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Die Definition von Hochbegabung

Autor: Schuetz | Erstellt am: 29.09.2009 | Gelesen: 978
Kategorie: Beruf - Bildung & Karriere | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Eine Hochbegabung setzt sich zusammen aus sehr guter Motivation, Kreativität und überdurchschnittlichen Fähigkeiten auf einem oder mehreren Gebieten

Autorin Jutta Schütz
Autorin Jutta Schütz

Hochbegabte Menschen gesucht für ein Buch-Projekt

Hochbegabung ist die Disposition für herausragende Leistungen und nicht die Hochleistung selber. Eine Hochbegabung setzt sich zusammen aus sehr guter Motivation, Kreativität und überdurchschnittlichen Fähigkeiten auf einem oder mehreren Gebieten. Sie kann nur unter bestimmten Umständen zu Höchstleistungen führen.

Familie, Kindergärten, Schulen müssen Bedingungen schaffen, in denen besonders begabte Kinder und Jugendliche sich ihrer Begabung entsprechend entwickeln können. Der Begriff der Hochbegabung ist nicht alleine auf Intelligenz zu beziehen, sondern kann in den verschiedensten Bereichen auftreten (Gardner 1991, Sternberg 1999). William Stern wies bereits im Jahr 1916 auf die Notwendigkeit der Begabtenförderung hin. Er leitete an der Hamburger Universität eine Forschungsgruppe zu diesem Thema.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Bedarf für Begabtenförderung allgemein anerkannt und in einige Landesverfassungen aufgenommen. Das Gymnasium wurde für diesen Zweck als ausreichend beurteilt. Es gibt nicht –die Hochbegabung- und das –hochbegabte Kind- an sich, sondern jeder Hochbegabte ist einzigartig. Somit gibt es auch nicht –den Königsweg- zur Förderung von begabten Kindern/Schülern!

Die Definition der Hochbegabung ist zu beachten. Es hat sich eingebürgert, einen IQ von 130 als Grenzwert zur intellektuellen Hochbegabung anzusetzen. In der differentiellen Psychologie gelten Menschen als –Hochbegabt-, deren Testergebnisse bei einem Intelligenztest mehr als zwei Standardabweichungen vom Mittelwert abweichen. Dies sind also Menschen, die ein IQ erreichen, der von höchstens 2,2% ihrer Mitmenschen erreicht oder übertroffen wird.

Welche Faktoren zum Auftreten einer Hochbegabung führen ist immer noch umstritten. Allgemein wird angenommen, dass es sich um die Kombination verschiedener günstiger Faktoren handelt. Auch wenn ein gesicherter Zusammenhang zwischen Intelligenz und genetischer Veranlagung besteht, spielt das soziale Umfeld, vor allem während der Kindheit, eine große Rolle bei der Intelligenzentwicklung.

Es wird vermutet, dass es auch einen Zusammenhang mit dem Wachstumshormon IGF-1 gibt. Kinder von älteren Müttern haben häufig einen hohen Spiegel dieses Hormons und es konnte nachgewiesen werden, dass Kinder älterer Mütter (35 Jahre) tendenziell intelligenter sind.

Prinzipiell handelt es sich bei Intelligenz um ein genetisch veranlagtes, also vererbbares Phänomen. Eine genetische Veranlagung bedeutet jedoch nicht zwingend, dass sich erhöhte Intelligenz oder eine Hochbegabung ausbildet.

Viele Studien ergaben:
Das Sprachumfeld spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Sie steht eng mit dem sozialen Status der Eltern im Zusammenhang. In einer Studie wurde ermittelt, dass Eltern aus der Mittel- und Oberschicht wesentlich häufiger und deutlich mehr mit ihren Kindern sprachen als solche aus der Unterschicht und zudem komplexere Sätze bildeten. Dies hat einen enormen Einfluss auf die Intelligenzentwicklung. Der IQ der benachteiligten Kinder lag bei durchschnittlich 79, während die sozial besser gestellten Kinder, mit denen viel geredet wurde, im Durchschnitt auf 117 kamen. Nicht zu unterschätzen ist die Rolle des elterlichen Erziehungsverhaltens.

Es scheint auch sicher zu sein, dass die Ernährung einen Einfluss auf die Intelligenzentwicklung hat. Schon in der Schwangerschaft kann eine Mangelernährung der Mutter (Jod) die spätere Intelligenz des Kindes senken.

Eine Studie von 1972 ermittelte eine Durchschnitt-IQ von 58 für Kinder, die während der ersten zwei Lebensjahre stark unterernährt waren. Dieser Einfluss lässt sich aber kompensieren, wenn die Kinder (Adoption) in ein besseres Umfeld kommen.

Hochbegabte haben die gleichen emotionalen und sozialen Bedürfnisse wie andere Menschen. Sie durchlaufen als Kinder die gleichen Entwicklungsschritte wie Normalbegabte, allerdings im Vergleich die kognitiven und konzeptuellen deutlich schneller, was zu Missverständnissen und daher möglicherweise zu Problemen mit der sozialen Umgebung führen kann.

Trotzdem haben Hochbegabte im Durchschnitt weniger soziale Problem als andere Menschen.

Pressekontakt:
Jutta Schütz
Im Mittelfeld
D-76698 Bruchsal

info.jschuetz@googlemail.com
www.juttaschuetz.de
 
 
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