern und trinken oder eben im angeschlossenen Kasino zocken was das Herz begehrt. Und auch dort wurden keine halben Sachen gemacht; 1500 Spielautomaten bimmeln und klingelt dort um die Gunst der Touristen. Für die Poker, Roulette und BlackJack Fans gibt es etwa 80 Spieltische, um das Geld zu vermehren oder eben loszuwerden.

Das klingt alles natürlich sehr spannend und aufregend, aber so gar nicht nach der Deutschen Bank. Vor allem weil „The Cosmopolitan" nicht nur das wohl ehrgeizigste Projekt der Glücksspielmetropole ist, sondern auch eines der risikoreichsten. Die Wirtschaftskrise hat stark an der klitzernden Fassade von Las Vegas genagt; Touristen strömen nicht mehr so zahlreich herbei, wie es sich viele erhoffen und so manches ausgebaute Hotel wurde schon zum Minusgeschäft. Die Deutsche Bank ist da nur sehr unfreiwillig reingestolpert. Man unterstützte lediglich einen Anleger – Ian Bruce Eichner – mit einem Kredit um „The Cosmopolitan" zu erbauen. Aber dieser kam durch die finanzielle Krise ins straucheln und die Deutsche Bank musste selbst bei dem ehrgeizigen Projekt einspringen.

Da sie nun einmal diese Immobilie in Las Vegas am Bein hatten, war die auch nicht so leicht wieder loszuwerden und so machte man das Beste darauf – was natürlich das verlustärmste meint. 700 Millionen Euro musste die größte deutsche Bank deshalb schon abschreiben. Nun äußert man sich wenig zu dieser untypischen Investition und auch bei der großen Eröffnungsgala gab es keinen Auftritt der deutschen Bank.

Lena Koch
 
 
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